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Montag, 31. Mai 2010

GP Türkei – Red Boom!

Lewis Hamilton holte seinen ersten Saisonsieg vor Teamkollegen Jenson Button. Die Red Bulls zofften sich auf der Strecke und Ferraris fuhren dem Ganzen nur hinterher. 
Lewis Hamilton widmete den Sieg seinem Vater Anthony, der am Montag Geburtstag hat. Ein wahrhaft perfektes Timing und ein perfektes Geschenk. Jenson Buttons Vater sah als Grid Girl zwar toll aus, aber sein Lächeln mag vor dem Rennen breiter gewesen zu sein als danach. „Niemand fährt ein Rennen, um Zweiter zu werden“, meinte der Button jr. Ja, das mag wohl stimmen. Aber besser Platz zwei als zum Beispiel die Plätze 7 und 8 den beiden Ferraris. Von Widmung wird hier keine Rede sein. Die Jubiläumsfeier zum Grand Prix Numero 800 sollte ein Kracher sein und ein Sieg die Krönung. Tsja … Jeder von uns hat schon mal ein hässliches und nutzloses Geschenk zu Geburtstag bekommen. Aber in der Formel 1 gibt es keine Umtauschgarantie …

Die Qualifikation
Am Samstag fuhren die Red Bulls mal wieder in der eigenen Welt. Siebtes Qualifying, siebte Pole Position und das dritte Mal in Folge für den gleichen Fahrer: Mark Webber. Mit der Zeit von 1:26.295 Minuten fuhr er die schnellste Zeit des Qualifyings.
Webbers Teamkollege Sebastian Vettel startete hinter Lewis Hamilton von Platz 3. Ein Fahrfehler hat den Deutschen den zweiten Platz gekostet. Die zweite Startreihe komplettierte Jenson Button. Startplatz 5 ging an Michael Schumacher, der seinen Teamkollegen Nico Rosberg auf P6 verdrängte - in den Schlusssekunden des Qualifyings verursachte Schumacher eine gelbe Flagge, weil er in der berühmt berüchtigten Kurve 8 einen Dreher machte. Die Top-10 komplettieren Robert Kubica, Felipe Massa, Vitaly Petrov und Kamui Kobayashi.
Die große Überraschung des zweiten Qualifyings war Fernando Alonso. Der Ferrari-Pilot machte auf der entscheidenden Runde einen Fehler (Hello again … in der Kurve 8) und kam nicht über Platz 12 hinaus. Somit verfehlte er zum zweiten Mal in Serie das Q3 - zur Erinnerung: In Monaco konnte er gar nicht am Qualifying teilnehmen, weil er im 3. Freien Training einen Unfall hatte und das Auto zu stark beschädigt war, um es rechtzeitig für die Qualifikation zu reparieren.
Während Kamui Kobayashi den letzten Top Ten Platz für sich ergattern konnte, musste sich Pedro de la Rosa mit P13 zufriedengeben. Die besten Rookies waren erneut die Lotus-Fahrer Jarno Trulli und Heikki Kovalainen (19+20). Der zweite Force India Pilot, Vitantonio Liuzi, wurde nur 18. Die Williams Piloten schieden beide im Q2 aus: Rubens Barrichello wurde 15. vor seinem Teamkollegen Nico Hülkenberg (17). Für Virgin war es wieder ein 20 minutiger Einsatz: Timo Glock wurde 21. und Lucas di Grassi 23. Die Toro Rossos haben auch keine Hörner gezeigt: Sebastien Buemi ging vom Platz 14 ins Rennen und Jaime Alquersuari vom P16. Das HRT Team hat mal wieder am schlechtesten abgeschnitten: Platz 22 für Bruno Senna und ganz am Ende des Feldes gesellte sich der Inder Karun Chandhok.

Das Rennen
Das hat sich Mark Webber ganz anders vorgestellt. Den Hattrick wollte er mit einem Sieg perfekt machen. Und bis zur Runde 40 konnte er ihn quasi riechen. Doch dann passierte der Schocker des Rennens: Sein Teamkollege Sebastian Vettel setzte zum Überholmanöver an und kollidierte mit Webber! Beide drehten sich von der Strecke, Vettel schied aus, der Australier konnte nach einem Notboxenstopp und Frontflügelwechsel weiterfahren und Platz 3 ins Ziel retten. Immerhin das Beste draus gemacht. Sebastian Vettel hatte gepokert, viel riskiert und verloren. Zero Points vor Heppenheim in this race. Die Aufregung war groß, nicht nur im Hause Red Bull. Nur Mark Webber zeigte sich relativ gelassen und schien eigentlich zufrieden mit dem dritten Platz. Sebastian Vettel meinte er sei nicht schuldig … Die Experten wiederum was anderes … Es scheint, als ob uns diese Geschichte noch ein wenig beschäftigen wird. 
 Und aus die Maus: Sebastian Vettel 
Vom Unfall abgesehen war es ein relativ farbloses Rennen. Die Red Bulls und McLarens haben sich and er Spitzen zwar einen harten Kampf geliefert, aber dahinter passierte nicht viel. Die größte Spannung brachte die Wettervorhersage: Es sollte bald regnen. Nun, das hat es auch. Aber nicht in der Türkei …
Alle die auf ein wenig Wasser auf der Rennstrecke, und damit verbundene mögliche Punkte hofften, wurden enttäuscht. Lewis Hamilton gewann das Rennen vor dem Teamkollegen Jenson Button. Ein gutes Wochenende für McLaren und ebenfalls ein gutes Ergebnis für die Ex: Mercedes GP. Michael Schumacher und Nico Rosberg fuhren die Plätze vier und fünf rein. Nico bekam zwar relativ früh Probleme mit den Reifen, konnte aber weiterfahren.
Robert Kubica sammelte für Renault Punkte auf Platz 6 - vor Felipe Massa, Fernando Alonso, Adrian Sutil und Kamui Kobayashi. Vitaly Petrov verlor einen sicheren Punkteplatz kurz vor Rennende nach einer leichten Berührung mit Fernando Alonso. Der Russe musste danach wegen eines Reifenschadens an die Box fahren. Mehr als Platz 15 blieb für ihn nicht übrig. Dennoch muss man den Russen nicht beschimpfen und als blöde bezeichnen. Immerhin war es ein Duell mit dem Doppelweltmeister. Gut, er hat die Situation zugelassen, aber immerhin nicht nachgegeben und das ist immer schön zu sehen. Es ging doch in die Hose, aber … Zumindest wird sich der Vitaly jetzt vergebener Möglichkeit wegen nicht in den Arsch beißen müssen.  
Die einzigen Ausfälle des Rennens waren die beiden HRT von Karun Chandhok und Bruno Senna, Vettel und die zwei Lotus-Fahrer Heikki Kovalainen und Jarno Trulli, die beide mit einem Hydraulikdefekt ausfielen. Den letzten Platz belegte der usual Suspekt: Karun Chandhok hinter den beiden Virgin-Piloten Glock und di Grassi (Plätzen 18 und 19). De la Rosa musste sich erneut seinem Teamkollegen geschlagen geben: Mehr als Platz 11 war nicht drin. Dennoch Respekt für die Saubers die ein ziemlich gutes Ergebnis abgelieferten. Nicht überzeugen konnte Nico Hülkenberg, der zwar ein paar gute Manöver hatte, aber zum guten Ergebnis verhalfen die nicht: nur Platz 17 für den Deutschen hinter dem Teamkollegen Barrichello (14). Jaime Alquersuari verpasste die Punkte knapp (12.Platz), aber das teaminterne Duell ging auf seine Rechnung: nur P16 für Sebastien Buemi. 

Der Sieger 
So ausgelassen wie Mark Webber in den letzten Wochen hat Lewis Hamilton nicht auf dem Podium rumgehüpft. Eher britisch cool. Ein breites Grinsen war schon zu sehen, aber … Nach dem Rennen verriet Lewis, er hätte sich mehr gefreut, wenn er das Rennen aus eigener Kraft gewann. Im Duell und so … Ein spannendes Duell gab es auch gegen Jenson Button und der Gewinner stand dann auch auf dem Podium, aber anscheinend war dies nicht genug. Jenson Button war auch ein wenig knautschig und unzufrieden mit dem zweiten Platz. Was ist den los mit den Britons? Mensch, freut euch doch!
Am Ende widmete Lewis sein Sieg dem Vater Anthony, der am Montag seinen Geburtstag feiern wird. Eine Feier wird es also doch geben. Abschließend kann man sagen: Wo zwei sich streiten, freut sich der Brite.
Aus deutscher Sicht: Es konnte ein perfektes Rennen werden, am Ende muss man sich nur mit den Plätzen 4, 5 und 9 zufriedengeben. Was auch nicht schlecht ist. Aber es gibt halt immer ein „aber“. Und aus meiner Sicht: …
Und ... Adrian Sutil ist immer noch Zehnter in der Gesamtwertung. Hat ein fehlerfreies Rennen gefahren. Ich denke, ich bekommen Kopfschmerzen …

In der Fahrer-WM führt immer noch Mark Webber (93 Punkte) vor Jenson Button (88). Dahinter folgen Hamilton (84), Alonso (79), Vettel (78), Kubica, Massa (je 67) und Rosberg (66). Die Top Ten runden Michael Schumacher mit 34 und Adrian Sutil mit 22 Punkten ab.
Bei den Konstrukteuren führt jetzt McLaren (172) vor Red Bull (171), Ferrari (146) und Mercedes (100). 

Donnerstag, 27. Mai 2010

Me no like ...

Ich weiß, dass es eigentlich keinen Einfluss auf seine fußballerischen Qualitäten hat, aber doch gefällt mir Fernandos neue Frisur nicht soooooo ... Die blonden Haare sind ab ... Was für ein Jammer!

Hmmm ....

Mir ist es relativ egal, ob er sich den Schädel glatt rasiert oder eine Ronaldo-Frisur machen lässt (obwohl ich natürlich hoffe, dass er dies NICHT macht!), solange die Leistung stimmt.

So war es doch viel schöner ... Mensch ...

Aber doch war es angenehmer für das weibliche Auge, als er sich die Haare hinter die Ohren strich ... Ja, das war so etwas Torres-mässiges.
Na gut, aber da müssen wir jetzt halt durch, geduldig warten, bis die Zotteln wieder nachwachsen. Fernando hör ma', so abergläubisch, wie Du bist, ne? Lass Dir die Haare wachsen: Die blonde Mähne hat Dir 2008 Glück gebracht ... Lass es Dir mal durch den Kopf gehen. Gell?
Aber eigentlich mache ich mir keine Sorgen um Dich und die spanische Mannschaft während der WM 2010 in Südafrika. Wenn Du es so machst wie hier (mal wieder ein Augenschmaus ...), dann wird es so was von (!) klappen ... Podemos!

Besucht Empire Of The Kop, um mehr über Fernando Torres und den Liverpool FC zu erfahren!

Fernando Torres Cartoon

His goalscoring exploits have often strayed into Roy of the Rovers territory - and now Fernando Torres is going a step further with his very own cartoon character.


Spanish editorial group SM have created a comic called 'Fernando Torres and the Emperor's Consul'.

The publication - which will hit the stands next week - is the first in a series of comics containing a selection of elite sportsmen.

The plot starts with El Nino and a group of children sat in a television studio when suddenly the interview is cut short. Our No.9 is transported to the Coliseum in Rome, where he has to warn off the marauding lions armed with only a football.

As seen on liverpoolfc.tv

Visit Empire Of The Kop and find out even more about Fernando Torres and LiverpoolFC!

Dienstag, 25. Mai 2010

Und der Ball? ... Ja, der ist rund!

"Hast Du DAS gehört ...?"- Oliver Kahn

Für einen Artikel musste ich über Fußballsprüche recherchieren und bin auf diesen Blog gestoßen, der die Top 100+ der Fußballsprüche gesammelt hat. Und dann ging es aber rund! Am Anfang habe ich nur gekichert, aber es wurde ja immer lustiger und dann konnte ich mich nicht mehr halten … Man, was habe ich gelacht! (Tue ich eigentlich immer noch, weil ich manche von denen nicht aus dem Kopf kriegen kann ...)

Der gute, alte Lothar Matthäus ... Ja, was hätten wir Fußball-Fans den bloß ohne ihn gemacht? Im Falle von bestätigen-dass-alle-fußballer-und-sportler-allgemein-dumm-wie-Brot-sind hat er Großartiges geleistet! Praktisch im Alleingang! Respekt ... ! Dies dem Loddar nachzumachen hat noch keiner geschafft ... Stephen Ireland (Manchester City) versucht ihn verbissen zu überholen, aber es ist nicht so leicht. Aber! Steve, Junge, never give up! :-)
Mein Favorit kommt jedoch aus dem Munde Marko Rehmers: "Wir sind hierher gefahren und haben gesagt: Okay, wenn wir verlieren, fahren wir wieder nach Hause."

Na, da braucht man nichts mehr zu addieren, oder? Ich wüsste jedefalls nicht was ... :-)

Oder der hier von Fredi Bobic: "Man darf jetzt nicht alles so schlecht reden, wie es war."

Vollkommenheit! Könnte ich nicht besser sagen ...

Write the Future


Der neue Nike Werbespot für die kommende Fussball WM in Südafrika ist wied
er ein echter Augenschmaus. Bei Nike wissen die einfach, wie man Werbung macht. Tolle Bilder, tolle Geschichte und Ideen und dazu noch toll gemacht. Der Teil mit Wayne Ronney ist wieder mal genial ... Zieht es Euch rein! ;-)

Montag, 24. Mai 2010

"Above And Below"

Der Text dieses Liedes (by The Bravery) passt irgendwie momentan zu meiner Stimmung. Und überhaupt ... Und außerdem ist es ein nettes Lied. Das inoffizielle Video ist dabei noch besser als das offizielle. :-) Toll gemacht.  


Sometimes I feel
Like I wanna leave this place for good
Under the ground
I'll live down there without a sound
And never hear
These hissing voices all the same
I'll disappear
Causing living makes me feel ashamed

I must believe
There's more above us and below
I must believe
Stranded with this bitch called hope
It keeps me here
When all I wanna do is go
It keeps me here
When all I wanna do is disappear

If this is it
When all we have and ever will
If this is it
Time is running out and standing still
I'll leave today
Cause there's nothing left to keep me here
I'll fade away
I'll turn my back and disappear

The city moves
Lunges up right from the ground
The seething Earth
It opens up and spits us out
This vicious child
Nature never wanted us
This vicious child
A cancer burning black into it's heart

If this is it
When all we have and ever will
If this is it
Time is running out and standing still
I'll leave today
Cause there's nothing left to keep me here
I'll fade away
I'll turn my back and disappear

Sometimes I feel
Like I wanna leave this place for good
Under the ground
I'll live down there without a sound
And never hear
These hissing voices all the same
I'll disappear
Causing living makes me feel ashamed

If this is it
When all we have and ever will
If this is it
Time is running out and standing still
I'll leave today
Cause there's nothing left to keep me here
I'll fade away
I'll turn my back and disappear
I'll turn my back and disappear 

Lyrics by The Bravery. (www.thebravery.com)

Montag, 17. Mai 2010

Monaco GP – Mark Alonso: we salute you!

Mark Webber gewinnt den Klassiker mit vier Safety-Car-Phasen vor Sebastian Vettel und Robert Kubica. Fernando Alonso startet als Letzter, um als Sechster zu enden, während Michael Schumacher eine Strafe kassiert.
Das meist erwartete und gesehene Rennen des Jahres hat mal wieder nicht enttäuscht. Es gab alles, was das Herz begehrt: Spannung und Glamour, Ausfälle und Unfälle, legale und illegale Überholmanöver und vieles mehr; je nachdem, wem man die Daumen drückt. 
 Der berühmteste Hintergrund in der Formel 1: Monaco
Unterm stärksten Strom standen die Fernando Alonso Fans. Der Spanier fuhr Bestzeiten in beiden freien Trainings und galt als Favorit für die Pole und das Rennen, aber in dem dritten freien Training passierte es … Ein Unfall. Alonso verlor die Kontrolle über sein Auto und schurrte gegen die Leitplanke. Das Ergebnis: Der Bolide wurde nicht rechtzeitig zum Qualifying fertig und so musste Alonso aus der Boxengasse ins Rennen gehen. Und hier muss man den Kopf neigen. Der Asturier sprintete durch das Feld und überholte ein Auto nach dem anderen und … endete als Sechster. Aber das war noch längst nicht alles, was in Monaco passierte. Fangen wir mal an …

Die Qualifikation 
Mark Webber setzte seine Topform mit einer Pole-Position auf dem berühmten Stadtkurs fort. Der Australier war bisher an diesem Wochenende eher unauffällig unterwegs, packte aber im entscheidenden Moment sein Selbstvertrauen vom Sieg in Barcelona aus und fuhr zum zweiten Mal hintereinander Bestzeit im Qualifying - 1:13.826 Minuten. Das reichte letztendlich relativ locker, um Robert Kubica (+0,294) zu schlagen. Sein Teamkollege, Sebastian Vettel wurde Dritter und saß wieder ein wenig zerknautscht und sichtlich unzufrieden in der Presse Konferenz. Der zweite Renault-Pilot, Vitaly Petrov, belegte nur den 14. Platz. Die "Rakete von Wyborg" crashte im Q2 und sorgte damit für den einzigen Unfall eines ansonsten recht ruhigen Nachmittags.
Ferrari hatte sich vorgenommen, auf die Pole-Position loszugehen, trat aber nur mit einem Auto an. Felipe Massa fuhr Bestzeit in Q1 und war in Q2 Zweiter hinter Nico Rosberg im Top-10-Finale konnte er jedoch nicht ganz mit den Schnellsten mithalten und belegte mit einer halben Sekunde Rückstand den vierten Platz. Fünfter wurde Hamilton, der das interne Stallduell gegen Jenson Button (8.) um zwei Zehntelsekunden für sich entscheiden konnte.
Rubens Barrichello (Williams) und Überraschungsmann Vitantonio Liuzzi (Force India) rundeten die Top 10 ab. Nico Hülkenberg (Williams) lieferte bei seiner Formel-1-Premiere in Monte Carlo eine ordentliche Leistung ab und verpasste den P10 nur um 0,167 Sekunden. Ausgerechnet WM-Leader, Weltmeister und Vorjahressieger Jenson Button zitterte sich als Zehnter ins dritte Qualifying.
In Q2 schieden unter anderem Adrian Sutil (Force India/12.) und Sébastien Buemi (Toro Rosso/13.) aus, ebenso die beiden Sauber-Piloten, die nahtlos an die enttäuschende Performance in den Trainings anknüpften.
Schnellster Vertreter im Q3 war Heikki Kovalainen (Lotus), dem letztendlich nur 2,337 Sekunden auf die Bestzeit fehlten. Jarno Trulli im zweiten grün-gelben Boliden verlor das Stallduell um 40 Tausendstelsekunden. Bei Virgin hieß der teaminterne Sieger Timo Glock, bei HRT Bruno Senna.
Kleine Randnotiz für die Fans da draußen ( ;-) ): Kimi Räikkönens Streckenrekord von 1:13.644 Minuten, aufgestellt 2005 in einem McLaren, wurde nicht gebrochen ...

Das Rennen
Was haben wir denn nicht alles gehabt! Unfälle und Ausfälle in allen Variationen und Konfigurationen, die Kreativität der Fahrer hatte kein Ende. Von der ersten Runde an überschlugen sich die Ereignisse (und Fahrer) auf dem meist glamourösen aller Circuits. Wichtige Erkenntnis: Die Amateure haben nicht enttäuscht, man muss sich keine Sorgen mehr machen, die Ordnung wurde wieder hergestellt. Dazu muss man ganz am Anfang sagen, dass nur die Hälfte der Autos ins Ziel kam: Ganze 12 von 24 sind rausgefallen.
 Hat alles unter Kontrolle: Mark Webber
Das Rennen startete und endete mit einem Unfall und Safety Car. Nico Hülkenberg „eröffnete“ den GP mit einem Unfall, als er gleich bei der ersten Tunneldurchfahrt voll in die Leitplanken krachte! Das zweite Opfer war ausgerechnet WM-Leader Jenson Button. Die McLaren-Mechaniker hatten sich in der Startaufstellung einen peinlichen Fehler geleistet: Sie haben ein Kühlgerät vergessen. Dadurch überhitzte sich der Motor …
In der 17. Runde eröffnete Lewis Hamilton die Serie der Boxenstopps, deren großer Verlierer war Barrichello, der erst hinter Schumacher zurückfiel und dann mit einem Crash bei Massenet für die zweite Safety-Car-Phase sorgte.
Damit waren auf einen Schlag die 15,3 Sekunden Vorsprung von Spitzenreiter Webber, der wieder mal einen tollen Start hingelegt hat und den anderen mit beinahe kosmischen Tempo wegfuhr, beim Teufel, der jedoch durch nichts aus der Ruhe zu bringen war und sich sofort wieder absetzen konnte. Zehn Runden später dann schon die nächste Safety-Car-Phase, diesmal jedoch ohne Crash: Im Bereich von Massenet hat sich ein Gullydeckel gelöst.
Unabhängig davon fuhr Robert Kubica seinen sensationellen dritten Platz sicher nach Hause – und hier muss man zugeben, dass am Anfang der Saison niemand gedacht hätte, dass der Pole in Monaco mit diesem Renault auf dem Podium landen wird. Dahinter wurde Massa Vierter und Hamilton Fünfter. Schumacher fuhr als Sechster vor Alonso über die Linie - unter Vorbehalt (illegaler Überholmanöver der nach dem Rennen von den Rennkommissaren untersucht wurde und Alonso doch den 6.Platz behalten konnte). Die restlichen Punkteränge gingen an Rosberg, Adrian Sutil und Vitantonio Liuzzi. Sébastien Buemi wurde undankbarer Elfter.
Beendet wurde das Rennen nach einer riesigen Schrecksekunde hinter dem Safety-Car: Jarno Trulli (Lotus) setzte wenige Runden vor Schluss im Kampf um Platz 14 in der engen Rascasse-Kurve ein waghalsiges Manöver gegen Karun Chandhok, das nicht funktionierte. Trulli rutschte nach außen, hob ab und hätte beinahe den Kopf des Inders gestreift. Zum Glück überstanden beide die Situation unverletzt. Und zum Glück hat Mark Webber gut aufgepasst, denn er war nah genug, um involviert zu werden und das Rennen wäre somit beendet … So weit ist es aber nicht gekommen.
Tatsächlich abgewunken wurden nur zwölf der 24 gestarteten Autos, denn Vitaly Petrov stellte seinen Renault während der letzten Safety-Car-Phase noch an der Box ab, wurde aber ebenso gewertet wie Chandhok und Trulli. Bisher noch nicht erwähnt wurden die Ausfälle von Heikki Kovalainen Bruno Senna sowie den beiden Sauber- und Virgin-Piloten. Bei Timo Glock schien eine Radaufhängung kaputt gegangen zu sein.

Der Sieger
Der Kameramann kam gar nicht hinterher, so eilig hatte es Mark Webber mit der Champagnerflasche in den Händen zur Champagnerdusche. Und verschont blieb keiner der nah genug stand, als der vor Freude losgelöste Australier mit dem Feiern loslegte.
Mark Webber, schon vor einer Woche in Barcelona eine Klasse für sich, fuhr auch im Fürstentum wie entfesselt und ließ sich nicht einmal von vier Safety-Car-Phasen, durch die sein Vorsprung immer wieder zunichtegemacht wurde, irritieren. Respekt! Ausnahmsweise muss man Heiko Wasser Recht geben: Es war nicht mehr ein Wind, es war ein australischer Orkan, der durch die Straßen von Monaco stürmte!
Nach 78 Runden oder einer Rennzeit von 1:50.13 Stunden triumphierte Webber vor seinem Teamkollegen Sebastian Vettel und Robert Kubica - als erster Australier seit Jack Brabham im Jahr 1959!
Aber eigentlich gab es in Monaco zwei Sieger … Den eigentlichen (Mark Webber) und einen heimlichen … Der da wäre? Fernando Alonso. Nach seinem Pech in dem 2. Freien Training wurde er während der Qualifikation zum Zuschauen verdammt und für dass Rennen galt schon eigentlich als abgeschrieben. Aber … Nicht durch Zufall wurde er zweimal Weltmeister … Ob man Fan ist oder nicht, am heutigen Sonntag müsste eigentlich jeder dem Asturier salutieren, denn diese Aufholjagd war eine Klasse für sich. Als 24. Gestartet und auf P6 das Rennen beendet. Eine rote Kappe reicht da nicht aus … (Objektivität hin oder her: Meine gesamte Garderobe reichte mir heute bei Weitem nicht aus.) Durch Michael Schumachers Überholmanöver auf den letzten Metern wurde die Freude ein wenig getrübt: lange wusste man nicht ob es jetzt Platz sechs oder sieben geworden ist. Was ist passiert? Der fünffache Monte-Carlo-Sieger wärmte intensiv die Reifen auf und überholte auf den letzten Metern noch den vor ihm liegenden Alonso, nachdem das Safety-Car für die Zieldurchfahrt an die Box abgebogen war. Legal oder illegal? Die Diskussion hat begonnen … Aber die Rennkommissare haben sich (na, wenn das nicht etwas ist!) für Alonso entschieden. Michael Schumacher wurde nachträglich mit 20 Sekunden Strafe belegt. (Nach dem Rennen legte Mercedes ein Protest gegen diese Entscheidung ein.)
Mark Webber hatte solche Sorgen nicht: er wusste gleich nach dem mit der Flagge gewedelt worden ist, dass er der Sieger ist. Ein starkes Rennen, das nicht nur die Reifen und das Auto beanspruchte, aber auch die Nerven … Und wie. Dir Kritiker, die die mentale Stärke des Australiers kritisierten, sollten sich jetzt langsam über seinem Teamkollegen Sorgen machen …
Aus deutscher Sicht: ein sehr gutes Rennen, wenn man die Schumacher-Strafe weglässt. Aus meiner: Tolle Performance aber es konnte besser werden, wenn da der Unfall nicht wäre …
Und ... Adrian Sutil hat endlich mal wieder Mist gebaut (2. Freies Training). Alles ist wieder in Ordnung. Ich kann aufatmen … Ich kann wieder ruhig schlafen.

In der Fahrer-WM führt nun Webber vor Vettel (je 78 Punkte) - der Australier hat einen Sieg mehr auf dem Konto. Dahinter folgen Alonso (73), Button (70), Massa (61), Kubica, Hamilton (je 59) und Rosberg (56). Die Top Ten runden Michael Schumacher mit 22 und Adrian Sutil mit 20 Punkten ab.
Bei den Konstrukteuren führt jetzt auch Red Bull (156) vor Ferrari (134), McLaren (129) und Mercedes (84). 


Bereits in zwei Wochen geht es weiter mit dem Grand Prix der Türkei in Istanbul. Wird Webber wieder Geschichte schreiben? Wird Alonso ihn verhindern können? Wird Adrian Sutil endlich seine Sonnenbrille während des Interviews abnehmen? Wird Sebastian Vettel ein Grund zur Zerknautschheit haben? Wie zerknautscht kann er noch werden? Gibt es dort Grenzen? Man! Fragen über Fragen …

Mittwoch, 12. Mai 2010

Formel 1 goes Football in Monaco

Wie jedes Jahr fand auch 2010 ein Fußball-Benefizspiel der Formel-1-Fahrer vor dem Rennen in Monte Carlo. Die Jungs haben sich gar nicht so schlecht angestellt. Wer gewonnen hat ist unwichtig, schließlich war es für guten Zweck. Aber wer der Torschütze war ist nicht gerade unwichtig ... Der el capitano Fernando Alonso war's nämlich. (Wer den sonst? ekhm ... ) Na, hoffentlich ist es ein gutes Zeichen für das kommende Rennen am Sonntag. (16.05.2010 14:00 Uhr)
Kurze Strategie-Absprache: Lucas di Grassi und Jaime Alquersuari

Im echten Fußballer-Look: Nico Rosberg
Nicht so schlecht ... der Jaime ...

Gell? Sieht echt gut aus. Aber hallo!

Da hängt sich aber jemand echt in (an) die Sache ran ...
Und schießt ein Tor. Tsja ... Wenn man gut ist ... :-)

Fotos: motorsport-magazin.com

24h-Rennen: looking forward to …

In paar Tagen ist es wieder und endlich so weit: das 24h-Rennen am Nürburgring. 250 Teams und über 700 Fahrer gehen am Samstag (15.05.2010 14:00 Uhr) and en Start. Es wird jede Menge Arbeit, PS, Benzingeruch, Lärm, Stress, Nerven, jede Menge Stunden ohne Schlaf, aber auch ein Haufen Spaß, Racing und … ganz kurz und bündig: Es wird ein Abenteuer.
Ich könnte hier jeden einzelnen Fahrer porträtieren, aber es ist ein ziemlich großer Haufen ... Über zwei Jahre würde es dauern, bis ich hier den letzten vorgestellt habe, vorausgesetzt ich würde ein Profil pro Tag „uploaden“. Außerdem wäre es ein wenig langweilig so auf die Dauer … und hätte eigentlich keinen Sinn. Aber es gibt eine Lösung! (Nein, nichts von Ratiopharm) Denn auf einen Fahrer freue ich mich besonders. Ladies and lads, girls and gentleman: Am meisten freue ich mich auf Tom Coronel
Seit 20 Jahren ist er im Motorsport zugange und in seiner Heimat ist der Niederländer eine echte Persönlichkeit, Experte und … Kult. Wenn es um Motorsport geht, wird der „Major Tom“ immer um eine Meinung gefragt. Er ist quasi der niederländische Niki Lauda. Und obendrauf ist er noch eine sehr herzliche, humorvolle und einfach nur eine einzigartige Person.
Man kann sagen, dass ihm sein Talent schon, buchstäblich, in die Wiege gelegt worden war. Ein Umstand, den Tom Coronel selbst überhaupt nicht bestreitet: "Ich hatte ja keine Wahl. Alles hat nämlich damit begonnen, dass mein Zwillingsbruder und ich nach einem Auto benannt wurden" - Papa Coronel hat sich etwas ganz tolles ausgedacht und taufte den Nachwuchs auf die Namen Tim Alfa und Tom Romeo... (Sein Bruder ist ebenfalls im Motorsport tätig)
Prompt tauchte Tom Coronel Ende der 1990er-Jahre an der Schwelle zur Formel 1 auf, nachdem er 1997 die japanische Formel-3-Meisterschaft sowie das Formel-3-Masters in Zandvoort und 1999 die prestigeträchtige Formel Nippon für sich entschieden hatte. Diese Erfolge brachten dem Niederländer einen Formel-1-Test bei Arrows ein, doch dort setzte man für 2000 auf ein anderes Fahrergespann.
Statt Coronel griffen bei Arrows dessen Landsmann Jos Verstappen und - wie es das Schicksal eben so will - de la Rosa ins Lenkrad. Dem Formelsport sagte Coronel daraufhin Lebewohl und widmete sich vollkommen den Tourenwagen, Le Mans und 2009 (zusammen mit Bruder Tim) sogar der Rallye Dakar. In Okayama 2008 hatte sich "Major Tom" seinen ersten Rennsieg in der WTCC geholt.
Was ihn am meisten ausmacht, ist seine Professionalität, Leidenschaft für den Motorsport, knallharte Analysen, Offenheit, Einfachheit und ein großartiger Sinn für Humor.  
Diesen Humor werde ich am Samstag testen. Bin sehr gespannt, wer mehr Witze innerhalb einer Minute erzählen kann … Tot gauw, Tom!
Besucht unsere offizielle 24h-Rennen Homepage!

Dienstag, 11. Mai 2010

April's best photo(s)

Ich konnte mich weder mit der Jury einigen, noch für ein einziges Foto entscheiden. Es sind also drei geworden.

Under the Kop Flag by Kezzalegend

Vicente Calderon Quartet by eastsideGRAPHICS

Anfield Road by Angelica-B

Fotos: Liverpoolfc.tv

Montag, 10. Mai 2010

Barcelona GP: Webber did the job

Drei Männer und zugleich drei Überraschungen auf einem Podium. Auch wenn Mark Webber von der Pole gestartet ist, trauten ihm nicht alle ein Sieg zu. Nur Niki Lauda hat es mal wieder gewusst. Sebastian Vettel wurde „enttäuschend“ Dritter und Fernando Alonso überraschend Zweiter.

Die spanischen Fans hätten sich natürlich ihren Lokalmatadoren auf dem obersten Podesttreppchen gewünscht, oder am liebsten alle drei Spanier (Jaime Alquersuari und Pedro de la Rosa) aus dem F1-Paddock. Am Ende ist es nur eine kleine Fiesta geworden – Mark Webber stahl Show und beanspruchte den Circuit de Catalunya ganz für sich: souverän von Anfang bis Ende. Besser noch: sogar in der Qualifikation war er unschlagbar und langsam werden die Red Bulls ein wenig unheimlich …

Die Qualifikation
Der „Red Bull verleiht Flügel“-Werbespruch scheint tatsächlich zu funktionieren. Zumindest in der Formel 1. Fünfte Pole Position des Jahres ging wieder an Red Bull. Mark Webber schnappte sich in der letzten Sekunde das begehrte Plätzchen an der Spitze des Feldes, Zweiter wurde sein Stallgefährte Sebastian Vettel. 
Der einzige der mit den Red Bulls mithalten konnte, Lewis Hamilton im McLaren, fuhr 1:20.829 Minuten. Neben Hamilton startete Fernando Alonso bei seinem Heimspiel von Platz 4. Die dritte Startreihe teilten sich WM-Leader Jenson Button und Rekordweltmeister Michael Schumacher. Nico Rosberg startete von P8 – es war das schlechteste Qualifikationsergebnis in dieser Saison.
Im Q1 scheiterten die üblichen Verdächtigen: die drei neuen Teams Lotus, Virgin und HRT. Die Spitze der Hinterherfahrer führten Jarno Trulli und Heikki Kovalainen auf 19 und 20 an. Williams-Pilot Rubens Barrichello schied als 18. aus.
Strafen gab es ebenfalls zu Genüge: Neben Vitaly Petrov erhielten auch Karun Chandhok, Timo Glock und Lucas di Grassi eine Strafversetzung um jeweils fünf Startplätze. Petrov und Chandhok mussten das Getriebe wechseln lassen, die beiden Virgin-Fahrer wurden bestraft, weil ihr Team die Getriebeübersetzung zu spät bei der FIA bekannt gab.
Einer fetten Strafe ist hingegen Fernando Alonso entgangen: in der Boxengasse verursachte fast einen Unfall in dem er Nico Rosberg „vor die Nase“ gefahren ist. Am Ende ist nur das Ferrari-Team mit einer Geldstrafe verhängt worden, Alonsos P4 blieb sicher.

Das Rennen
Es war wieder ein „was wäre wenn?“-Tag. Vor allem für Lewis Hamilton, der als einziger mit dem überragenden Red Bulls mithalten konnte. Leider folgte zwei Minuten vor dem Rennende das Aus für den Engländer und eine Party bei Ferrari, denn somit wurde Fernando Alonso doch noch Zweiter. Auch Sebastian Vettel hat von Lewis’ Pech Profitiert: Der Heppenheimer wurde Dritter, auch wenn er deswegen nicht unübersehbar enttäuscht war. 
 F.Alonso, Mark Webber, S.Vettel: Wo ist ein Fehler ...?
Ramble!!!
Eins muss man gegenüber Mark Webber unbedingt loswerden: Respekt, Mann! Oder eine rote Kappe ziehen, falls man eine besitzt … Der Australier fuhr überlegen einen genialen Start-Ziel-Sieg ein. Der erste Sieg von der Pole Position in diesem Jahr und der zehnte in Serie in Barcelona. Nur in der ersten Kurve musste Webber sich kurz gegen seinen Teamkollegen Sebastian Vettel zur Wehr setzen, hinter dem auch Lewis Hamilton angeschossen kam. Danach fuhr Webber dem Feld auf und davon und kontrollierte das Rennen nach Belieben.
Vettel verpasste seine Chance auf Platz zwei und 18 WM-Punkte beim ersten Boxenstopp, der wegen eines Problems mit der Radmutter vorne rechts länger als nötig dauerte und ihn die entscheidenden Zehntel kostete. Kurz sah es auch aus, als ob ein Podiumsplatz nicht drin wäre, doch dank Hamiltons Pech landete „Der Seb“ doch noch auf Platz drei.
Die spanischen Fans hatten dagegen das bekommen, was sie sich gewünscht haben: Fernando Alonso rutschte bei seinem Heimrennen auf das Podium. Zwar stand er nicht auf dem höchsten Treppchen, aber ein Podiumsplatz ist ein Podiumsplatz. Und wichtige WM-Punkte.
Platz 4 belegte Michael Schumacher, der sein bestes Comeback-Ergebnis einfuhr. Leicht war es jedoch nicht: Rundenlang musste er sich gegen Jenson Button verteidigen, ehe dieser es langsamer angehen ließ, da er trotz Geschwindigkeitsvorteil auf der Geraden nicht vorbeikam. Gleichzeitig war es das spannendste Duell des Rennens: Der eine gab nicht auf und der andere nach.
Die Top10 komplettierten Felipe Massa, Adrian Sutil, Robert Kubica, Rubens Barrichello und Jaime Alquersuari, der wieder eine sehr gute Leistung gezeigt hat: trotze Durchfartsstarfe udn verkorkstem Boxenstopp hollte er für das Toro-Rosso-Team ein Punkt.
Pech bleibt hingegen an Bruno Senna, wie ein altes Kaugummi am Schuh, „kleben“. Der Brasilianer ging schon in der ersten Runde etwas übereifrig zu Werke und landete im Kiesbett. Ebenfalls früh raus waren Lotus-Pilot Heikki Kovalainen, der wegen eines Getriebeproblems gar nicht erst startete, und Pedro de la Rosa, der sich erst einen Reifenschaden bei einer Berührung mit Sebastien Buemi einhandelte und danach seinen Sauber an der Box abstellen musste. Auch Sebastien Buemi sah die Zielflagge nicht.

Der Sieger
Endlich ist es ihm gelungen, dem sympathischen Australier, ein Rennen von der Pole aus zu gewinnen. Lange galt er als einer, der im Qualifying zwar sehr schnell ist, aber im Rennen nicht die richtige Konstanz beweisen kann. Er galt auch als einer, der mit dem Druck des Polesetters nicht umgehen kann und deshalb wurde er in Barcelona nicht als der mögliche Gewinner eingeschätzt. Sicher war nur, dass ein Red Bull gewinnen wird, denn mit deren, fast schon unheimlichen Speed, konnte keiner richtig mithalten. Nur das es diesmal der andere geworden ist: Der alte Hase im Geschäft - Mark Webber. 
 Durch den Wind - Mark Webber
Auch wenn er auf dem Podium sehr reserviert wirkte, hat es innen sicherlich nur so gebrodelt! Die meisten Fahrer kriegen sich gar nicht mehr ein vor Freude und hüpfen nur so aus dem Auto raus, um so schnell wir möglich ein Sieg zu zelebrieren. Nicht so Mark Webber. Sehr langsam stieg er aus seinem Red Bull mit der Nummer 6 aus, als ob er jede Sekunde bis zum Limit auskosten wollte. Nur das breite Grinsen und der, ach so jugendhafter, Sprint zum Podium  zeigte die große Freude am Sieg. Man darf ihn aber nicht missverstehen: Jeder hat seine eigene Art sich zu freuen und zu zelebrieren. Nicht zu vergessen die Schumacher-Sprünge, der Vettel-Finger oder die Button-Ständchen ...
Mark Webber fuhr bis jetzt immer (und buchstäblich) im Sebastian Vettels Schatten. Mit diesem Sieg hat er bewiesen, dass man noch durchaus mit ihm rechnen kann. Er braucht nur ein gutes Auto unter dem Popo …

Aus deutscher Sicht: ein ziemlich gutes Rennen. Aus meiner: Perfekt!
Und ... Adrian Sutil hat ganze vier Punkte geholt und wieder (!) kein Mist gebaut. Langsam fange ich an mir Sorgen zu machen …

In der Fahrer-WM führt immer noch Button (70 Punkte) vor Alonso (67) und Sebastian Vettel (60). Mark Webber liegt mit 17 Punkten Rückstand auf Platz 4. Nico Rosberg fiel auf Position fünft zurück (50) vor Lewis Hamilton und Robert Kubica, die beide 49 Punkte auf dem Konto stehen haben. Die Top Ten runden Michael Schumacher mit 22 und Adrian Sutil mit 16 Punkten ab.
Die Konstrukteurswertung führt weiterhin McLaren vor Ferrari und Red Bull an. 

Bereits in einer Woche fährt der F-1-Zirkus in Monaco. Mark Webber wird dort in der Überzeugung hinfahren, dass er der richtige Mann im richtigen Auto ist, um das meist prestigeträchtige Rennen des Jahres zu gewinnen. Wird es Sekt oder Selters? Oder doch Martini …?

Freitag, 7. Mai 2010

GP Barcelona – Eine nicht objektive Vorschau

Eine dreiwöchige Rennpause ist für einen Formel-1-Junkie definitiv zu lang. Umso mehr freue ich mich auf das kommende Motorsport-Wochenende in Barcelona (So.09.05.10 14:00 Uhr). Worauf freut man sich also am meisten nach dieser langen PS-Freien Zeit? Hier meine ganz persönliche, private und völlig frei von jeglicher journalistischer Objektivität (man muss sich ab und zu was gönnen) Vorschau auf eins der besten Rennen des Jahres. 

Es wird ein wichtiges Wochenende nicht nur für Fernando Alonso - das spanische Gesicht der Formel 1 - sondern auch für die anderen Spanier im Paddock: Pedro de la Rosa und Jaime Alquersuari. Für den Ersten ist es ein Comeback als Fahrer und für den Zweiten das erste Heimrennen einer noch sehr jungen Karriere; umso besonderer, da beide aus Barcelona kommen.
Fernando Alonso gelang bisher nur ein Sieg auf dem Circuit de Catalunya – im Jahr 2006. Er würde das gerne wiederholen. Ich würde es gerne sehen. Ferrari würde es gerne sehen. Die Zeit ist schon eigentlich überreif – wir wollen also das Beste hoffen. Wie Du einmal sagtest, Fernando: „Adelante…!“
Natürlich wünsche ich Pedro und Jaime auch nur Gutes. Beide sind talentierte Fahrer, beide kommen aus Barcelona, beide sind sympathisch, beide haben sich ein Sieg verdient. Absolut. Von mir aus kann es am Ende ein Spanisches-Podium geben. Dies wäre natürlich eine historische Sensation, an die ich natürlich nicht glaube (dafür müsste für die anderen eine Menge schief gehen), aber wünschen kann man sich ja immer eine Menge ...
Ganz sicher historisch wird das Wochenende für das 2010 neu gegründete Hispania Racing Team (HRT) welches sein erstes Heimrennen überhaupt bestreiten wird. Wenn man bedenkt, dass das roll out sehr, sehr, sehr kurz vor dem ersten Rennen der Saison (eigentlich schon während des Rennens, weil in Q1!) stattfand, haben sich die Jungs im und außerhalb des Autos ganz tapfer geschlagen. Sie haben das Fahrzeug immerhin ins Ziel gebracht, tragisch langsam waren sie auch nicht und das muss man denen erstmal nachmachen! HRT hat noch mit viel zu kämpfen und die Saison wird nicht leicht, aber jedes Rennen ist ein Schritt nach vorne. Hoffentlich wird das Heim-GP ein großer Schritt.

Gut. Das alles hört sich doch schon mal nicht so schlecht an. Es wird auf jeden Fall spannend. Fragen gibt es auch ein Haufen. Wird Alonsos Motor die Renndistanz aushalten? Wo landen Pedro und Jaime? Wie wird HRT abschneiden? Wird Jenson wieder gewinnen? Wird sein Vater wieder das rosa Hemd anziehen? Welches Hemd zieht Kai Ebel an? Was ziehe ich an? Wird Lewis Hamilton mir endlich einen Gefallen tun und endlich mal ein Rennen (warum auch immer) nicht beenden? Wird es regnen? Und wenn nicht, warum? Werden wir wieder tolle Duelle erleben? Wird Nico Rosberg wieder auf dem Siegerpodest landen? Apropos …!
Da haben wir’s doch! Darauf freue ich mich eigentlich am meisten: zu sehen, wie Nico Rosberg den Altmeister wieder mal alt aussehen lässt. AAhhhhhh … Herrlich. Es ist immer wieder ein ganz besonderer Genuss, wenn Michael S. von den Jungs überholt und geschlagen wird. Er mag so breit in die Kamera grinsen, wie es im nur seine Sponsoren-Kappe erlaubt, aber ich weiß, dass es ihn wurmt! Zu beobachten, dass die Jüngeren „sein“ Territorium erobert haben … keiner kann mir sagen, dass es ihn nicht wurmt.
Und umso mehr es ihn wurmt, umso breiter grinse ich (keine Sponsoren-Kappe, die mich behindern würde) und zum desto größeren Nico-Fan werde ich. Soll er so weiter machen. Vielleicht kaufe ich mir dann eine Nico-Kappe …
Im zweiten freien Training ist der Michael auf Platz drei gefahren. Ein Knaller, wa?! Buchstäblich! Dieses „Ereignis“ wurde in den Medien derart aufgeblasen … Wenn heute sogar zwei isländische Vulkane gleichzeitig ausgebrochen wären, hätte man hier in Deutschland nichts davon mitbekommen. O man … Ist der siebenmalige Weltmeister wirklich so tief gefallen, dass sein dritter Platz im freien Training (!!!) fast wie ein Sieg – buchstäblich- gefeiert wird? Das wiederum wurmt mich jetzt ein wenig …

Donnerstag, 6. Mai 2010

Traumjob?

Wenn ich keine Journalistin geworden wäre, hätte ich mich warscheinlich dieser Tätigkeit gewidmet ...  :-) Die zwei Damen haben es echt schön, gell?

 Foto: Liverpoolfc.tv

Dienstag, 4. Mai 2010

Wird das das neue Tattoo?


Also so eins will ich auch haben! Muss nur das Geld zusammenbekommen ...

Foto: liverpoolfc.tv


Heute wär ich gern … Marouane Fellaini

Jeden Monat beschreibe ich an dieser Stelle, in welche Person ich mich am liebsten versetzen lassen würde, mit wem ich für jedes Geld der Welt tauschen möchte und würde (oder auch nicht), und wen ich in den vergangenen Wochen am meisten um etwas beneidet habe.
Marouane Fellaini lernte das Fußballspielen in der Jugend des RSC Anderlecht. Seine Profikarriere begann er allerdings 2006 bei Standard Lüttich. In diesem Verein wurde er in den kommenden Jahren eine feste Größe und konnte in der Saison 2007/08 die belgische Meisterschaft gewinnen. Dies war Lüttichs erster Meistertitel seit 25 Jahren. Aufgrund seiner Leistungen in dieser Saison belegte Fellaini den dritten Platz bei der Wahl zu Belgiens Fußballer des Jahres.
Nach der Saison wechselte er für £15 Millionen für fünf Jahre nach England zum FC Everton. Dies war sowohl für Everton als auch für einen belgischen Spieler allgemein ein neuer Transferrekord. Zum ersten Mal lief er für Everton am 4. Spieltag der Saison 2008/09 beim 3:2-Erfolg gegen Stoke City auf. Seinen ersten Treffer in der Premier League schoss er am 7. Spieltag beim 2:2 Unentschieden gegen Newcastle United. In der Partie gegen Manchester United am 9. Spieltag sicherte sein Treffer den Toffees einen Punkt.

In der belgischen Nationalmannschaft entwickelte er sich im Laufe der Zeit zu einer Alternative im Mittelfeld und kam sowohl in der Qualifikation zur EM 2008 als auch zur WM 2010 zum Einsatz.

Bemerkenswert ist allerdings, dass Marouane Fellaini mehr seiner Frisur, als des Fußballs wegen berühmt wurde. Warum ich mit ihm für einen Tag tauschen würde? Die Antwort ist sehr einfach: Ich wollte schon immer Locken haben.

Montag, 3. Mai 2010

Not quite sure ...

The announcement of Martin Broughton as our new chairman was quite surprising but the most discussed thing was that he’s a Chelsea fan. A Chelsea fan in a red chair? Is that a good idea at all? Will he be able to make the right decision for Liverpool? Will he be professional enough by taking this decisions? There were lots of common questions. Not only in my head, by the way.



In his firts interview with LFC TV he appeared to me as a very dignified man who knows what he’s up to by taking over the red chair at Anfield. His calm voice nearly convinced me that he is the man we’ve needed. Nearly ...


It was nice to see him in the stands during the Europe League clash against Atletico Madrid. Was it a sign of interest or was it just duty? I hope the it was the first ...


I think he really has a lot respect for the club, the history and the fans. It is quite observable, isn’t it? The fact that he wasn’t in the stadium on Sunday to watch Liverpool’s encounter with Chelsea proves respect.


I mean, our beloved American owners did know they are not welcome in Liverpool but they kept coming to the matches. In situations like these you just think: why are they doing this? What are they trying to show us? Their presence was not a sing of respect or something comparable to this. Their presence was more comparable to a slap in the face. That’s what it felt like to me.


Martin Broughton wasn’t in the stadium on Sunday afternoon ...

If you want to know where Martin Broughton was on Sunday, go to Empire Of The Kop and discover even more about Liverpool FC!

What's left?

There’s not much left to say, is there? Everything has been “said” on Sunday. Our last home match of the season against Chelsea ended with 0:2 defeat. And so ended the endless discussion about – win or not to win? Chelsea are now the top candidates for the title. Our record is secured – for another year. The Mancs are pissed off, Alex is pissed off, ‘cause “they didn’t want it that way”. We didn’t want it that way either, did we? We’re frustrated enough, why shouldn’t they be unhappy for once as well?



As for Liverpool ... Well, what is there that left? Frustration, disappointment, big hopes, wishes and title dreams that didn’t come true. And lots of doubts in terms of the club’s and Rafa’s future. But the most important thing is the relief! Because the horror season finally came to an end. At last ... Well, we still have one match against Hull to go, but this won’t change the club’s situation in the table that much.
Tired ...

Sunday’s encounter with Chelsea could have done that ... It was our last chance to reach the 4th place and the Champions League. And it looked quite good. Liverpool were the better team for the first half-hour, with Maxi Rodríguez offering a creative spark and Alberto Aquilani striking a long shot, but the game hinged on the back-pass by Gerrard. It was a terrible blunder, with Drogba stealing in to intercept and to take the ball around Pepe Reina to score in front of the Kop, and, in that moment, the odds on a Chelsea title success tumbled.


There it was – the start of the end. The goal by Drogba changed the atmosphere on and off the pitch. The faith vanished. Everyone could feel that there’s nothing more to do. Lampard’s second goal sealed it for sure. That was it. Over. Zero points and Europe League next season.


Something left to say? ...

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