Read all about it!!

Loading...

Dieses Blog durchsuchen

Wird geladen...

Mittwoch, 31. März 2010

Heute wär ich gern … Daniel Aminati

Jede Woche beschreibe ich an dieser Stelle, in welche Person ich mich am liebsten versetzen lassen würde, mit wem ich für jedes Geld der Welt tauschen möchte und würde (oder auch nicht), und wen ich in den vergangenen Tagen am meisten um etwas beneidet habe.
So verrückt und bescheuert es auch klingen mag, ich wäre gerne ein Tag lang Daniel Aminati. Warum möchte ich mir das antun? Nun … Nicht weil Herr Aminati Fußball in der Jugendmannschaft von Alemannia Aachen und als 17-jähriger in der A-Jugend des FC Bayern München aktiv war.
Nicht weil er mit 15 Jahren an einer Jazzdance-Ausbildung von Marvin Smith in der Tanzwerkstatt Düsseldorf teilnahm.
Auch nicht weil er 1992 als Model entdeckt wurde und in dieser Zeit in der Promotion von Cindy Crawfords Fitnessvideo "Shape your Body" mitwirkte. Nicht weil er als Leadsänger in der deutschen Boygroup Bed & Breakfast tätig war (was für ein Name, nebenbei bemerkt ...)
Nein, dass alles ist mir egal. Auch möchte ich nicht deswegen mit Daniel Aminati tauschen, weil er ab August 2006 "Galileo" und ab März 2009 "taff" moderiert.
Und auch nicht weil er für "Uri Geller live - Ufos & Aliens: Das unglaubliche TV-Experiment" aus einer Radioteleskop-Anlage in Jewpatorija moderierte. Obwohl … wer möchte den so tief fallen?  Mit dieser Show hat sich jeder, wirklich jeder, der etwas dazu beigetragen hat, bis ans Ende seines Lebens blamiert. Nur Mr. Aminati hat es noch nicht bemerkt. 
Gibt es noch etwas Peinlicheres als Daniel Aminati zu sein? Na ja … Nadel vielleicht … oder Katie Price … oder Prinz Frederik von Anhalt. Ja, der könnte Daniel noch toppen. Aber der toppt jeden!
Nein, nein, nein. Der ganze Ruhm und die ganze Ehre des Daniel Aminatis sind mir relativ wurscht! Ich würde einfach nur für einen Tag mit ihm tauschen, damit ich mich ein Tag lang nicht fremdschämen müsste!

Timo Glock: Das Porträt

In der F1-Saison 2010 wimmelt es in der Boxengasse von neuen Gesichtern. Deshalb werde ich mich in den kommenden Tagen mit den einzelnen Porträts aller Fahrer beschäftigen. Jeden Tag werde ich einen Fahrer vorstellen und seinen Werdegang analysieren. Die siebzehnte Folge widme ich den Ex-Toyotaner Timo Glock, der sich in der Saison 2010 mit einem neuem Cocpit im neuen anfreunden muss.
Der am 18. März 1982 geborene Wersauer Timo Glock begann seine Karriere 1986 auf dem Motocross, ehe er 1987 in den Kartsport wechselte. 2001 kam dann auch seine Formelkarriere mit einem erfolgreichen Engagement in der Formel BMW in Schwung bis dann im Jahr 2002 ein Wechsel in die Formel-3-Euroserie folgte.
Begleitet wurde Timo auf seinem Karriereweg, der ihn 2004 als Jordan-Testfahrer erstmals in die Formel 1 führte, von seinem Manager und Freund Hans-Bernd Kamps sowie von der Deutschen Post, für die er parallel zu seinen rennfahrerischen Aktivitäten in der Nachwuchsförderung aktiv ist.
Durch finanzielle Probleme seines Teamkollegen Giorgio Pantano rückte Glock in Kanada 2004 erstmals ins Jordan-Stammcockpit auf, und durch die Disqualifikation von vier Konkurrenten sammelte er gleich in seinem ersten Grand Prix WM-Punkte. Dennoch gelang es ihm nicht, 2005 einen neuen Formel-1-Vertrag zu ergattern, weshalb er in die ChampCar-Serie wechselte, wo er sich prompt als Rookie des Jahres auszeichnete.
Um noch einmal einen Angriff auf die Formel 1 zu starten, unterschrieb Glock für 2006 in der GP2-Serie, doch erst nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem BCN-Team kam er nach einem Wechsel zu iSport besser in Fahrt. Mit einer bärenstarken zweiten Saisonhälfte und dem vierten Gesamtrang empfahl er sich schlussendlich für das BMW Sauber F1 Team, wo er als Testfahrer engagiert wurde.
Für einen echten Rennvertrag beim Toyota-Team reichte es aber erst nach einer überragenden. GP2-Saison 2007, in der Glock für iSport der dominierende Mann war und sich im Titelduell gegen Lucas di Grassi, seinen heutigen Teamkollegen bei Virgin, letztendlich souverän durchsetzte. Bei Toyota trat er 2008/09 die Nachfolge seines Landsmannes Ralf Schumacher an.
Für 2010 hatte Glock Angebote von mehreren Teams vorliegen, darunter auch Renault, doch er zog es vor, sich mit Virgin einer neuen Herausforderung zu stellen. Glocks Teamkollege wurde der Brasilianer Lucas di Grassi, der 2007 Timos größter Konkurrent um den GP2-Titel war. Nachdem Virgin bereits bei den Testfahrten vor der Saison von technischen Problemen geplagt war, schied Glock beim Saisonauftakt in Bahrain mit Getriebeproblemen aus.

Fakten zur Person:            (stand: 30.03.2010)

Geburtsdatum:                     18.03.1982
Geburtsort:                           Lindenfels (Deutschland)
Wohnort:                              Brensbach (Deutschland)
Stärken
:                                 - Kämpfernatur
                                              - im Zweikampf recht aggressiv
Karriereweg:                         - Rookie des Jahres Deutsche Formel BMW (2000)
                                              - Deutscher Formel BMW Meister (2001)
                                              - 3. Deutsche Formel 3 (2002)
                                              - 5. Formel-3-Euroserie (2003)
                                              - Gaststart im Porsche-Supercup (2004)
                                              - 8. ChampCar-Serie, Rookie des Jahres (2005)
                                              - 4. GP2-Serie (2006)
                                              - Meister GP2-Serie (2007)
Karriere in der F1:                 - Testfahrer Jordan (2004)
                                              - 4 Rennen für Jordan (2004)
                                              - Testfahrer BMW Sauber F1 Team (2007)
                                              - Toyota (2008 bis 2009)
                                              - Virgin (2010 bis 2011)
Formel1-Debüt:                      13.06.2004 beim GP Kanada / Montreal
                                                Im Alter von: 22 Jahren und 88 Tagen
Erste Punkte:                          Platz 7
                                                13.06.2004 beim GP Kanada / Montreal
                                                Im 1. Rennen der Karriere
Erster Sieg:                                -
Erste Poleposition:                     -
Weltmeistertitel:                          0
Starts:                                       38
GP-Siege:                                   0
Punkte:                                      51
Schnellste Rennrunden:             1
Poles:                                          0


Und morgen stelle ich den deutschen Neuzugang in die Formel 1 dem viele Experten eine große und strahlende Zukunft vorhersagen. Ladies and Gentleman, please welcome, Nico Hülkenberg.


Zahlen: motorsport-total.com                                                                          (am)

Dienstag, 30. März 2010

Adrian Sutil: Das Porträt

In der F1-Saison 2010 wimmelt es in der Boxengasse von neuen Gesichtern. Deshalb werde ich mich in den kommenden Tagen mit den einzelnen Porträts aller Fahrer beschäftigen. Jeden Tag werde ich einen Fahrer vorstellen und seinen Werdegang analysieren. Die sechzehnte Folge widme ich dem Künstler im Fahrerlager, Adrian Sutil, der neben seiner Formel-1-Laufbahn auch Pianist ist. Beides, das Flügel und das Lenkrad, scheint er sehr gut becherschen zu können. 
 Adrian Sutil hat einen eher untypischen Weg bestritten: Bis zum Alter von 14 Jahren war er ein sehr begabter und geförderter Pianist. Sein Vater, der vor etwa 30 Jahren aus Uruguay nach Deutschland kam, spielte viele Jahre in der Münchener Philharmonie die erste Geige. Dank der südamerikanischen Wurzeln seines Vaters ist Sutil zweisprachig aufgewachsen und spricht somit auch Spanisch.
Mit 13 Jahren startete der Münchner seine Kartlaufbahn, was ihm zahlreiche nationale und internationale Erfolge einbrachte und ihm im Alter von 19 Jahren den Wechsel in den Formelsport ermöglichte. In seinem Debütjahr bestritt er 2002 die Schweizer Formel-Ford-Meisterschaft und gewann auf Anhieb alle Rennen und somit auch den Titel.

In der Formel Ford konnte Sutil 2002 mit zehn Pole-Positions und zehn Siegen in zehn Rennen sofort überzeugen. 2003 wurde er mit zahlreichen Podestplätzen und Pole-Positions Sechster in der Formel BMW. In der Formel-3-Euroserie 2005 stand Adrian bei 18 Rennen elfmal auf dem Podium und sicherte sich die Vizemeisterschaft bereits vier Rennen vor Schluss - hinter einem gewissen Lewis Hamilton, gegen den er allerdings im gleichen Team keine Chance hatte.
2006 bestritt er dann einerseits die Formel Nippon in Japan, sowie Freitagstestfahrten für MF1 Racing. Dabei hinterließ Adrian einen so guten Eindruck, dass ihm Teamchef Colin Kolles am Jahresende einen langfristig ausgelegten Rennfahrervertrag unterbreitete.
In seiner Formel-1-Premierensaison 2007 schließlich sorgte Sutil für das eine oder andere Highlight wie die Trainingsbestzeit im Regen von Monaco oder den ersten WM-Punkt beim Grand Prix von Japan, aber er leistete sich auch ein paar unnötige Schnitzer. 2008 machte er beim Regenrennen in Monaco auf sich aufmerksam, als er an vierter Stelle liegend kurz vor Schluss von Kimi Räikkönen abgeschossen wurde.
Adrian Sutil bestreitet die Saison 2010 zusammen mit Vitantonio Liuzzi für Force India. Beim Saisonauftakt in Bahrain wurde er, nachdem er die erste Trainingsbestzeit der neuen Saison erzielt hatte, Zwölfter.

Fakten zur Person:            (stand: 30.03.2010)

Geburtsdatum:                     11.01.1983
Geburtsort:                           Starnberg (Deutschland)
Wohnort:                              Oensingen (Schweiz)
Stärken
:                                 - analytisch
                                              - Regenspezialist
                                              - selbstbewusst
Karriereweg:                         - Meister Schweizer Formel Ford (2002)
                                              - Sechster Formel BMW ADAC (2003)
                                              - Vizemeister Formel 3 Euroserie (2005)
                                              - Meister Japanische Formel 3 (2006)
Karriere in der F1:                 - Testfahrer MF1 Racing (2006)
                                              - Spyker (2007)
                                              - Force India (2008-2010)
Formel1-Debüt:                      18.03.2007 beim GP Australien / Melbourne
                                                Im Alter von: 24 Jahren und 67 Tagen
Erste Punkte:                          Platz 8
                                             30.09.2007 beim GP Japan / Fuji
                                                Im 15. Rennen der Karriere
Erster Sieg:                                -
Erste Poleposition:                     -
Weltmeistertitel:                          0
Starts:                                       54
GP-Siege:                                   0
Punkte:                                       6
Schnellste Rennrunden:             1
Poles:                                          0


Und morgen: Timo Glock. 2010 ist ein ganz besonderes Jahr in Karriere der Deutschen. Sein neuer Arbeitgeber, Virgin Racing, ist eine große Unbekannte …

Zahlen: motorsport-total.com                                                                                       (am)

What if ...

After watching the highlights of yesterday’s clash against Sunderland I had to think. Loads of questions in my head … Why can we always play like we did on Sunday? Our lads played such a good football. Chance after chance after chance … Even Ryan Babbel managend to impress me with his footwork, which I have to admit, do not happen that often. 

 It should have been more than this 3:0, we should have been score more goals. Imagine all the chances turned into goals? There would be 7:0 probably! What a sweet thought that is!  Though … Well …  “The Bad Luck Issue” again … Bad luck seems to love Liverpool, especially Fernando Torres (which isn’t a big surprise, is it? Who doesn’t love this guy?) Watching this lad playing is a complete delight. He scored seven goals in four matches. It’s utterly, utterly brilliant! He’s brilliant! Imagine he wouldn’t be injured during the major part of the season … Imagine Stevie and Johnson wouldn’t be injured for so long as well … We’d be invincible! We didn’t have to struggle that much and we didn’t have to play in Europe League where we, quite honestly, do not belong. (No offence, please) Nevertheless, now we do play in the Europe League and we have to make the best out of it. If weplay against Benfica like we did on Sunday, we do not have to worry. I hope good luck will be on our side this time.

I hope Glen Johnson will play as good as he played yesterday. I hope Stevie will play as good as played yesterday. I really don’t understand what the pundits want from Stevie’s performance? His did an absolutely great job. With commitment and many chances created. Where’s the problem? If someone wants to fuss, he’ll find something to fuss about anyway.

I wish we’d keep playing like that. I wish we could turn back time and play like that the whole season! I wish … No, I want answers! And I want the to be made on the pitch!

Walk on lads! 

Wanna read more about Liverpool? Go to Empire of the Kop


Montag, 29. März 2010

Nürburgring impressions

Am Samstag ist amandoloss im siebten Himmel gewesen. Haha Zumindest hat es sich für mich persönlich so angefüllt. Nein, so weit musste ich nicht fahren, um mich glücklich zu fühlen. Der Nürburgring reichte völlig. Ein normaler Tag für viele, ein besonderer für amandoloss ...
Zum Saisonstart der VLN-Rennserie bin ich und meine Kollegen vor Ort gewesen. Und da amandoloss noch nie am Nürnburgring gewesen ist, war der Tag natürlich ganz besonders. Die Aufregung und die Freude waren sehr groß. Der heilige Dreck, den ich von der Strecke nach Hause mitgenommen habe, bleibt natürlich an den Schuhen kleben! Ich denke nicht mal daran, sie zu putzen. Weder heute, noch in der Zukunft ...
Besucht unsere ofizielle VLN-Internetseite!  
 
amandoloss mit Niki Lauda. Na ja, fast  live ...
All die Großen des Motorsports und der kleine amandoloss ...

"Tutta La Vita Davanti"

Von der Universität ins Callcenter, von der Doktorarbeit über Heideggers „Sein und Zeit“ zum Verkaufsgespräch über teure, aber gänzlich unnötige Wasserfilter: mit diesem Weg, den die junge Marta nach bestandener Prüfung cum laude nimmt, ist sie ganz und gar eine Repräsentantin der „Generation Praktikum“ - hoch qualifiziert, aber total unterfordert und vor allem unterbezahlt. Wie ein Ufo steht das gläserne Callcenter irgendwo auf einer grünen Wiese bei Rom, fast ein Sinnbild für Heideggers Subjektbegriff, der dem Ich nur eine tastende, ungewisse Beziehung zur Außenwelt zutraut.

Regelmäßige Besucher des Filmfestivals von Venedig erleben den einst glorreichen italienischen Film in der Hauptsache als ein lamoryantes Trauerspiel, aus dem allenfalls Nanni Moretti hervorsticht. Doch nun gibt es diesen kleinen, feinen, überaus zeitgemäßen Film: „Tutta La Vita Davanti - Das ganze Leben liegt vor Dir“ von Paolo Virzi, der moderne Kapitalismus- und Medienkritik mit Heideggers „Sorge“ zu einer mal satirischen, mal melancholischen Komödie verquickt. Eine Entdeckung gibt es darüber hinaus zu machen, denn mit Isabella Ragonese als Marta führt Virzi eine fulminante Hauptdarstellerin vor.
Dass Virzi seinen Film nicht als Systemkritik mit zusammen gebissenen Zähnen versteht, wird schon im wunderbaren Vorspann deutlich: Marta fährt mit dem Bus, und plötzlich beginnen alle um sie herum zu tanzen - ein Angestelltenballett, das irgendwie auch wie eine Truppenübung wirkt und in einer Variation später noch mehrmals aufgenommen wird: Bevor sich die Telefonistinnen im Callcenter die Headsets überstreifen, stimmt sie die Chefin mit einer bizarren Motivationsübung auf ihre Aufgabe ein. Singend und tanzend beschwören die Damen ihr positives Denken. So sieht zeitgenössische Hirngymnastik zur Steigerung der Produktivität aus.
In dieser Welt ist Marta Mitspielerin und Beobachterin zugleich. Mit Befremden registriert sie den Enthusiasmus ihrer Kolleginnen für die Trash-Show „Big Brother“, die in gewisser Weise das mediale Pendant zum Käfigcharakter des Callcenters darstellt. Ebenso irritiert nimmt sie das Hierarchie-Gerangel unter ihren Kolleginnen zur Kenntnis, das von der Chefin natürlich nach Kräften befeuert und mit Lob und Tadel der Betriebsaufmerksamkeit ausgesetzt wird - Marta selbst hat kein Problem, bald als beste Mitarbeiterin des Monats gekürt zu werden. Kühl schleicht sie sich in das Vertrauen der Angerufenen ein, indem sie sie in Gespräche über ihre Umgebung verstrickt, die sie per Google Maps auskundschaftet.
Isabella Ragonese pendelt fabelhaft zwischen Distanz und Nähe, intellektueller Abgeklärtheit und Leidenschaft - ja, sie macht dieses Spiel geradezu zu einem Wesenszug ihrer Figur, ob Marta mit ihrem Freund Schluss macht, auch wenn sie sich vor der Einsamkeit fürchtet, oder ob sie mit einem übereifrigen Gewerkschafter anbandelt, selbst wenn ihr sein Starrsinn auf die Nerven geht.
So lebt diese Marta in prekären Verhältnissen und ist Gefangene einer Arbeitsgesellschaft, die sie zugleich von außen betrachtet. Virzi lotet nicht weniger als die Version der alten Entfremdungstheorie für das dritte Jahrtausend aus, und dies auf eine vitale und schlaue Weise, die imponiert.


Quelle: ksta.de

Vitantonio Liuzzi: Das Porträt

In der F1-Saison 2010 wimmelt es in der Boxengasse von neuen Gesichtern. Deshalb werde ich mich in den kommenden Tagen mit den einzelnen Porträts aller Fahrer beschäftigen. Jeden Tag werde ich einen Fahrer vorstellen und seinen Werdegang analysieren. Die fünfzehnte Folge widme ich dem Fahrer mit dem lustigsten Akzent, dem Italiener Vitantonio Liuzzi.

Vitantonio Liuzzi, der letzte Meister der Formel-3000-Meisterschaft, war nach Christian Klien der zweite Fahrer des Red-Bull-Juniorteams, der den Sprung in die Formel 1 geschafft hat. Der Italiener kann auf eine interessante Erfahrung zurückblicken: Im Jahr 2001 schlug er Michael Schumacher bei einem Kartrennen um die WM-Krone, in dem der Formel-1-Star einen Gaststart absolvierte.
Den gewaltigen Vorschusslorbeeren konnte Tonio, wie er im Team genannt wird, angesichts seiner großen Erfolge in diversen Nachwuchsklassen in der ersten Formel-1-Saison bei Red Bull nicht ganz gerecht werden, allerdings hatte er wegen der Fahrerrotation mit Klien auch nur bei vier Renneinsätzen Gelegenheit, sein Talent unter Beweis zu stellen. 2006 etablierte  sich der Italiener als Nummer eins der Scuderia Toro Rosso, holte auch den ersten WM-Punkt für das noch junge Team.
Am Ende der Formel-1-Saison 2007 trennte sich Toro Rosso vom Liuzzi - man war mit seinem Speed, nicht jedoch mit seiner Arbeitseinstellung abseits der Strecke zufrieden. Für die Saison 2008 dockte er bei Force India als Test- und Ersatzfahrer an, nachdem sich die Hoffnung auf einen neuen Vertrag als Stammfahrer bei einem anderen Team nicht erfüllt hatte.
2009 lohnte sich das Warten endlich: Nach dem Wechsel von Giancarlo Fisichella zu Ferrari rückte Liuzzi ins Renncockpit auf und zeigte einige starke Leistungen. Und so ist er für die Saison 2010 neben Adrian Sutil als Stammfahrer gesetzt. Beim ersten Saisonrennen in Bahrain beendete Tonio das Rennen als Neunter. Wegen einer Reglementänderung bedeutete dieses Resultat, dass er seine ersten Punkte für Force India erzielt hatte.

Fakten zur Person:            (stand: 29.03.2010)

Geburtsdatum:                      06.08.1981
Geburtsort:                            Locorotondo (Italien)
Wohnort:                               Lugano (Schweiz)
Stärken
:                                 - sehr schnell
                                              - sehr talentiert
Karriereweg:                         - Kartsport (ab 1991)
                                              - Italienischer Kartmeister (1993)
                                              - Kart-Vizeweltmeister (1995)
                                              - 7. Kart-Weltmeisterschaft, Formel A (1997 und 1998)
                                              - 7. Kart-Weltmeisterschaft, Formel Super A (1998)
                                              - Kartweltmeister (2001)
                                              - 4. Deutsche Formel 3 (2002)
                                              - 4. Internationale Formel 3000 (2003)
                                               - Internationaler Formel-3000-Meister (2004)
                                               - Formel-1-Test bei Sauber (2004)
Karriere in der F1:                  - Test- und Rennfahrer Red Bull Racing (2005)
                                               - Scuderia Toro Rosso (2006-2007)
                                               - Test- und Ersatzfahrer Force India (2008-2009)
                                               - 5 Rennen für Force India (2009)
                                               - Force India (2010)
Formel1-Debüt:                      24.04.2005 beim GP San Marino / Imola
                                                Im Alter von: 23 Jahren und 262 Tagen
Erste Punkte:                          Platz 8
                                                Im ersten Rennen seiner Karriere
Erster Sieg:                                -
Erste Poleposition:                     -
Weltmeistertitel:                          0
Starts:                                       46
GP-Siege:                                   0
Punkte:                                      13
Schnellste Rennrunden:             0
Poles:                                          0

Und morgen verlassen wir die Wärme und Sonne Italiens und fahren Richtung Heimat um sich mit der Person des deutschen Teamkollegen Liuzzis zu beschäftigen. Adrian Sutil ist nicht nur ein Fahrer, er ist auch ein gelernter Pianist. Aber anscheinend hat die Adrenalin mit der Musik gewonnen …


Zahlen: motorsport-total.com                                                                                                           (am)

Australien GP: Thriller im Albert-Park

Es sollte halt nicht werden. Es sollte halt wieder ein anderer gewinnen. Gut möglich, dass so ähnlich die Gedanken von Sebastian Vettel „ausgesehen“ haben, nach dem er in Melbourne wieder von der Pole gestartet ist, ein Favorit für den Sieg war und … ihn wieder das Auto im Stich gelassen hat, genau wie in der vergangenen Woche in Bahrain. Heute war es ein Bremsdefekt. Der überraschende Sieger hieß am Ende Jenson Button, der schon im Jahr zuvor den Australien GP gewonnen und die Grundlage für seinen Weltmeistertitel gelegt hatte. Noch überraschender war Robert Kubicas zweiter Platz, der ein sehr gutes Rennen fuhr und seine Trophäe vom John Travolta überreicht bekam.
 Jenson Button vor dem Rennen ...
Alles im allem war es ein Thriller. Anders kann man das Rennen im Albert-Park nicht beschreiben. Und all die, die nach dem GP von Bahrain plädierten, dass die Formel 1 langweilig geworden sei und die Regeln nichts taugen (nach einem Rennen!!), haben heute die Bestätigung bekommen, dass Langeweile etwas Anderes ist! Regeln hier oder her, es wird immer interessante Rennen und langwellige Rennen geben. Im Fußball ist auch nicht jedes Spiel super-mega-hammer-ultra-spannend, oder? Und doch verändert man die Regeln nicht sofort. So ist der Sport, so ist das Leben: mal so, mal so. Nichtsdestotrotz, der heutige Große Preis von Australien hat das vergangene Wochenende mehr als wettgemacht.
„Es war eins der besten Rennen“, sagte Niki Lauda in die RTL-Kameras. Und der muss es ja wissen!

Die Qualifikation
Wie hat er den gestern gestrahlt und gegrinst! Nach der zweiten Pole der Saison war Sebastian Vettel so zufrieden und glücklich, dass er nur noch grinsen konnte. Und man kann es ihm kaum verübeln. Nach dem Pech in Bahrain und der wieder konstanten Leistung gönnt man dem jungen Heppenheimer den Sieg. Und die Pole Position sollte der Polster sein …
Doch kam der erste Platz wieder teilweise überraschend, denn schon wieder war es Fernando Alonso der die Sessions Q1 und Q2 dominierte und eigentlich der heißeste Poleanwerter war. Aber, wie schon so oft, hat es in der Q3 nicht gereicht. Es ist immer wieder das Gleiche bei dem Spanier: Q1 und Q2 top, in Q3 ein Flop. Ganz tragisch war es nicht, aber die P1 müsste eigentlich drin sein …
"Platz 3 ist ein gutes Ergebnis", sagte Alonso. "Auf einer Runde sind wir recht dicht dran, aber das Rennen ist lang." Neben Alonso ging Jenson Button ins Rennen. Die dritte Startreihe belegten Felipe Massa und der beste Mercedes GP-Pilot Nico Rosberg. Michael Schumacher startete neben seinem alten Ferrari-Teamkollegen Rubens Barrichello von Platz 7. Die Top-10 komplettieren Robert Kubica und Adrian Sutil. Der Force India Pilot fuhr nur einen einzigen Run, hatte darauf aber ein Problem, weshalb er nicht weiter nach vorne kam. Mein persönliches WOW. Sein Auto und die der anderen blieben ganz … Lewis Hamilton kam nicht über Platz 11 hinaus und startete somit das Rennen aus der sechsten Reihe - neben dem Schweizer Sebastien Buemi im Toro Rosso.
Aus deutscher Sicht scheiterte Nico Hülkenberg als 15. an der letzten Quali-Hürde. Neben den sechs Fahrern der neuen Teams schied Vitaly Petrov im zweiten Renault aus. Den Kampf der Neulinge entschied erneut Lotus für sich. Diesmal hatte Heikki Kovalainen die Oberhand gegen Jarno Trulli, der nicht Mal in die Q2 kam.
Bei Virgin setzte sich Timo Glock gegen Lucas di Grassi durch. Die letzten beiden Plätze belegte HRT, wobei Bruno Senna um ein Zehntel schneller war als Karun Chandhok. Beide lagen jedoch nur vier respektive fünf Zehntel hinter di Grassi im Virgin. Zudem konnte Virgin nicht mit leeren Tanks fahren, musste zehn Kilo mehr tanken, damit der Motor in den Kurven genügend Sprit erhielt. Ein Getriebewechsel bei Glock hat ihn zusätzlich fünf Startplätze gekostet. Alles im allem: Es läuft noch nichts - aber wirklich nichts - bei Virgin. 

Das Rennen.
Frühes Aufstehen am Sonntagmorgen wurde mehr als belohnt. Es war Action pur. Und nicht wegen John Travoltas Einsatz als Fahne-Schwinger, sondern dem tollen Rennen wegen, in dem, mehr oder weniger, das Wetter die Regie führte. Es war spannend, es war dramatisch, es war schön; es war Überholen (Mark Webber vs. Lewis Hamilton), es waren Duelle (Schumacher vs. Alquersuari) … Kurz: Es war Racing pur.
Am Ende war es John Button, der wieder am breitesten gelächelt und stolz seinen Sohn umarmt hat. Denn nach den 58 aufregenden Runden ging der Sieg überraschend an den Vierten der Startaufstellung, Jenson Button. Entscheidend war für ihn letztendlich ein früh absolvierter Reifenwechsel von Intermediates auf Slicks, der erst nach einem Fehlgriff aussah, sich letztendlich aber als goldrichtig herausstellte.
Zweiter wurde sensationell Renault-Pilot Robert Kubica, der ein fehlerfreies Rennen fuhr und die höher eingeschätzten Ferrari-Stars Felipe Massa und Fernando Alonso hinter sich lassen konnte. Fernando Alonso fuhr ein klasse Rennen. Bereits in der ersten Kurve musste er nach einer Kollision die Plätze liegen lassen und das Rennen schien schon zu Ende zu sein … Doch dann krachte Kamui Kobayashi gegen Nico Hülkenberg und der Safety Car musste raus. Nach dem Restart ging es Schlag auf Schlag und Überholmanöver auf Überholmanöver weiter. Den besten Durchblick hatte bei langsam abtrocknender Strecke offenbar die McLaren-Crew, denn die holte Button schon in der sechsten Runde rein, um auf Slicks zu wechseln - eine Fehlentscheidung, wie man zunächst vermuten musste: Der Brite kam auf rutschigem Asphalt sofort von der Strecke ab, nachdem zuvor der Boxenstopp selbst schon um vier Sekunden zu lange gedauert hatte.
Die Safety-Car-Phase half Alonso, wieder den Anschluss herzustellen und er startete eine sensationelle Aufholjagd vom Platz 22. Am Ende reichte es für P4, aber war musste der man schwitzen!! Vor allem in den letzten paar Runden musste er sich sicherlich fühlen, wie ein von den Füchsen gejagter Hase! Die Verfolger waren nur einen Hauch vom Heck des Spaniers entfernt, die Reifen waren schon alles andere als gut, die anderen holten auf, die Zeit tickte … als Hamilton in seinem Rückspiegel immer größer wurde und Renningenieur Andrea Stella ständig den Abstand durchgab. "Ich will das gar nicht wissen!", konterte der Spanier. Zu einem Überholversuch gegen Massa reichte es aber nicht mehr. Am Ende war es nur, oder „nur“, wie man es halt betrachtet, P4.12 Punkte. Gerade so am Podium vorbei aber doch ein Grund, um ein wenig stolz zu sein. Kein Fehlerfreies, aber doch ein gutes Rennen des Ferrari-Piloten.
Der große Pechvogel des Tages hieß zweifellos, schon wieder, Sebastian Vettel. Der Deutsche schien einem sicheren Sieg entgegenzufahren, als er erneut von der Technik im Stich gelassen wurde und wegen eines Bremsdefekts im Kiesbett landete.
Kubica konnte den Poker mit einem zusätzlichen Boxenstopp schon eher nachvollziehen, denn auch wenn er es sich nach außen nicht anmerken ließ, hatte der bärenstarke Pole mit seinen verschlissenen Pneus alle Hände voll zu tun. Es war ein gutes Rennen für Renault und ein verdienter zweiter Platz.
Respekt für Massa, der zum zweiten Mal seit seiner Rückkehr in die Formel 1 auf das Podium fuhr. Er hat es souverän und beinahe fehlerfrei gemeistert.
Ein unauffälliges, aber fehlerfreies Rennen fuhr Vitantonio Liuzzi, der Force India somit auch im zweiten Grand Prix des Jahres ein zählbares Ergebnis bescherte. Der Italiener wurde vor Rubens Barrichello, Webber und Schumacher Siebter. Pedro de la Rosa lag über weite Strecken in den Punkterängen, ließ sich aber im Finish mit Reifenproblemen noch von Alguersuari und Schumacher überrumpeln. Der junge Spanier, der erst vor wenigen Tagen 22 geworden ist, ist für mich definitiv MOTR (Man of the Race). Wie mutig und souverän er sich mit dem siebenmaligen Weltmeister duellierte … Fantastisch. Am Ende hat der Altmeister aber doch die Nase vorn und Jaime belegte den elften Platz.
Insgesamt sahen 14 von 24 gestarteten Autos die Zielflagge; den Grand Prix der neuen Teams gewann diesmal Lotus-Pilot Heikki Kovalainen vor Karun Chandhok (HRT). Rückstand auf die Spitze: zwei beziehungsweise fünf Runden. Timo Glock und Lucas di Grassi konnten nach ihrem Start aus der Boxengasse lediglich ein bisschen testen, während Jarno Trulli wegen einer kaputten Hydraulikpumpe nicht einmal bis zum Start kam.
Adrian Sutil musste sein Auto ebenfalls wegen Motorprobleme vorzeitig abstellen. Eigentlich nichts Neues, aber diesmal war er nicht seine Schuld. Wieder ein persönliches WOW.
In der Fahrer-WM führt nach zwei von 19 Läufen Bahrain-Sieger Alonso mit 37 Punkten vor Massa (33), Button (31), Hamilton (23) und Rosberg (20); Vettel (12) und Schumacher (9) folgen auf den Positionen sieben und acht. Bei den Konstrukteuren hat ebenfalls Ferrari (70) die Nase vorne, gefolgt von McLaren (54) und Mercedes (29).
Aus deutscher Sicht war das Rennen ziemlich schlecht, aus meiner: ziemlich gut! 


Der Sieger. 
Viele empfanden den Schritt als mutig, als Jenson Button als Weltmeister von Brawn GP kommend sich der Herausforderung bei McLaren-Mercedes stellte. Und in der Tat war es bisher Teamkollege Lewis Hamilton, der im McLaren zumeist die schnelleren Runden drehte. Doch in Melbourne hat Jenson dem jüngeren Koleggen und Landsmann - Glück hin oder her - hinter sich gelassen. Somit bewies der Brite, dass er mit einem guten Auto, egal welcher Marke, immer siegen kann. Klare Ansage für Lewis: Zieh dich warm an! Und klare Ansage an all seine Kritiker, die meinten, dass Button nur deswegen Weltmeister geworden ist, weil er ein überlegenes Auto hatte. Gibt es jetzt noch Fragen oder Zweifel, meine Herren? Hamilton klagte nach dem Rennen, dass sein Team falsche Strategie für ihn wählte (Jenson kam nur ein Mal in die Boxengasse, während Lewis auf Zwei-Stop-Strategie unterwegs war). Jetzt kann er sich langsam anfangen vorzustellen, wie fehl am Platz und benachteiligt Fernando Alonso während seiner Zeit bei McLaren sich doch füllen musste, oder? Damals war es nicht nur eine einmalige Geschichte, sondern eine, die sich durch die ganze Saison wie ein zähes Kaugummi zog. Und die Benachteiligung Alonsos war am Ende so offensichtlich, dass sogar ein Blinder sie sehen konnte. Es ist nicht schön, Lewis, oder? 
 ... und danach, als strahlender Sieger ...
... und Champagner-Duscher.
Wer immer noch denkt, dass die Saison langweilig wird und dass es sich nicht mehr lohnt, die Formel 1 zu schauen, der soll dann ruhig wegschalten. Und eine tolle Saison verpassen! Das steht schon jetzt fest. Auch wenn es auf der Strecke ab und zu mal ein wenig langweilig sein sollte, die teaminternen Duelle werden die Spannung aufrecht halten. Die Ära, wo nur ein oder zwei Fahrer das Feld dominierten, und eigentlich schon nach dem Qualifying klar war, wer gewinnt, sind vorbei. Diese Jungs, die 2010 um die WM-Krone kämpfen sind erstklassige Fahrer (mit wenigen Ausnahmen…) und diesjährige Saison wir eine großartige. Nicht wegen Michael Schumachers Rückkehr, sondern weil es so viele gute Fahrer und gute Autos gibt. So viel Qualität – mit ganzen vier Weltmeistern – steht für sich.
„It is just the start“, knackte es im Jenson Buttons Funk, nachdem er die Zielflagge als Erster sah. Und wie es stimmt! Die Frage ist nur, für wen?
Bereits in einer Woche geht es mit dem Grand Prix von Malaysia in Kuala Lumpur weiter. Danach sind wird wieder etwas schlauer. 

Sonntag, 28. März 2010

Jarno Trulli: Das Porträt

In der F1-Saison 2010 wimmelt es in der Boxengasse von neuen Gesichtern. Deshalb werde ich mich in den kommenden Tagen mit den einzelnen Porträts aller Fahrer beschäftigen. Jeden Tag werde ich einen Fahrer vorstellen und seinen Werdegang analysieren. Die vierzehnte Folge widme ich dem derzeit ältesten italienischen Fahrer, Jarno Trulli.
Er ist auch der Einzige überhaupt, der, außer einen Filmreichen Grübchen im Kinn, seinen eigenen Weinberg hat und guten Umsatz mit seinem eigenem Wein macht. Cin cin! 

 Ähnlich wie Giancarlo Fisichella (Derzeitiger Testfahrer bei Ferrari, ehemaliger Renault-Pilot)  galt auch Jarno Trulli lange als ewiges Talent. Erst 2004 gewann er im Renault in Monaco seinen ersten Grand Prix, doch von Teamchef Flavio Briatore bekam er später dennoch den blauen Brief in die Hand gedrückt. Die letzten Rennen der Saison 2004 bestritt er für Toyota, wo er bis Ende 2009 unter Vertrag stand.
Zu Beginn seiner Karriere fuhr der Italiener im Kart, genau wie später in der Formel 3 - und auch in der Formel 1 zeigte er 1997 bei Minardi und mit Führungsrunden in Spielberg auf Prost seine fahrerische Klasse. Bis 1999 stand er bei Prost unter Vertrag, wo er mit Schnelligkeit überzeugen konnte. 2000 und 2001 fuhr Jarno bei Jordan ebenso schnell und sicherte sich einen Renault-Vertrag. Erst 2004 verließ er die Franzosen nach einigen guten Platzierungen, nicht ganz freiwillig,  in Richtung Toyota.
Dort angekommen machte sich Trulli dank seiner Grundschnelligkeit schnell einen Namen, und  deklassierte 2005 phasenweise sogar seinen höher eingeschätzten Teamkollegen Ralf Schumacher, hatte am Ende der Saison dennoch weniger Punkte auf seinem WM-Konto als der Deutsche, genau wie auch 2006. Erst 2007 schnitt Trulli erstmals besser als "Schumi II" ab. 2008 hatte er Timo Glock über weite Strecken im Griff und stand in Frankreich sogar auf dem Podium.
Nach Toyotas Ausstieg lief Trulli Gefahr, kein neues Cockpit mehr zu finden. Letztendlich entschied er sich dafür, mit dem neuen Team Lotus noch einmal Aufbauarbeit zu leisten.
Ab Formel-1-Saison 2010 geht Trulli als Teamkollege von Heikki Kovalainen für den neuen Rennstall Lotus Racing an den Start. Beim Saisonauftakt in Bahrain blieb er leider kurz vor Rennende stehen, ist aber dennoch als 17. gewertet worden.

Fakten zur Person:            (stand: 28.03.2010)

Geburtsdatum:                      13.07.1974
Geburtsort:                            Pescara (Italien)
Wohnort:                               Sankt Moritz (Schweiz)
Stärken
:                                 - extrem schnell
                                              - stark im Qualifying
Karriereweg:                         - Mini-Kart-Serie (1983-1986)
                                              - 1. "Giochi della Gioventu" Class 100 Cadet (1987)
                                              - Italienischer 100cc Kartmeister (1988-1990)
                                              - Klassensieger beim Kart-Grand-Prix in Hongkong (1990)
                                              - Kart-Weltmeister, Klasse 100 FK (1991)
                                              - Kart-Vizeweltmeister, Klasse 125 FC (1992)
                                              - Kart-Vizeweltmeister, Klasse 100 SA (1993)
                                              - Klassensieger beim Kart-Grand-Prix in Japan (1993)
                                              - Kart-Weltmeister, Klasse 100 FSA (1994)
                                              - Kart-Europameister, Klasse 100 FSA (1994)
                                              - Nordamerikanischer Kartmeister, Klasse 100 FSA (1994)
                                              - Kart-Weltmeister, Klasse 125 FC (1994)
                                              - Klassensieger beim Kart-Grand-Prix in Australien (1994)
                                             - Italienischer Kartmeister, Klasse 100 FA (1994)
                                             - 4. Deutsche Formel-3-Meisterschaft (1995)
                                             - Deutscher Formel-3-Meister (1996)
Karriere in der F1:                 - 7 Rennen für Minardi (1997)
                                              - Prost (1997-1999)
                                              - Jordan (2000-2001)
                                              - Renault (2002-2004)
                                              - 3 Rennen für Toyota (2004)
                                              - Toyota (2005-2009)
                                              - Lotus (2010)
Formel1-Debüt:                      09.03.1997 beim GP Australien / Melbourne
                                               Im Alter von: 22 Jahren und 240 Tagen
Erste Punkte:                          Platz 4
                                             27.07.1997 beim GP Deutschland / Hockenheim
                                                Im 10. Rennen der Karriere
Erster Sieg:                             23.05.2004 beim GP Monaco / Monte Carlo
                                                Im 118. Rennen der Karriere
Erste Poleposition:                  23.05.2004 beim GP Monaco / Monte Carlo
                                                Im 118. Rennen der Karriere
Weltmeistertitel:                           0
Starts:                                      218
GP-Siege:                                   1
Punkte:                                    247
Schnellste Rennrunden:              1
Poles:                                          4

Ich gönne mir noch ein Tag in der Bella Italia und stelle euch morgen den zweiten Italiener vor: Vitantonio Luizzi.


Zahlen: motorsport-total.com                                                                          (am)

Samstag, 27. März 2010

Jaime Alquersuari: Das Porträt

In der F1-Saison 2010 wimmelt es in der Boxengasse von neuen Gesichtern. Deshalb werde ich mich in den kommenden Tagen mit den einzelnen Porträts aller Fahrer beschäftigen. Jeden Tag werde ich einen Fahrer vorstellen und seinen Werdegang analysieren. Die dreizehnte Folge widme ich dem spanischen Rookie mit dem schwer auszusprechenden Namen: Jaime Alquersuari.
Mitte der vergangenen Saison stieg er in einen Formel-1-Boliden ein, als Ersatz für den rausgeworfenen Sébastien Bourdais. Mit seinem Toro Rosso hat er zwei nicht die Welt bewegt, aber definitiv sein Können bestätigt. 
Jaime Alguersuari brachte von Anfang an beste Voraussetzungen für einen schnellen Einstieg in die Königsklasse mit. Der Vater spricht ein mächtiges Wort im spanischen Automobilverband und zieht die Fäden der Renault-World-Series, in welcher der Sohnemann in der ersten Saisonhälfte 2009 mit Carlin auf Punktejagd ging. Außerdem genießt Alguersuari die Unterstützung von Red Bull.
Im Elternhaus stand Motorsport ohnehin immer auf der Tagesordnung, daher war der Weg des jungen Mannes fest vorgegeben. Schon in frühester Kindheit sammelte er Erfahrungen im Kart, stieg 2003 schließlich in die internationalen Meisterschaften auf. Nach dem Gesamtsieg in der Spanischen Meisterschaft schlug Jaime die große Renault-Karriere ein.
Zuerst fuhr Alguersuari in den kleinen Formel-Renault-Klassen konstant in den Top 10, der richtige Durchbruch gelang allerdings 2008. Der damals 18-Jährige holte sich als jüngster Gesamtsieger aller Zeiten den Titel in der renommierten Britischen Formel 3 und als zusätzlichen Lohn gab es eine Testfahrt im Red-Bull-Formel-1-Auto. Ab dem Grand Prix von Deutschland 2009 war Alguersuari offizieller Ersatzfahrer bei Red Bull und Toro Rosso.
2009 lag Alguersuaris Hauptaugenmerk allerdings auf der Formel 1. Nachdem er zuerst einer von drei Testfahrern des Formel-1-Teams Red Bull Racing war, wurde er ab Mitte Juli als Ersatz für Sébastien Bourdais bei der Scuderia Toro Rosso verpflichtet. Mit dem Start beim Großen Preis von Ungarn wurde er zum jüngsten Starter bei einem Formel-1-Rennen: Der Spanier war bei seinem ersten Grand Prix 19 Jahren und 125 Tage alt. Am Ende der Saison 2009 belegte er den 24. Gesamtrang.
Für die Saison 2010 blieb Alguersuari bei Toro Rosso. Den ersten Grand Prix der neuen Saison in Bahrain beendete er auf dem 13. Platz.

Fakten zur Person:            (stand: 27.03.2010)

Geburtsdatum:                      23.03.1990
Geburtsort:                            Barcelona (Spanien)
Wohnort:                               Barcelona (Spanien)
Stärken
:                                 - hohe Grundschnelligkeit
                                              - lernt schnell
Karriereweg:                         - Einstieg in den Kartsport (2003)
                                              - Spanischer Kartmeister (2005)
                                              - Aufnahme ins Red-Bull-Juniorteam (2005)
                                              - 1. Formel-Renault-Winterserie (2006)
                                              - 10. Formel Renault Italien (2006)
                                              - 12. Formel-Renault-Eurocup (2006)
                                              - 2. Formel Renault Italien (2007)
                                              - 5. Formel-Renault-Eurocup (2007)
                                              - 7. Spanische Formel-3-Meisterschaft (2008)
                                              - Britischer Formel-3-Meister (2008)
                                              - Renault-World-Series (2009)
Karriere in der F1:                 - Ersatzfahrer bei Red Bull und Toro Rosso (2009)
                                              - 8 Rennen für Toro Rosso (2009)
                                              - Toro Rosso (2010)
Formel1-Debüt:                      26.07.2009 beim GP Ungarn / Hungaroring
                                               Im Alter von: 19 Jahren und 126 Tagen
Erste Punkte:                           0
Erster Sieg:                              0
Erste Poleposition:                   0
Weltmeistertitel:                       0
Starts:                                      9
GP-Siege:                                0
Punkte:                                    0
Schnellste Rennrunden:          0
Poles:                                       0

Aus dem Land der Tappas zum Land der Pasta: Italien. Aus dem Land der Dolce Vita und Amore kommt die  vielleicht bekannteste und erfolgreichste Rennstahl, Scuderia Ferrari, es sind aber nur zwei Fahrer, die die italienische Ehre in der Formel 1 vertreten. Morgen beschäftige ich mich mit dem erfahrensten von dem beiden: Jarno Trulli.


Zahlen: motorsport-total.com                                                                  (am)