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Samstag, 30. Oktober 2010

El Diego wird 50!

Der Mann, der mich zum Fußball gebracht hatte wird heute 50! Feliz Cumpleanos, Diego Maradona!! Wenn es sich um El Diego handelt muss man eine Menge Ausrufezeichen benutzen, das ist selbstverständlich. Eres es mejor para siempre! Pero tu sabes ... :-9

Genie, Wahnsinn und mucho Stolz in Person: Diego Maradona.

Ich habe schon während der WM 2010 viel über El Diego geschrieben. Mal schauen, was andere über ihn sagen, besonders heute. 

Der Stern schreibt:

Die große Geburtstagsparty muss ohne ihren Protagonisten auskommen. Wenn sich am Samstag tausende Italiener in Neapel auf der Piazza del Plebiscito versammeln, um ihrem Idol zu huldigen, wird Diego Maradona rund zwölf Flugstunden entfernt in Argentinien im engsten Familienkreis feiern. Seinen 50. Ehrentag will sich der ehemalige Weltklassespieler nicht von der italienischen Steuerbehörde vermiesen lassen. Rund 37 Millionen Euro fordert der Fiskus in Maradonas einstiger Wahlheimat angeblich noch von ihm aus der Zeit, als er virtuos die Fäden im Mittelfeld des SSC Neapel zog und den Klub 1987 und 1990 jeweils zum Meistertitel führte. Die schönsten Dribblings und Tore von damals werden zur Feier des Tages noch einmal über eine riesige Leinwand flimmern.

Eine Stufe abwärts vom Heldensockel

Seine Landsleute haben dagegen kein rauschendes Fest für Maradona geplant. Zwar sind die Heldentaten, die "El Diez" im Trikot der Albiceleste bei vier Weltmeisterschaften zwischen 1982 und 1994 vollbracht hat, nach wie vor nicht vergessen. Noch immer ziert Maradonas Konterfei zahlreiche Häuserwände in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires und keine Unterhaltung über Fußball, in der die Gesprächspartner nicht von dessen Jahrhunderttor gegen England bei der WM 1986 in Mexiko und dem anschließenden Titelgewinn schwärmen. Doch sein erfolgloses Intermezzo als Nationaltrainer hat die Liebe der Argentinier zu ihrem einstigen Helden abkühlen lassen. Statt den zweifachen Weltmeister zu neuem Glanz zu führen, bleiben aus Maradonas nur knapp zweijährigen Amtszeit in erster Linie dessen verbale Entgleisungen gegenüber Journalisten inklusive wochenlanger Sperre durch die Fifa sowie das Bild des wild fuchtelnden Einpeitschers im feinen Zwirn an der Außenlinie in Südafrika in Erinnerung.
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Begonnen hat Maradonas kometenhafter Aufstieg an einem regnerischen Sommertag vor fast genau vierzig Jahren. Und das eher durch Zufall. Goyo Carrizo, damals ein hochtalentierter Mittelstürmer, hatte soeben ein Probetraining unter Argentiniens mittlerweile verstorbene Trainerlegende Francis Cornejo erfolgreich absolviert, als er beim Abschied beiläufig sagte: "Danke, aber dort in Fiorito gibt es einen, der ist wirklich gut." Warum er nicht mitgekommen sei, wollte Talentspäher Cornejo wissen. Kein Geld für den Bus, erwiderte der Junge. Name? "Keine Ahnung. Wir nennen ihn Pelusa." Der Fussel. Cornejo griff in seine Hosentasche und fischte zehn Pesos hinaus. Am nächsten Tag tauchte Diego Maradona auf.

"Er dachte, ich sei ein Zwerg"

Der Himmel über der Millionen-Metropole Buenos Aires war an jenem Dezembermorgen wolkenverhangen. Es regnete in Strömen. An der Seite von Cornejo stand dessen Freund Rodolfo Fernandez. Er erinnert sich: "Nach wenigen Minuten raunte Francis: Siehst Du das." Es war keine Frage, sondern eine Feststellung. Die beiden Männer konnten nicht glauben, was der zehnjährige Junge aus "Villa Fiorito", einem Elendsviertel am Rande der argentinischen Hauptstadt, vor ihren Augen mit dem Ball veranstaltete. Sie zweifelten an ihrem Verstand. In seiner Biografie "Ich bin Diego" offenbart Maradona: "Francis glaubte mir nicht. Er dachte, ich sei ein Zwerg." Heute steht Augenzeuge Fernandez (72) in seinem kleinen Sportartikelladen, ein Steinwurf entfernt vom Stadion der Argentinos Juniors. Jenem Verein, in dem Argentiniens Fußball-Idol als Knirps seine Weltkarriere startete. An der Wand hängt ein Foto, signiert von Maradona: "Mit Zuneigung für Fernandez." Der Stuhl vor dem Verkaufstisch ist seit gut zwei Jahren verwaist. Bis zu seinem Tod nahm dort Francis Cornejo Platz. "Er kam jeden Tag für einen kleinen Plausch vorbei", sagt Fernandez.

“I know I’m not one to change the world but I’m not going to let anybody into my world to tell me what to do…Nobody will ever make me believe that my mistakes with drugs or in business have changed my feelings. Nothing. I am the same as always. I’m me, Maradona. I am El Diego.”

 Amen. 

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