Von Links: Pete Best, Goerge Harrison, John Lennon, Paul MacCartney und Stu Sutcliffe in Hamburg
Dieses Bild ist 50 Jahre alt. Fünf junge Musiker aus Liverpool kamen in Hamburg an – mit nicht viel mehr im Gepäck als ihrem Talent und dem Wunsch, die Welt zu erobern. Der Name ihrer Band: The Beatles. Am 17. August 1960 stand die Band im berüchtigten "Indra" in der Großen Freiheit zum ersten Mal auf einer Hamburger Bühne. Damals noch mich Pete Best und Stu Sutcliffe. Und der Rest ist Geschichte …
Prompt, oder besser und passend gesagt: Im Raketentempo wurde die Welt erobert. Sie waren so etwas, wie die erste Boy Band. Überall, wo John, Paul, John und Ringo hinfuhren, löste sich eine Massenhysterie aus.
„Damals war die Publik schwieriger. Die haben mit Pennys nach uns geschmissen! Das muss man sich erst vorstellen. Aber wir haben daraus gelernt, mit Ruhe ließen wir es über und ergehen und sammelten das Geld brav auf. Hatten wir ja nicht so viel davon damals“, sagt einer der Gründer der legendärer Pilzköpfe, Sir Paul McCartney.
Speaking of which …Der Beatles-Haarschnitt, die sogenannte „Pilzkopf“-Frisur, wurde von dem deutschen Fotografen Jürgen Vollmer kreiert. Er selbst hatte sich diese Frisur geschnitten, lange bevor ihn Astrid Kirchherr und Klaus Voormann kennenlernten (The Beatles lernten die beiden in Hamburg). In der Paul McCartney-Biografie “Many years from now” von Barry Miles wird McCartney wie folgt zitiert:
“[…] to get back to the haircut. I should know! We saw a guy in Hamburg, whose hair we liked. John and I were hitchhiking to Paris. We asked him to cut our hair like he did his. He was living in Paris. He was sort of an artsy guy, a photographer friend of everyone. His name was Jürgen […]”
Auch in einem von John Lennon 1967 gegebenem Interview – zitiert in „The Beatles Anthology“ – heißt es:
“Jürgen had a flattened-down hairstyle with a fringe in the front, which we rather took to. We went over to his place and there and then he cut – hacked would be a better word – our hair into the same style.”
Vollmer erinnerte sich in einem Interview an das Treffen mit Lennon und McCartney im September 1961:
“They glanced at my hair and said ‘Yes, we want that funny haircut too’.”
Muss ich dazu sagen, dass ich eine Zeit lang diese Frisur auch getragen habe? Nun, ich habe es. Aber dann wurde es mir zu warm unter dem ganzen Haar …
Four lads that shook the world: John, Paul, John & Ringo
Aber zurück zu der Musik. Am 5. Oktober 1962 erschien mit „Love Me Do“ die erste offizielle Single der Beatles in Großbritannien. Ringo Starr war zunächst bei der Aufnahme von Produzent George Martin durch den erfahrenen Studiomusiker Andy White ersetzt worden, um den Schlagzeugteil einzuspielen. Letztlich erklärte Martin sich dann aber doch mit Ringo Starrs Beitrag einverstanden.
Und ab jetzt muss man eigentlich nichts mehr sagen, oder? Gibt es jemanden auf den Planeten, der den weiteren Verlauf der Geschichte nicht kennt? Kaum. Die Welt, und die Musik, waren nicht mehr die gleichen. Bis heute bleiben The Beatles die meist gecoverte Band aller Zeiten. Die Fangemeinde könnte nicht unterschiedlicher sein können: von jung zu alt, von sehr zu sehr alt. Und immer kommen neue dazu.
Und, um es hier ein für alle Mal klarzustellen: The Rolling Stones sind nicht besser als The Beatles. Waren sie nie gewesen und werde es nicht sein. Die Fans, die dies behaupten, wissen, dass es dem so ist, wollen es nur nicht zugeben. Mick Jagger wurde auf John Lennon neidisch und gründete seine eigene Musikgruppe: The Rolling Stones. Ende der Geschichte. Fazit? Gäbe es The Beatles nicht, gäbe es auch The Rolling Stones nicht. Einfach. Und die Vergleiche können sich die Jagger-Fans sonst wo … errr .. sind einfach Blödsinn.
Aber bevor ich zu viel sage, schließe ich besser ab. Und ich tue es mit Worten, die John Lennons bei dem legendären Auftritt der Gruppe am 4. November 1963 vor der britischen Königinmutter Elizabeth, Lord Snowdon und Prinzessin Margaret im Londoner Prince of Wales Theatre von sich gegeben hatte. Das letzte Stück, „Twist and Shout“, kündigte John Lennon mit den Worten an:
“For our last number I’d like to ask your help: Will the people in the cheaper seats clap your hands? And the rest of you, if you’ll just rattle your jewellery!”


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