Den Großen Preis von Ungarn musste ich leider verpassen. Aber was heißt „musste“ … Ich habe es freiwillig sausen lassen, was auch nur verständlich ist, weil meine Jungs im Lande waren. Der FC Liverpool spielte am Sonntag ein Freundschaftsspiel gegen Borussia Mönchengladbach (das Spiel würde auf Sat1 übertragen) und es wäre eine Sünde nicht dabei zu sein. Dass die Zeiten der beiden Events kollidierten, musste ich mich für etwas entscheiden und natürlich hat diesmal der Fußball gewonnen. Die Formel 1 ist heilig, aber nicht wenn ich zwischen ihr und meinen Jungs wählen muss.
Also, so viel dazu.
Die Qualifikation
Am Samstag endete es so, wie wir alles es eigentlich erwarten haben: Mit einer Doppel-Pole Made in Red Bull. Sebastian Vettel und Mark Webber (P1 und P2) fuhren in einer eigenen Liga und kein konnte mit denen mithalten. Fernando Alonso hatte als Drittplatzierter fast eine Sekunde Rückstand. Erschreckend die Dominanz der Bullen in Ungarn. Barcelona lässt grüßen …
Niki Lauda zog seine berühmte rotte Kappe for Sebastian Vettel und wollte sie gar nicht mehr anziehen – so beeindruckt war er vor de Polerunde des Deutschen. Ich muss zugeben: Es war ein Augenschmaus. Keine Fehler und schnell wie der Teufel: Eine verdiente Pole.
Die zweite Startreihe bildeten Fernando Alonso und Felipe Massa gefolgt von Lewis Hamilton (McLaren) und Nico Rosberg (Mercedes). Vitaly Petrov setzte sich diesmal gegen seinen Teamkollegen Robert Kubica: Die Renault-Piloten gingen vom P7 und P8 ins Rennen.
Wieder einmal ein gutes Qualifying für Pedro de la Rosa im Sauber. P9 und wieder die Top-Ten. Eine super Leistung für ein Team, dem man solche Ergebnisse nie zutrauen würde. Kamui Kobayashi war diesmal der Schlechtere bei den Saubers und endete nur auf Platz 18. Den zehnten Platz ergatterte Nico Hülkenberg im Williams.
Nicht so gut lief es für Jenson Button (McLaren): Nur Platz 11 gefolgt von seinem Ex-Teamkollegen Rubens Barrichello (Williams) und den beiden Deutschen Adrian Sutil (Force India) und M. Schumacher (Mercedes). Sebastien Buemi war wieder mal der bessere im Hause Toro Rosso und ging vom Platz 15 ins Rennen, während sein spanischer Stahlgefährte Jaime Alquersuari vom P17 startete. Der zweite Force-India-Fahrer, Vitantonio Liuzzi, fand sich im „Bullen-Sandwich“ auf P16 wieder.
Heikki Kovalainen und Jarno Trulli (beide Lotus) schieden wieder im Q1 aus, nur Plätze 20 und 21 waren drin. Timo Glock hingegen freute sich über „die kleine Pole“, als er sich im teaminternen Duell durchsetzten konnte und P19 einfuhr. Lucas di Grassi wurde nur 22er. Die beiden letzten Plätze belegten die beiden HRT-Fahrer Bruno Senna und Sakon Yamamoto.
Das Rennen
Wie schon erwähnt, habe ich das Rennen verpassen müssen, weil ich ein Treffen mit meinen LFC-Jungs hatte. Aber bereuen tue ich es nicht. Auch wenn es spannend war. Irgendwie ist es immer so, dass wenn ich ein Rennen verpasse, passiert immer so viel und Sport1 zeigt es nicht. Sport1 zeigt lieber Darts. Darts! Darts?!
Gefreut hat mich zu sehen, – oder zu lesen – dass Paul di Resta seinen F1-Einsatz bei Force India bekommen hatte. Leider sah er die Zielflagge nicht. Hätte mich gefreut, wie er dem Adrian davonfährt …
Der Sieger
Sebastian Vettel hat wieder gepatzt und das bestätigt, was wir alle schon wusste: Er ist eine Diva und schlechter Verlierer. Das lange Gesicht auf dem Podium sagt alles. Was hinter den Kulissen los war, will ich gar nicht wissen.
Fernando Alonso endete als Zweiter. Gute Arbeit. Nico Hülkenberg (Williams) endet auf Platz 6 und Pedro de la Rosa (Sauber) auf P7 und sein Teamkollege Kamui Kobayashi auf P9. Beide in den Top-Ten und beide mit Punkten. Besser als Mercedes und McLaren. Super. Freue mich außerordentlich. Gut, dass die Formel 1 jetzt in die Sommerpause geht. So hat das Sauber-Team Zeit zum Feiern.
Vitantonio Liuzzi (Toro Rosso) hat wieder Chaos ausgelöst und Adrian Sutil (Force India) kollidierte mit Robert Kubica (Renault). Also alles in bester Ordnung. Adrian scheint wieder gesund zu sein und so zu fahren, wie wir es gewohnt sind.
Und aus meiner Sicht: endlich keine blöden Fehler und Manöver. Endlich mal kluges Fahren und sehr gutes Ergebnis. Mark Webber auf P1 stört mich nicht. Bueno, Fernando. Keep up the good work.
In der Fahrer-WM führt jetzt Mark Webber (161) nach zwölf von 19 Rennen mit 16 Punkten Vorsprung auf Hamilton. Ebenfalls noch Titelchancen haben Vettel (136), Button (147) und Alonso (141); Massa ist Sechster (97) gefolgt von Nico Rosberg (94) und Kubica (89). Schumacher (38) ist Neunter. Die Top-Ten rundet Adrian Sutil ab (35).
Bei den Konstrukteuren führt jetzt Red Bull (312) vor McLaren (304), Ferrari (238) und Mercedes (132).
Die Formel 1 geht jetzt in eine Sommerpause und kehrt erst am 29 August in Belgien zurück. Verdiente Pause für die Teams, harte Zeit für uns Fans.






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