Die Kurzfilmkompilation „New York, I Love You“ ist der geistige Nachfolger von Paris, Je T'aime: Hier wie dort haben sich zeitgenössische, oft namhafte Regisseure gefunden, um einer (Kino-)Metropole in einer Reihe von Kurzfilmen zu huldigen.
Die insgesamt elf Episoden drehen sich allesamt um zwischenmenschliche Beziehungen. New York an sich dient für die universellen Geschichten dabei mehr als Schauplatz und weniger als eigenständiger Protagonist – nur in wenigen Beiträgen wird die Stadt explizit thematisiert. Dafür werden beinahe alle berühmten Schauplätze der Metropole in Szene gesetzt: darunter der Central Park, die Upper East & West Side oder Greenwich Village.
Vom Ansatz und der Inszenierung her gehen die einzelnen Kurzfilme natürlich dennoch auseinander: Während manche Episoden vornehmlich von geschliffenen Dialogen leben, arbeiten andere in erster Linie mit bestechenden Bildern. Manche sind tragisch, andere eher beiläufig oder komisch – Mischformen natürlich nicht ausgeschlossen. Kohärenz stiften hier einige Regeln, die Emmanuel Benbihy im Vorfeld für die Regisseure aufstellte: Die Storys sollten in irgendeiner Weise das Thema „Liebe“ bearbeiten, mit einem oder mehreren Vierteln New Yorks assoziiert werden und nicht mit Schwarzblenden beginnen oder enden. Gerade letzte Regel sorgt - auf der rein handwerklichen Seite - für den erwähnten Fluss, der „New York, I Love You“ auszeichnet und dem Projekt das staccato-artige vieler ähnlicher Kompilationen erspart.
Nicht zuletzt der fertige Film gibt den Machern Recht: „New York, I Love You“ ist eine facettenreiche Liebeserklärung an eine pulsierende Stadt, in der Meilensteine wie Taxi DriverWall Street gedreht wurden, und eine Sammlung von elf wunderbaren, unscharf getrennten Kurzfilmen, die sich allesamt anzuschauen lohnen. oder
Von Christian Horn

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