Paul McCartney sang einmal:
“The long and winding road
that leads to your door,
Will never disappear
Will never disappear
I've seen that road before,
It always leads me here
Leads me to your door….”
It always leads me here
Leads me to your door….”
Uruguays Weg nach Südafrika war tatsächlich „long and winding“ und fast wäre die Mannschaft gar nicht nach Südafrika geflogen. Aber dann haben sich die Himmelblauen doch als die Letzten qualifiziert und der Wahnsinn hat begonnen. Auch in dem winzigen Ländle zwischen den Fußballgroßmächten Argentinien und Brasilien. Die Jungs packten Ihre Koffer, fühlten ihre Thermoskannen mit Mate-Tee und … der Rest ist Geschichte. Die großen und überlauten Nachbarn sind ebenso spektakulär aus dem Turnier ausgeschieden, wie La Celeste nach vorne gestürmt ist. Das Team rund um Kapitän Diego Lugano hat am meisten überrascht. Mit ihrem guten, kompakten und qualitativen Fußball; mit echtem Teamplay, Kampfgeist, Stolz und Spielfreude haben die uns verwöhnt. Das darf Mal so gesagt werden.
Ankunft in Südafrika: Diego Lugano & Co.
Leider hat es bis ins Finale nicht gereicht. Es sollte nicht werden: Die Mannschaft scheiterte in dem Halbfinale gegen die Niederlande (2:3), aber tat es im großen Stil. Dann war da der dritte Platz zum Greifen nah … Da wäre nur noch die deutsche Nationalelf, die man vom Platz fegen müsste ... Aber gestern Abend war der Weg nicht mehr „long“ und nicht „winding“ und nicht „windy“ aber auch so ziemlich „rainy“. Das machte die Sache nicht unbedingt leichter. Und noch etwas … Trainer der Uruguayer, Oscar Taberez, sagte vor dem Spiel, dass sie nicht nur gegen Deutschland, aber auch gegen Krake Paul gewinnen möchten. Beides ist denen Leidergottes nicht gelungen. Das blöde Vieh hatte wieder recht gehabt! Das Spiel endete mit 2:3-Sieg für Deutschland. Mit einer größeren Prise himmelblauen Glücks hätte es noch Verlängerung gegeben, als in den letzten Sekunden der Nachspielzeit Diego Forlan (mit seinem genialen rechten Bein) auf das gegnerische Tor eine Bombe abfeuerte und … LATTE!!! No pudo creer mis ojos, pero … Es war tatsächlich Latte. Das Spiel, und der Traum von einer Medaille, war somit vorbei.
Diego Forlan: Das Bein Gottes?
Für Uruguay endete der lange Weg in Port Elisabeth. Für Deutschland übrigens auch, aber Jogis Jungs haben mindestens ein Andenken bekommen.
Aber, hey! Chicos! Ihr habt kein Grund die Köpfe hängen zu lassen. Ihr könnt stolz auf Euch sein. Bis zum Ende habt Ihr alles gegeben, bis zum Ende habt ihr gekämpft und ihr habt uns einige der besten Tore und einen leidenschaftlichen und schönen Fußball gezeigt. Euer Land ist stolz auf Euch. Sollte es auch!
Die beiden Diegos können es nicht glauben ...
Es war mir eine Freude, euch zuschauen zu können (auch wegen des Fußballs … *grins* *zwinker*).
Gracias por las memorias, chicos!
P.S. Und jetzt mal ehrlich, ne? Sei es denn Deutschen doch gegönnt. So schlechte Verlierer, wie sie sind. Nach einer Niederlage müssten wir uns das ganze Gejammer wieder bis zu Weihnachten – mindesten – anhören. Da haben wir wenigstens unsere Ruhe …
Das Große Fressen auf Uruguaisch: Die Erinnerungen kann Euch keiner nehmen!
Fotos: DiegoLugano.org; Eurosport





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