Ach, was war es doch schön. Mehr noch: Es war herrlich. Aber leider ist die Fußball-WM schon vorbei. Viel zu schnell, viel zu früh und überhaupt … So paar Tage wären nicht schlecht. So ein Spiel um Platz 4 und 5 und 6 und … um irgendetwas. Na, ja. Ein paar Spielchen könnte man sich noch ausdenken. Der Monat verging wie im Flug. Jetzt müssen wir wieder ins normale Leben zurückkehren. Und ehrlich jetzt: Wie langweilig ist das denn? Was soll ich jetzt mit der Zeit anfangen? Was soll ich jetzt abends machen? Worüber soll ich mich unterhalten? Worüber soll ich denken? Ich bin verwirrt … Und ziemlich überfordert. Wo fange ich jetzt an …
Mal überlegen. Was hat mir die WM gegeben? Was ist mir außer den Augenringen (von ganz wenig bis null Schlaf), dem riesigen Kater (meine Herren!), dem Loch im Budget (eeeee….) und Stammplätzen in vielen Kneipen (die sozialen Kontakte wurden gepflegt wie nie) übrig geblieben? Ziemlich viel eigentlich. Vor allem sind mir viele schönen Erinnerungen – nicht nur fußballbezogen – geblieben. Es wurde viel gelacht und geweint (vom Lachen natürlich), viel gelitten (England … ja, hier flossen die Tränen auch), viel gestritten, viel diskutiert, viel rumgebrüllt, viel gejubelt, viel geschimpft (Schiris, he?); man hatte viel Spaß und man war glücklich. Ja, klarooooo! Denn für einen Monat lang herrschte Paradies! Es war toll. Es war geil. Es war abgefahren. Es war … galaktisch! Man hatte ein Ziel nach dem Aufstehen: Fußball gucken. Den ganzen Tag. Dan über Fußball lesen und diskutieren – den Rest des Tages. Dann hat man wieder die Glotze geschaut, ging schlafen (wenn es gut lief), träumte vom Fußball und wachte wieder mit fußballrunden und fußballhungrigen Augen auf.
Italy join France on the early trip home
Die Männer (die Fußballer natürlich, nicht die Normalos!!) muss ich nicht mal erwähnen. Paradies! Ach, und das eine oder andere schöne Tor war da auch noch. Darum geht’s ja eigentlich, oder? *zwinker* Der Fußball war nicht immer schön, aber auch nicht immer hässlich. Und natürlich waren da noch das Finale und der würdige Sieger: Spanien. Ein sympathischer Weltmeister, dem man es gönnt.
Für mich persönlich war da noch etwas (viele werden jetzt lachen, aber das ist mir Wurschd): El Diego. Es hat mich gefreut, Diego Maradona wieder dort zu sehen, wo er hingehört: auf das Fußballfeld. Leider ist es nicht so gut gelaufen für ihn und seine Mannschaft, aber eigentlich war Diego der Star des Turniers und so ziemlich alles drehte sich um ihn wie die Erde um die Sonne. El mejor para siempre.
Higuain hat-trick can't deny Diego the spotlight
Für einen Monat war ich wie abgekapselt und habe nichts anderes außer Fußball registriert, geträumt, geatmet, gedacht und gelebt. Mann soll immer aufhören, wenn es am schönsten ist, oder? Was für eine Spaßbremse hat sich das denn ausgedacht???
Fiesta dank Iniesta
Drawings: FourFourTwo
Foto: Eurosport








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