In paar Tagen ist es wieder und endlich so weit: das 24h-Rennen am Nürburgring. 250 Teams und über 700 Fahrer gehen am Samstag (15.05.2010 14:00 Uhr) and en Start. Es wird jede Menge Arbeit, PS, Benzingeruch, Lärm, Stress, Nerven, jede Menge Stunden ohne Schlaf, aber auch ein Haufen Spaß, Racing und … ganz kurz und bündig: Es wird ein Abenteuer.
Ich könnte hier jeden einzelnen Fahrer porträtieren, aber es ist ein ziemlich großer Haufen ... Über zwei Jahre würde es dauern, bis ich hier den letzten vorgestellt habe, vorausgesetzt ich würde ein Profil pro Tag „uploaden“. Außerdem wäre es ein wenig langweilig so auf die Dauer … und hätte eigentlich keinen Sinn. Aber es gibt eine Lösung! (Nein, nichts von Ratiopharm) Denn auf einen Fahrer freue ich mich besonders. Ladies and lads, girls and gentleman: Am meisten freue ich mich auf Tom Coronel.
Seit 20 Jahren ist er im Motorsport zugange und in seiner Heimat ist der Niederländer eine echte Persönlichkeit, Experte und … Kult. Wenn es um Motorsport geht, wird der „Major Tom“ immer um eine Meinung gefragt. Er ist quasi der niederländische Niki Lauda. Und obendrauf ist er noch eine sehr herzliche, humorvolle und einfach nur eine einzigartige Person.
Man kann sagen, dass ihm sein Talent schon, buchstäblich, in die Wiege gelegt worden war. Ein Umstand, den Tom Coronel selbst überhaupt nicht bestreitet: "Ich hatte ja keine Wahl. Alles hat nämlich damit begonnen, dass mein Zwillingsbruder und ich nach einem Auto benannt wurden" - Papa Coronel hat sich etwas ganz tolles ausgedacht und taufte den Nachwuchs auf die Namen Tim Alfa und Tom Romeo... (Sein Bruder ist ebenfalls im Motorsport tätig)
Prompt tauchte Tom Coronel Ende der 1990er-Jahre an der Schwelle zur Formel 1 auf, nachdem er 1997 die japanische Formel-3-Meisterschaft sowie das Formel-3-Masters in Zandvoort und 1999 die prestigeträchtige Formel Nippon für sich entschieden hatte. Diese Erfolge brachten dem Niederländer einen Formel-1-Test bei Arrows ein, doch dort setzte man für 2000 auf ein anderes Fahrergespann.
Statt Coronel griffen bei Arrows dessen Landsmann Jos Verstappen und - wie es das Schicksal eben so will - de la Rosa ins Lenkrad. Dem Formelsport sagte Coronel daraufhin Lebewohl und widmete sich vollkommen den Tourenwagen, Le Mans und 2009 (zusammen mit Bruder Tim) sogar der Rallye Dakar. In Okayama 2008 hatte sich "Major Tom" seinen ersten Rennsieg in der WTCC geholt.
Was ihn am meisten ausmacht, ist seine Professionalität, Leidenschaft für den Motorsport, knallharte Analysen, Offenheit, Einfachheit und ein großartiger Sinn für Humor.
Diesen Humor werde ich am Samstag testen. Bin sehr gespannt, wer mehr Witze innerhalb einer Minute erzählen kann … Tot gauw, Tom!
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