Doppel-Olympiasieger Simon Ammann hat sich auch die Krone der Skiflieger gesichert. Bei der WM im slowenischen Planica lag der Schweizer nach vier Durchgängen vor Gregor Schlierenzauer aus Österreich. Bronze ging an den Norweger Anders Jacobsen.
"Es ist phänomenal", jubelte Ammann, der erstmals überhaupt beim Skifliegen auf dem Podest ganz oben stand. "Ich stand enorm unter Druck. Der Weltrekord war aber wegen der Windverhältnisse im unteren Teil der Schanze nicht drin", sagte der Schweizer, der sich mit dem weitesten Sprung der Konkurrenz mit 236,5 Meter immerhin die nationale Bestmarke sicherte. Bis auf die Vierschanzentournee hat der Schweizer nun alles gewonnen, was es im Skispringen zu gewinnen gibt.
Besonders bitter war der Wettkampf für den Polen Adam Malysz. Der Pole lag lange Zeit auf Silberkurs und wurde erst im letzten Sprung von Schlierenzauer und Jacobsen, der sich am zweiten Wettkampftag noch von Platz acht auf den Bronzerang vorkämpfte, vom Podest verdrängt. Am Ende fehlten dem Routinier 0,4 Punkte auf eine Medaille. "Es war nochmals ein richtig lässiger Einzelwettbewerb", sagte Schlierenzauer. "Ich habe mich noch einmal hingekämpft. Simon ist aber ein Stückchen besser, hat eine Bomben-Saison hingelegt. Aber ich bin auch zufrieden."
Das Ergebnis im Überblick:
1. Simon Ammann (Schweiz) 935,8 Pkt. (215,5/216,5/227,0/236,5 m)
2. Gregor Schlierenzauer (Österreich) 910,3 (209,5/205,0/222,5/230,5)
3. Anders Jacobsen (Norwegen) 894,0 (217,0/194,5/230,5/227,5)
4. Adam Malysz (Polen) 893,6 (217,5/215,0/211,0/211,5)
5. Robert Kranjec (Slowenien) 873,5 (223,5/203,5/212,5/222,5)
6. Wolfgang Loitzl (Österreich) 865,3 (207,0/211,5/213,5/200,0)
7. Thomas Morgenstern (Österreich) 855,4 (196,5/211,5/225,5/215,5)
8. Antonin Hajek (Tschechien) 844,9 (203,5/210,5/223,5/236,0)
9. Bjørn Einar Romøren (Norwegen) 844,5 (214,5/196,5/205,0/223,0)
10. Martin Koch (Österreich) 839,8 (208,5/206,0/220,0/200,0).
Quelle: eurosport

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