Jede Woche beschreibe ich an dieser Stelle, in welche Person ich mich am liebsten versetzen lassen würde, mit wem ich für jedes Geld der Welt tauschen möchte und würde (oder auch nicht), und wen ich in den vergangenen Tagen am meisten um etwas beneidet habe.
Charlie Whiting und seine Knöpfe
Kleine Kinder sind wild darauf. Und auch Erwachsene tun es sehr gerne. Denn es gibt einen ein Gefühl von Macht und Kontrolle, auch wenn es sich albern anhört. Das auf-den-Knopf-drücken. Wer kennt es aus seiner eigenen Kindheit nicht? Zu Hause auf der Fernbedienung, auf der Straße die Ampel oder im Aufzug; überall locken die Knöpfchen. Und wehe, man lässt ein Kind nicht drücken! Da kann man was erleben … Es gibt Menschen, die das auf-den-Knopf-drücken zum Beruf gemacht haben und einer davon ist Charlie Whiting, der Formel1 Renndirektor. Dort hat er das Sagen, und erst wenn er auf den roten Knopf gedrückt hat, geht der Zirkus los.
Nicht viele Menschen können von sich behaupten, dass sie vor ihrem 30-ten Lebensjahr alles erreicht haben, was sie vorhatten zu erreichen. Aber Charlie Whiting kann es.
Bereits im Jahr 1976 war er im Motorsport beschäftigt. Damals hat er die Rennautos für die Formel Rallye in Brands Hatch, England vorbereitet. Einige Zeit später finge er an für Bernie Eccleston (den regierenden Formel1-Boss) im seinen damaligen Rennstall „Brabham“ zu arbeiten wo er sich innerhalb von 10 Jahren nach oben arbeitete: vom Mechaniker bis zum Chefmechaniker und Chefingenieur. Im Jahr 1988 wurde er bei der FIA angeheuert und ab 1997 hat er die Funktion des Rennleiters und ist auch für die Sicherheit der Rennen zuständig.
Innerhalb von 20 Jahren hat Whiting sein Ziel, von dem er, seit er 12 war, geträumt hatte, erreicht: in der Formel 1 zu arbeiten.
Charlie Whitings Aufgaben beschränken sich nicht nur auf das Rennwochenende. Er ist zuständig für die Sicherheit, Inspektion der Strecken und Ablauf aller Tests und Rennen. Und er darf auf das Knöpfchen drücken! Ohne sein Kommando kann das Rennen nicht starten.
Sehr gerne würde ich nur einmal im Leben diesen berühmten Knopf drücken und daraufhin zuschauen, wie auf mein Kommando der schönste Zirkus der Welt beginnt: Das Formel1-Rennen.
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