Jede Woche beschreibe ich an dieser Stelle, in welche Person ich mich am liebsten versetzen lassen würde, mit wem ich für jedes Geld der Welt tauschen möchte und würde (oder auch nicht), und wen ich in den vergangenen Tagen am meisten um etwas beneidet habe.
Arsene Wenger sagte einmal: "Was ich einfach nicht verstehe ist, weshalb dieser Mensch machen kann, was er will, und ihr ihm trotz alledem zu Füßen liegt." Seit über 22 Jahren ist der vom Arsenal-Coach genannte „Mensch“ Trainer bei Manchester United, dem Erzrivalen Arsenals und eigentlich jeder anderen Mannschaft nicht nur in der englischen Premier League, aber in der ganzen Welt des Fußballs. „Er“ ist Alexander Chapman Ferguson, 67 Jahre alt, geboren im schottischen Glasgow.
Die jetzige Mannschaft, der Red Devils gilt als die beste in der Karriere des Rechthabers mit der ruppigen Arbeitsweise. Mit Manchester United hat Sir Alex eine Marke geschaffen sowohl wenn es um das Team, als auch um den Coach selbst geht.
Er hat seinen eigenen Führungsstill der die Gemüter auf der Welt spalten mag, der aber zweifellos funktioniert. Wutausbrüche, Psychotricks, Erfolg: Dies sind nur ein paar „Markenzeichen“ des knorrigen Schotten, der schon seit 35 Jahren im Trainerstuhl sitzt. Und er hat noch immer nicht genug, hat immer noch Power und Ehrgeiz, was seine Feinde nur noch umso mehr ärgert. Was sein Erfolgsgeheimnis ist, möchte nicht nur der oben zitierte Arsene Wenger wissen.
Fergusons Temperament und der bei Wutausbrüchen purpurrot anschwellende Kopf waren schon legendär, als er mit Aberdeen 1983 nach Siegen über Bayern und Madrid überraschend den Europokal der Pokalsieger gewann: Hinter seinem Rücken nannte die Mannschaft ihren Coach "Furious Fergie." Seine Schimpftiraden sind wegen ihrer Windstärke als "Hairdryer Treatment" (in etwa: Fönbehandlung) in den englischen Volksmund eingegangen. Während seiner Zeit bei Manchester United wurden unter anderem Stars wie Roy Keane, Ruud van Nistelrooy und David Beckham vom Fergie-Orkan umgeblasen. Beckham bekam von Ferguson einst bei einem Wutausbruch gar einen Fußballschuh an die Stirn gepfeffert. Mit einer Schnittwunde über dem linken Auge kam er noch glimpflich davon.
Auch die „Trainerkollegen“ und die Medien verschont der Schotte nicht. Die einen werden in den Pressekonferenzen öffentlich beleidigt, die anderen zum psychologischen Machtspielchen um die anderen zu beleidigen und verunsichern benutzt. Alex Ferguson versteht sein Fach sowohl auf dem Fußballfeld als auch von den Kameras der Welt.
Noch vor Kurzem erklärte er, dass er es sich sehr gut vorstellen könne noch mit 70 als Trainer zu arbeiten. Na, wenn sich da die „Betroffenen“ nicht gefreut haben …
Warum schreibe ich aber eigentlich über Sir Alex? Als eingefleischter Liverpool Fan habe ich wenig für den Coach der ewigen Rivalen aus Manchester übrig. Also, dieser Mensch mag einem nicht sympathisch sein, aber man tut sich schwer, ihn nicht zu bewundern. Schon alleine für seine Erfolge. In fußballerischer Hinsicht scheint es, dass ihn nichts umhauen kann; dass alles, was er nur anfasst, gelingen muss und wird. Und dann ist da noch seine Persönlichkeit. Diese grobe, rüpelhafte Arroganz und Eigensinnigkeit. Der Mann machte und sagt was er will und denkt nicht mal eine Sekunde drüber nach, was die anderen darüber denken oder sagen. Mann muss es ihm zugeben; Sir Alex ist eine Persönlichkeit schon wegen seiner Persönlichkeit. Auch wenn er der Coach der Feinde ist, fairerweise verspürt man schon gewissen Respekt.
Warum schreibe ich aber eigentlich über Sir Alex? Als eingefleischter Liverpool Fan habe ich wenig für den Coach der ewigen Rivalen aus Manchester übrig. Also, dieser Mensch mag einem nicht sympathisch sein, aber man tut sich schwer, ihn nicht zu bewundern. Schon alleine für seine Erfolge. In fußballerischer Hinsicht scheint es, dass ihn nichts umhauen kann; dass alles, was er nur anfasst, gelingen muss und wird. Und dann ist da noch seine Persönlichkeit. Diese grobe, rüpelhafte Arroganz und Eigensinnigkeit. Der Mann machte und sagt was er will und denkt nicht mal eine Sekunde drüber nach, was die anderen darüber denken oder sagen. Mann muss es ihm zugeben; Sir Alex ist eine Persönlichkeit schon wegen seiner Persönlichkeit. Auch wenn er der Coach der Feinde ist, fairerweise verspürt man schon gewissen Respekt.
Warum möchte ich also für einen Tag mit „Fergie“ tauschen? Um sich einmal wie der bekannteste, meist befürchtete und erfolgreichste Trainer der Welt zu fühlen? Um einen Tag lang jeden der vorbeikommt beschimpfen zu können und es zu dürfen? Vielleicht. Ich würde gerne einfach mal einen Tag lang mit schottischem Akzent sprechen können. Dann würde ich gerne Cristiano Ronaldo anrufen und fragen, warum er immer so viel Gel in seine Haare schmiert. Ich würde gerne einmal mit Wayne Rooney frühstücken und in den Pub gehen; die ganze ManU-Mannschaft während des Trainings vollbrüllen - einfach so, ohne Grund, nur weil ich es in dem Moment KOENNTE. Und außerdem würde es mir als Liverpool-Fan ganz besonders viel Spaß machen … Ist ja klar.
Es würde mich auch gewisse Vorteile für die Zukunft bringen, einen Tag in der Haut des Alex Fergusons zu stecken: Ich könnte mir seine Tricks und Strategien abschauen und später damit meinem Team helfen … Wäre ja auch eine Möglichkeit, gell?
Dies sind alles gute Gründe. Die ManU-Fans da draußen wissen sicherlich noch einige.
Aber nein … es gibt da noch etwas, was mich wurmt ...
Der wirkliche Grund warum ich WIRKLICH für einen Tag mit dem Sir Alex Ferguson tauschen möchte ist, dass ich gerne die Antwort auf die eine Frage hätte, die sich die gesamte Menschheit schon seit Jahren stellt und vergeblich auf eine Auflösung wartet. Ich möchte endlich einfach mal wissen, welche Marke von Kaugummis Fergie eigentlich immer so fleißig am Kauen ist?!

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