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Sonntag, 30. August 2009

Jo Nesbo- "Schneemann"


"Ween die harten die Kontrolle verlieren, verlieren sie immer gleich gründlich."
"Warum?"

"Vielliecht weil sie es so wenig gewohnt sind, die Kontrolle zu verlieren."


Jo Nesbo, "Schneemann"

Ein Serienmörder verbreitet Angst und Schrecken, seine unschuldigen Opfer: junge Mütter. Kommissar Harry Hole irrt durch ein Labyrinth aus Verdächtigungen und falschen Fährten. Als seine Freundin Rakel ins Visier des Killers gerät, entwickelt sich ein mörderisches Duell.

Serienmörder haben einen gewissen Mythos. Denn während in den vergangenen Jahrzehnten die Krimiszene geradezu von Serienmördern überflutet wurde, gibt es sie im Alltag zum Glück mitnichten so häufig, wie uns die Kriminalliteratur suggerieren mag. Gerade der Typ Serienkiller, der zu einem Katz-und-Maus-Spiel mit seinem Widersacher bei der Polizei neigt, ist für Krimileser inzwischen zu Fast Food verkommen und in der Realität ein so gut wie nie zu beobachtendes Phänomen.

Doch dass aus diesem Stoff auch ein wahrer Gourmet-Krimi entstehen kann, das beweist Jo Nesbö mit seinem Schneemann. Sein Kommissar Harry Hole, ein Alkoholiker, der gerade mal wieder trocken ist und immer wieder schwere Gefechte gegen seine Sucht austragen muss, erhält einen anonymen Brief, in dem Morde angekündigt werden. Er startet auf eigene Faust Ermittlungen über die verschwundenen jungen Mütter der letzten zehn Jahre und kommt zu dem Schluss, dass deutlich zu viele nicht mehr aufgetaucht sind. Gerade am Tag des Wintereinbruchs gab es in Oslo immer wieder ungelöste Fälle. Und auch in diesem Jahr verschwinden wieder zwei junge Mütter. Da an den Tatorten ein Schneemann steht, den der Täter dort gebaut hat, hat der Serienmörder schnell seinen Namen weg.

Die Ganze Kritik zu lesen hier.

Quelle: krimi-couch.de

Samstag, 29. August 2009

Torres protagoniza la nueva portada del PES 2010


El misterio queda desvelado. La multinacional japonesa de videojuegos Konami ha presentado de forma oficial la nueva portada de su producto estrella, el Pro Evolution Soccer, en la cual Fernando Torres es protagonista junto al jugador argentino del F.C. Barcelona Lionel Messi. El juego se lanzará para PlayStation 3, PC y Xbox 360 el próximo 22 de octubre. En PS2 y PSP lo hará el 5 de noviembre, mientras que Wii recibirá el juego el 19 de noviembre.

El pasado mes de junio se anunció el acuerdo que hoy se materializa en la nueva portada. A la hora de valorar el juego Torres aseguró que “todo el mundo sabe que en cuanto a simuladores de fútbol, PES de Konami es con diferencia el título más realista que existe. El nuevo juego es impresionante y estoy ansioso de poder verme a mí mismo en acción en PES 2010.” Por su parte, Jon Murphy, máximo responsable Europeo de PES se mostró encantado con la flamante incorporación del ‘9’: “Fernando representa todo lo bueno del juego moderno, ritmo, talento y visión, tres elementos que son clave en PES 2010 como simulador futbolístico.”

Quelle: fernando9torres.com
Foto: konami

Donnerstag, 27. August 2009

"Paris"

Der Episodenfilm ist kein einfaches Genre: Leicht gerät ein Teil zu langatmig, schnell wirken die Geschichten zu künstlich und bemüht miteinander verwoben. Häufig fällt dem Zuschauer die Identifikation mit den Figuren schwer – schließlich sieht er viele von ihnen über den gesamten Film verteilt insgesamt nur wenige Minuten auf der Leinwand. Doch der spätestens seit den beiden L’Auberge Espagnol-Filmen auch in Deutschland bekannte Regisseur Cédric Klapisch umschifft all diese Stolpersteine in seiner Tragikomödie „So ist Paris“ erfolgreich. Der Franzose zeichnet darin ein faszinierendes Bild seiner Hauptstadt, indem er unterschiedlichste Charaktere porträtiert und dabei geschickt ausbalanciert Komik, Tragik und Dramatik einsetzt.

Der Tänzer Pierre (Romain Duris) ist schwer krank, nur eine Herztransplantation kann sein Leben noch retten. Er zieht sich zurück, meidet soziale Kontakte und findet eine neue Lieblingsbeschäftigung: Stundenlang steht er am Fenster und denkt sich Geschichten über die Menschen aus, die er beobachtet. Als er seiner Schwester Élise (Juliette Binoche) von seiner Krankheit erzählt, zieht die kurzerhand mit ihren drei Kindern bei ihm ein. Da Pierre sich nach körperlicher Nähe sehnt, klingelt sie unter einem Vorwand bei seiner hübschen Nachbarin Laetitia (Mélanie Laurent), um sie auszufragen – dummerweise ist jedoch gerade ihr Freund zu Besuch. Für Pierre wäre in Laetitias buntem Liebesleben aber ohnehin wenig Platz gewesen: Neben ihrem Freund schläft diese nämlich auch noch mit ihrem Professor Roland Verneuil (Fabrice Luchini), der nach dem Tod seines Vaters in eine Midlife Crisis geschlittert ist…

Eine Inhaltszusammenfassung kann bei einem Episodenfilm nur unvollständig geraten: Außerdem geht es in „So ist Paris“ beispielsweise noch um einen Marktverkäufer, der am Abend in einem Restaurant als Rock-’n-Roll-Sänger auftritt, dessen latent alkoholsuchtgefährdete Kollegin und einen Einwanderer aus Kamerun. Und da wären wir auch bei dem einzigen kleinen Hindernis, das sich Regisseur Cédric Klapisch zudem auch noch selbst beim Schreiben des Drehbuchs in den Weg gestellt hat: Die Episode um einen Afrikaner, der seine Reise nach Europa in einem kleinen Motorboot antritt, wirkt leider völlig deplaziert. Die pathetisch gefilmten Bilder von Dutzenden Afrikanern, die ihre kleine Nussschale ins offene Meer schieben, wirken wie eine nachlässige Abhandlung der Pariser Immigrationsproblematik. Der Filmlänge von 129 Minuten hätte eine Streichung dieses Teils gut getan – insgesamt fällt der Kritikpunkt jedoch nicht sonderlich ins Gewicht, da die Flüchtlingsgeschichte eben nur wenige Minuten ausmacht.
Ansonsten hat Cédric Klapisch so unterschiedliche wie stimmige Alltagsgeschichten zusammengetragen. Wie es in Episodenfilmen üblich ist, verzichtet er auf jegliche Charaktereinführung. Dadurch fühlt sich der Zuschauer, als würde er für ein paar Augenblicke am Leben der Figuren Teil haben. Um die einzelnen Storyelemente noch kompatibler zu machen, bedient er sich so genannter Match Cuts – bei dieser Schnitttechnik gehen die Bewegungen der verschiedenen Szenen ineinander über. Über den Einsatz dieser relativ simplen Technik lässt sich zwar streiten, sämtliche sonstige Regie-Arbeit ist jedoch grandios: Weich gezeichnete Bilder in gedeckten Farben zaubert Cédric Klapisch ebenso spielend leicht auf die Leinwand wie herrliche Totalen von Frankreichs Vorzeigemetropole. Neben typischen Postkartenidyllen zeigt er dem Zuschauer auch unbekannte Schauplätze wie einen Großmarkt am frühen Morgen oder eine mit versteckter Kamera aufgenommene Modenschau.
Der Fokus der Geschichte liegt klar auf Pierre und seiner Schwester Élise. Die übrigen Episoden erhalten weniger Aufmerksamkeit und werden nur in der Schlussszene minimal ineinander verwoben. Das zeichnet „So ist Paris“ jedoch aus: Anstatt plötzlich die Geschichten künstlich ineinander laufen zu lassen, bekommt der Zuschauer wunderbare, für sich stehende Kurzgeschichten auf dem goldenen Tablett serviert. In funkelnd schönen Bildern, die von einem grandiosen Soundtrack untermalt werden, erzählt „So ist Paris“ dem Zuschauer ein Stück Alltag einer Vielzahl von Charakteren, ohne ihn dabei trotz der plötzlichen Szenenwechsel zu viel Konzentration abzuverlangen. Denn obwohl sich Regisseur Klapisch zum Teil eher düsterer Themen bedient, inszeniert er seine ganz unterschiedlichen Geschichten dennoch stets auch mit einer angenehmen Leichtigkeit.
Stefan Ludwig

Quelle: filmstarts.de

Mittwoch, 26. August 2009

Fotos vom Abschlussfeier der Macromedianer.






'Alonso rijdt in 2010 zeker voor Ferrari'


'Alonso rijdt in 2010 zeker voor Ferrari'

Tweede coureur nog vraagteken

[25-08-2009] Het is vanwege het ongeluk van Felipe Massa en de vraagtekens rond zijn herstel onduidelijk wanneer Ferrari naar buiten brengt dat Fernando Alonso in 2010 voor de Scuderia rijdt. Maar dat de transfer doorgaat, is zeker.Het was de bedoeling dat de aankondiging half september tijdens Ferrari's thuisrace op Monza zou plaatsvinden. Naast de komst van Alonso zou ook de meerjarige deal met sponsor Santander worden bevestigd.

Het ongeval van Massa in Hongarije heeft voor de nodige complicaties gezorgd. Ferrari was van plan Alonso als teammaat van Massa te bevestigen en het doorlopende contract van Kimi Raikkonen af te kopen.

Ferrari heeft echter geen idee wanneer Massa in staat is terug te keren. Het is niet geheel uitgesloten dat hij de start van seizoen 2010 aan zich voorbij moet laten gaan. De kans dat hij dit jaar nog terugkeert, wordt door GP Week op nul geschat.

“Ferrari was inderdaad van plan zijn toekomstplannen in Italië te onthullen”, meldt een bron aan het online tijdschrift. “De enige vraag is wie de teamgenoot van Alonso wordt. Uit respect voor Massa heeft Ferrari de aankondiging uitgesteld, omdat er eerst duidelijkheid in zijn situatie moet komen.”

Als Massa op tijd en volledig fit is, wordt hij gekoppeld aan Alonso. Indien het herstel van de Braziliaan langer duurt, heeft Ferrari verschillende opties. Toch doorgaan met Raikkonen, afwachten of Michael Schumacher alsnog in staat is zijn rentree te maken of Robert Kubica contracteren. De Pool is op de markt omdat BMW heeft besloten uit de Formule 1 te stappen.

Quelle: formule1.nl

Mittwoch, 19. August 2009

"Departed"

Martin Scorsese bewegt sich mit „Departed: Unter Feinden“ wieder in dem Genre, das immer noch gewissermaßen den Kern der Marke Scorsese ausmacht: harter Thriller mit gesellschaftlichem Tiefgang. Dass früher alles besser war, insbesondere die Filme von Martin Scorsese, lässt sich selbstverständlich auch weiterhin wohlfeil behaupten.

Der Film spielt in Boston. Die Cops kämpfen gegen die Iren-Mafia. Es geht um harte Kerle, die lieber nicht ein Produkt der Gesellschaft sein möchten, sondern es vorziehen, die Gesellschaft zu ihrem Produkt zu machen. So formuliert es Gangsterboss Costello (Jack Nicholson) gleich zu Beginn. Costello scheint es in gewisser Weise geschafft zu haben, die Antagonisten Billy (Leonardo DiCaprio) und Colin (Matt Damon) werden tragisch daran scheitern. Billy hat seine Laufbahn als Polizist noch gar nicht angetreten, da schicken ihn seine Vorgesetzten Queenan (Martin Sheen) und Dignam (Mark Wahlberg) schon wieder zurück auf die andere Seite des Gesetzes. Dorthin, wo jemand mit seinem gesellschaftlichen Hintergrund sich normalerweise aufzuhalten hätte. Er soll als verdeckter Ermittler in Costellos engsten Umkreis gelangen, und er löst diese Aufgabe mit Bravour. Sein Gegenstück Colin wurde schon als Kind von eben jenem allmächtigen Costello für die Mafia rekrutiert (inhaltlich eine Parallele zu GoodFellas, allerdings völlig anders in Szene gesetzt). In seinem Auftrag macht er steil Karriere bei der Polizei. Er schafft es in eine Luxuswohnung mit Aussicht auf die goldene Kuppel des Parlamentsgebäudes, bleibt seiner Vaterfigur aber immer verpflichtet und versorgt ihn mit Informationen über die Pläne seiner Feinde. Durch die Arbeit des jeweils anderen wird die Luft für die beiden Maulwürfe Billy und Colin nun langsam, aber stetig immer dünner. Zudem – das ist die eine von zwei dramaturgischen Zuspitzungen gegenüber dem asiatischen Original - gibt es eine Verbindung zwischen ihnen, von der sie nichts ahnen: Madolyn (Vera Farmiga), die einzige (!) Frau in diesem Film. Sie ist Psychologin. Was sonst? Mit Colin will sie eine Beziehung aufbauen, betrügt ihn aber schließlich mit Billy, nicht ahnend, dass Colin sie mit seiner ganzen Existenz betrügt.

Dieser Film ist in jeder Hinsicht hervorragend. Von der atemberaubenden Einführung der Figuren in den ersten 15 Minuten (oder war es eine ganze Stunde, nur man hat es nicht bemerkt?) bis zum konsequenten Endpunkt der Geschichte (wenngleich letzterer bei „Infernal Affairs“ etwas mehr überzeugt). Was aber den stärksten, weil direktesten Eindruck macht, sind ohne Zweifel die Leistungen der Schauspieler.

Man glaubt es kaum, aber es gibt da auch zwei nicht ganz so bekannte Namen. Vera Farmiga ist eine hervorragende Charakterdarstellerin und stellt das in der Rolle der sensiblen Madolyn erneut unter Beweis. Ray Winstones Gesicht hat sich, wer Sexy Beast oder The Proposition gesehen hat, wahrscheinlich schon gemerkt. Winstone gibt einen derartig feisten Costello-Gehilfen, dass es eine reine Freude ist, ihn neben Nicholson agieren zu sehen. Einem mal wieder klassisch fiesen Nicholson, unnachahmlich zum Beispiel dann, wenn er langsam Verdacht schöpft, beziehungsweise eine Verräter-Ratte riecht. Phantastisch auch der talentierte Mr. Damon als Colin: Jungenhafter Karrieristencharme, halb Mittel zum Erfolg, halb echte Kindlichkeit, die dem Tempo der Karriere nicht mehr ganz hinterherkommt, gerade die entscheidende Spur zur Schau gestelltes Selbstbewusstsein zu viel, die ganze Zeit das Gefühl beim Zuschauer: Ja, ich kenn diese Typen!, aber niemals Karikatur. Wie Colin schließlich merkt, dass er den Krieg zwischen Cops und Gangstern nicht mehr kontrollieren kann, die Dinge, die er für sicher hielt plötzlich wegbrechen, er am Ende nur noch um seine Existenz kämpft, und in dem Moment, als er gewonnen hat, schon weiß, dass er verloren hat. Das spielt Damon so spannend und komplex, wie es im Drehbuch angelegt ist.

Dann Leonardo DiCaprio. DiCaprio war schon immer ein mitreißendes Erlebnis, mit seiner Rolle neben Johnny Depp und Juliette Lewis in Lasse Hallströms „What’s Eating Gilbert Grape“ 1993 angefangen. Dennoch hat man das Gefühl, dass er mit jedem Film, den er zusammen mit Martin Scorsese dreht, besser und besser wird. Die Tragik des von ihm verkörperten Billy liegt darin, dass er aus seinem Milieu raus wollte, sich aber in einer Situation wiederfindet, in der er aus jeglicher sozialen Bindung raus ist, ohne jede Sicherheit, völlig verloren. Nur zwei Menschen kennen seine Identität, Quenam und Dignam, die ihn als Werkzeug ansehen und Guter-Bulle-böser-Bulle mit ihm spielen (allein wie Martin Sheen und Mark Wahlberg dieses Paar verkörpern, würde übrigens auch schon fast ausreichen, selbst einen schlechten Film noch zu retten). Gleichzeitig ist er direkt beteiligt an Costellos Verbrechen und seine Mitschuld wächst mit jedem weiteren gescheiterten Versuch, den Gangsterboss zu verhaften. DiCaprio ist Billy, ist die Identifikationsfigur in diesem Film, ist reine Anspannung, den ganzen Film durch zwischen Explosion und Insichzusammenfallen. Billys Präsens und die Hilflosigkeit dahinter werden DiCaprio unvermeidbar seine dritte Oscarnominierung einbringen.

In der Figur Billys und der Art, wie DiCaprio sie darstellt, zeigt sich auch besonders deutlich die Daseinsberechtigung des Remakes. Denn die Akzente sind in „Departed“ und „Infernal Affairs“ grundsätzlich anders gesetzt. „Infernal Affairs“ steht seinen Figuren distanzierter gegenüber. Die genau konstruierte Geschichte und ihre allgemeingültige Moral werden in den Vordergrund gestellt. „Departed“ dagegen ist rau und dicht und stürzt sich in die Psychologie seiner Figuren. Weil das so gut gelingt, ist es der packendere Film, der seine zweieinhalb Stunden Länge mühelos füllt. Was den Schluss anbelangt, hat „Departed“ allerdings im direkten Vergleich das Nachsehen. Einerseits direkter und deshalb härter und lakonischer als sein Vorbild, bekommt Scorsese andererseits doch Angst vor der eigenen Courage und verschafft den emotional geklatschten Zuschauern in letzter Sekunde noch eine eher billige Erleichterung. Konsequent ist auch dieses Ende, aber im Vergleich zu „Infernal Affairs“ fällt es ab und wäre aus künstlerischer Sicht nicht zwingend nötig gewesen. Hier darf spekuliert werden, ob es Testvorführungen mit verschiedenen Schlussvarianten gab, und man sich schließlich für die im ersten Augenblick dann doch noch irgendwie trostreichere Variante entschieden hat.

Von diesem Kritikpunkt abgesehen, noch kurz ein paar Selbstverständlichkeiten, die bei den meisten anderen Filmen nicht selbstverständlich wären. „Departed“ ist überragend gut photographiert. Man könnte einzelne Szenen hervorheben, z.B. wie Costello den Film buchstäblich eröffnet, gleich als bestimmender Mittelpunkt mit den Zuschauern ins Geschehen und dabei selbst erst langsam aus dem Schatten tritt. Wirklich gut ist aber, wie der Tonfall der Geschichte und die durch die Bilder transportierte Atmosphäre eine Einheit bilden. Kein Element drängt sich unnötig in den Vordergrund. Das gilt ganz allgemein, nicht nur für die Kamera: Die Spannung entsteht aus der Situation der Figuren und wird durch die genretypischen filmischen Mittel nur unterstützt. Die Dialoge sind scharfzüngige Filmdialoge, natürlich kein realistisches Sprechen, aber eben nicht aufgesetzt. Die Musikauswahl, vom leitmotivisch gebrauchten, mit treibenden Gitarrenriffs unterlegtem irischen Folk-Crossover bis hin zum Pink-Floyd-Soft-Rock zur Liebesszene, sitzt passgenau. Ja, auch letzterer, weil er gerade nicht verkitscht, sondern nüchtern den mäßig romantischen Charakter kommentiert, zumindest wenn man mit einem Ohr auf den Text achtet.
Scorsese hat zusammen mit seinem Dream Team einen beeindruckenden Thriller auf aufregende Weise und in fast jeder Hinsicht überzeugend neu verfilmt. Absolut standesgemäß, also großartig.
Martin Thoma


Dienstag, 18. August 2009

Viele Menschen behen den Fehler...

"Viele Menschen begehen den Fehler, alles wiederholen zu wollen. Sie geben sich nicht mit einer Erinnerung zufrieden, sie wollen die schönen Stunden ihres Lebens noch einmal erleben. Immer und immer weider. Deshalb fliegen sie ein weiteres Mal zu dem Urlaubsort, wo es ihnen so gut gefallen hat, sehen sich den Kinofilm gleich mehrfach an und schlafen mit dem Ex, obwohl sie glücklich in einer Beziehung stecken. Nur um festzustellen, dass es in der Regel nie mehr so sein wird wie beim ersten Mal. Denn Glücksempfindungen sind nicht beliebig reproduzierbar. Man kann sie nicht per Knopfdruck abrufen. Paradoxerweise gilt das jedoch nicht für Schmerz, Leid und Qualen..."
Sebastian Fitzek "Splitter"

Donnerstag, 13. August 2009

Montag, 10. August 2009

"Paris je t'aime"


Heiße Flirts am Montmartre, romantische Spaziergänge an den Ufern der Seine, schnuckelige kleine Hotels - wer denkt da nicht an die Liebe? 21 internationale Filmemacher und jede Menge Stars wandeln auf den Spuren derjenigen, deren Herz heftig pocht oder blutet und streifen dabei durch 18 Arrondissements, für jedes durften sie sich fünf Minuten nehmen.

Tom Tykwer erzählt brillant von vergangener Leidenschaft mit Natalie Portman als junger Frau, die ihrem blinden Freund per Telefon den Laufpass gibt und bei ihm eine Krise auslöst, Elijah Wood erlebt eine ungewöhnliche Romanze mit einem Vampir, Nick Nolte turtelt mit einem blutjungen Mädchen, Gena Rowlands und Ben Gazzara lügen sich trotz Scheidung bei einem Gläschen "vin rouge" die Hucke voll. Ein Amerikaner in Paris ist Steve Buscemi, der völlig irritiert an ein ausgeflipptes Pärchen gerät - eine der witzigsten Episoden.


Der muntere Reigen an kleinen und feinen Geschichten, die die Klischees von der "Stadt der Liebe" vertiefen und manchmal auch zerschlagen, ist nicht nur etwas für Pariskenner, sondern für alle, die ihre Gefühle nicht auf Eis legen. Es liegt Lust in der Luft bei dieser cineastischen Tour durch die französische Metropole. Einatmen!

Margret Köhler
Quelle: kino.de

Sonntag, 9. August 2009

"Los abrazos rotos"

Schon beim Casting für seinen neuen Film verliebt sich der junge Regisseur Mateo Blanco (Lluis Homar) leidenschaftlich in die wunderschöne Hauptdarstellerin Lena (Penelope Cruz). Eine gefährliche Leidenschaft, denn Lena ist mit dem vermögenden Produzenten (Jose Luis Gomez) des Film liiert, der jeden ihrer Schritte argwöhnisch überwachen lässt. Und auch Mateos treue Agentin Judit ( Blanca Portillo) reagiert eifersüchtig. Die Lage spitzt sich bei den Dreharbeiten immer weiter zu und gipfelt in einem tragischen Autounfall. 14 Jahre später führt Mateo, der sit dem Unfall blind ist, ein ruhiges Leben als Autor- bis ihn die Vergangenhit wieder einholt und die Ereignisse erneut eine dramatische Wendung nehmen...

Nach dem überweltigenden internationalen Erfolg von "Volver" kehrt Pedro Almodovar, der Meister des melodrams, zurück mit einer grossen, dramatischen Liebesgeschichte und der hinreißenden Penelope Cruz.

Pedro Almodóvar
beweist mit seinem neuesten Meisterstück einmal mehr, warum er ein genialer Ausnahmeregisseur ist. Er mischt verschiedene Zeitebenen und mediale Systeme, wechselt elegant die Genres und zitiert ebenso dreist wie humorvoll fremde wie eigene Kinohighlights. Die Handlung entwickelt er äusserst raffiniert und auch formal spielt er sein kreatives Können aus. Dadurch gelingt es ihm mit emotionaler Kraft die Geschichte einer fatalen «Amour fou» zu erzählen, die von Verhängnis, Eifersucht, Machtmissbrauch, Verrat und einem Schuldkomplex geprägt ist. Angelpunkt dieses Dramas ist das das Making-Of der Komödie "Frauen und Koffer", die die Protagonisten des Films "Los Abrazos rotos" zu realisieren versuchen. Das Making-Of bildet eine parallel zum Film verlaufende, heimliche und eigenständige Erzählung, aus der heraus sich die tragische Liebesgeschichte von Lena und Mateo spinnt. Durch diese Verflechtung entwickelt sich "Los Abrazos rotos" zu einem Drama mit düsteren Zügen im Stil eines Thrillers der Fünfziger Jahre.

Dienstag, 4. August 2009

"Atame!"

Ricky (Antonio Banderas) geht in der Liebe mit der Sensibilität eines Steinzeitmannes vor. Zwar schlägt er seinr angebetetenen Marina (Victoria Abril) nicht mit der Keule auf den Kopf und zerrt sie an der Haaren in seine Höhle, aber er fesselt sie einfach ans Bett. Seine Zuneigung, so glaubt der Ex-Psychiatriepatient, wird sei irgendwann schon erwidern. In einer Szene des Films, Ricky hat sich gerade eine Langhaarperücke Marinas auf den Kopf gesetzt, sieht er dann auch tatsächlich aud wie ein Neandertaler.

pedro Alomodovar bringt mit "Fessle mich!" eine bitterböse Ehe-Satire auf die Leinwand, die den Kern dieser bürgerlichen Institution als sadomasochistische Bondage-Phantasie einer rücksichtslosen Männlichkeit entlarvt. Der zur Haussklavin degradierten Frau wird der Mund mit Klebeband versiegelt. Sie dient allein als Objekt und Projektionsfläche der rohen Begierden ihres Herrn und Gebieters. Bei genaueren Hinsehen aber erweist sich die Lsge als durchaus kommplizierter. Denn in diesem Film bleibt nichts eindeutigm vielmehr erscheint alles in grotesker Verdrehung.
So wirken Ricky und Marina im Verlauf ihrer fesselnden Zwangsgemeinschaft oft wie ein altes Ehepaar.Wer dabei wen dominiert, wird immer fraglicher. Ricky ist nämlich kein Unmensch. Gewissermassen entspricht er sogar dem Kinohelden klassicher Machoart, der seine Angebetenen lebenslange Treue schwört und für sie durchs feuer gehen will. Absurderweise versucht er aber, sein etwas altmodisches Liebeskonzeot mitdumpfer Gewalt durchzusetzen.
Und Marina? Sie stellt zwar äußerlich eine moderne, selbstbestimmte Frau dar. Unsichtbar ist sie jedoch an harte Drogen gefesselt und eigefangen vom männlichen Blick, dem sie sich als Pornoqueen und Gelegenheitsprostituierte gegen Bezahlung gefällig macht. Der Regisseur Maximo (Francisco Rabal), in dessen Horrorfilm Marina mitspielt, bringt diese voyeuristische Sichtweise gegenüber ihrer Schwester Lola (Loles Leon) einmal unmissverständlich auf den Punkt: "Auch wenn dein Gesicht mich anwidert, muss ich doch eingestehen, dass du über ein paar super Titten verfügst." In Marina scheint sich der - an Hitchcocks "Das Fenster zum Hof"erinnernde - Rollstuhlfahrer aber tatsächlich verliebt zu haben. Denn im Schneiderraum bemerkt seine Cutterin: "Das sit eigentlich kein Horrorfilm, sondern vielmehr ein Film über die Liebe." Und Maximo antwortet: "Wie willst du das schon auseinanderhalten?" Dies gilt genauso für "Fessle mich!" und sein wunderbar kitshcoiges Happy-end: Marina, Ricky und Lola brausen in einem knallrotten Auto mit einem fröhlichen Lied auf den Lippen zur (Schwieger-)Mutter: Ein Mann alein unter Frauen! Doch ein Horrorfilm?

Montag, 3. August 2009

"Laberinto de Pasiones"

"Labyrinth der Leidenschaften" ist ein Film, der nichts auslässt und vor nichts zurückschreckt, vor keinem Klischee, keiner Provokation und keiner Geschmacklosigkeit. Seinen Stil könnte man vielleicht als eine Art unter Drogeneinfluss beschleunigtes und von jeglichen Tabu befreites spanisches Millowitisch-Theater beschreiben. Aber vielleicht spottet er auch jeglicher Beschreibung. Das direkt aus der Regenbogesnpresse und billigen Horro-Trash-Medien rekrutierte Personal ist schier unüberschaubar. Denn pedro Almodovar schickt immer mehr skurrile Figuren in sein Komödienlabyrinth und lässt sie dort umherirren wie hystersiche Renmäuse.

Eine der rastlos Getriebenen ist Sexilia (Cecilia Roth), die sonnenempfidliche und nymphomanische Tochter eines frigiden Reproduktionsmediziners. Sexilia macht ihrem Namen zunächst alle Ehre: Vor ihr ist kein Mann sicher, der nicht bei drei auf dem Baum sitzt. Bis ihr einer Tages Riza Niro (Imanol Arias) begegnet. Auch Riza, der schwule Sohn des im Exil lebenden Ex-Kaiser von Tiran, lässt so schnell nichts anbrennen. Bis er Sexilia begegnet und schlagartig zu Heterosexualität und Monogamie konventiert.

Der Vereinigung der Liebenden stehen aber zahlreiche Hindernisse im Weg. Vor allem Toraya (Helga Line), ihres Zeichens Ex-Kaiserin des Staates Tiran. "Die Geschichte dieses Jahrhunderts", so klagt sie, "war oft molto ungerecht zu mir". Nicht zuletzt, weil sie dem tiranischen Herrscher kein Kind scheknken konnte und deshalb entthront wurde. Nun hat sich die aus unerfindlichen Gründen mit italienischem Akzent sprechende High-Society-Lady aber von Sexilia vater fruchtbar machen lassen. Sie benötigt nur noch "un poco de Sperma" vom Ex-Gemahl. Und da dieser in der Ferne weilt, ist sie wie wild hinter dem kaiserlichen Samen Rizas her. Diesem und Sexilia jagen schliesslich aber auch noch eine Gruppe muslimischer Terrosristen, ein Sensationsreporter und die Mitglieder zweier rivalisinder Punk-Bands nach.

Im Verlauf der finalen Verfolgungsjagd kommt es zur einer Szene, deren Dreistigkeit paradigmatisch ist: Eine Pförtnerin, die gerade ein starkes Abführmittel geschluckt hat, muss dringend mal wohin. Sie wird jedoch nacheinander von so vielen Leuten durch neugierige Fragen davon abgehalten, dass es ihr letztlich braun und dünnflüssig die Beine hinunterläuft. Wo andere Filme dezent wegsehen, hält dieser nämlich dei Kamera gnadenlos drauf. Da sist zwar un poco geschmacklos, aber auch molto komisch. Immerhin gönnt der Regisseur seinem liebenden Paar amEnde ein waschechtes Happy-End. Nur Toraya guckt in die Röhre. Sie wird von der muslimischen Terroristen gekidnappt: "Ach, ist das Leben molto ungerecht!"

Wasser-Fußabdruck: Deutschland verbraucht drei Mal jährlich den Bodensee!!!

03.08.2009

WWF-Studie: Deutscher Wasser-Fußabdruck von 159,5 km³ jährlich. / Wasser-Importe aus Brasilien, Elfenbeinküste, Spanien und Türkei.

© WWF

Frankfurt - Nach einer am Montag veröffentlichten Studie der Umweltstiftung WWF hat Deutschland einen jährlichen Wasser-Fußabdruck von 159,5 Mrd. m³ - das ist mehr als das dreifache Volumen des Bodensees (48 Mrd m³). Darin berücksichtigt ist nicht nur der direkte Wasserverbrauch, sondern auch das in Lebensmitteln und Industriegütern enthaltene Virtuelle Wasser. „Umgelegt auf die Einwohnerzahl hat damit jeder Deutsche einen täglichen Wasser-Fußabdruck von 5288 Litern, was etwa 25 Badewannenfüllungen entspricht“, sagt WWF-Experte Martin Geiger. Und das, obwohl der direkte Wasserverbrauch von Privatpersonen in den vergangenen Jahren kontinuierlich auf gerade einmal 124 Liter pro Tag zurückgegangen ist. Rund die Hälfte des deutschen Wasserbedarfs wird über ausländische Produkte importiert. Damit führt die Bundesrepublik, obwohl sie in einer wasserreichen Region der Erde liegt, jedes Jahr 79,5 Mrd. m³ Wasser ein.

„Wasserverbrauch ist nichts schlechtes, sondern ein natürlicher Vorgang“, erklärt Martin Geiger. „Es kommt aber immer darauf an, wann, wo und wie viel Wasser aus der Natur entnommen wird.“ Auf diese Gesetzmäßigkeiten müssten sich vor allem Landwirtschaft und Industrie ein- und ihre Produktionsprozesse auf eine effiziente Wassernutzung umstellen. Die Politik solle, so der WWF, einen Rahmen für den verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource setzen. Auch Deutschland sei in der Pflicht. Man habe die Verantwortung, bei Importgütern auf deren Wasserverbrauch im Herkunftsland zu achten. Die sozialen und ökologischen Folgen des deutschen Wasser-Fußabdrucks gelte es zu reduzieren.

Neben den privaten Haushalten (5,5 Mrd. m³) und der Industrie-(36,4 Mrd. m³), hat der Agrar-Sektor (117,6 km³) den mit Abstand größten Anteil am Wasser-Fußabdruck. „Die Landwirtschaft beansprucht über 73 Prozent des jährlichen Wasserbedarfs. Davon wird mehr als die Hälfte aus anderen Ländern importiert“, sagt Martin Geiger, Leiter des Bereichs Süßwasser beim WWF Deutschland. Das meiste Wasser führen wir über Agrar-Güter aus Brasilien (5,7 Mrd. m³), der Elfenbeinküste (4,2 Mrd. m³) und Frankreich (3,5 Mrd. m³) ein. Doch Deutschland zapft indirekt jedoch auch die Wasserressourcen europäischer Staaten an, die regelmäßig mit Dürren und Trockenheit zu kämpfen haben – wie etwa Türkei (1,9 Mrd. m³) oder Spanien (1,8 Mrd. m³). Allein um den Konsum von Kaffee und Kakao in Deutschland zu befriedigen, werden jedes Jahr 20 km³ virtuelles Wasser importiert. Als besonders „durstige Güter“ gelten außerdem Rind- und Schweinefleisch, Öl-Saat wie Olive und Ölpalme, oder Baumwolle.

Quelle: wwf.de