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Mittwoch, 29. Juli 2009

"Bienvenue Chez Les Ch'tis"

Der Postbote Phillipe Abrahm ist eigentlich ganz zufrieden mit seinem Leben in der Prvence, wären da nicht die Depressionen seiner wunderschönen Frau Julie. Ihr zuliebe versucht er, sich an die Riviera versetzen zu lassen, um dort mit Frau und Kind die Sonnenseite des Lebens zu geniessen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind ihm- fast- alle Mittel recht, nur leider stellt er sich nicht sehr geschickt an und so kommt, was kommen muss: Er wird versetzt, doch zu allem Unglück keineswegs in den sonnigen Süden, sondern in den Norden Frankreichs...

Doch was genau muss man sich unter „Sch’ti“, wie es in der deutschen Fassung heißt, vorstellen? Als erstes fällt auf, dass aus allen „S“-Lauten ein „Sch“-Laut (im Original: „c“ zu „ch“) wird. Hinzu kommen diverse eigene Vokabeln. Missverständnisse sind da freilich vorprogrammiert, was genüsslich ausgekostet wird, doch zu keinem Zeitpunkt zu Ungunsten der Protagonisten. Zwar amüsiert ihre schrullige Artikulation köstlich, doch der Lächerlichkeit werden sie nie preisgegeben, was nicht zuletzt daran liegt, dass Regisseur Boon selbst aus besagter Region stammt und nach eigener Aussage bis zu seinem zwölften Lebensjahr kaum ein Wort „ordentliches“ Französisch sprach. Bereits in seinen populären Bühnenshows - eine dazugehörige DVD verkaufte sich stolze 600.000 Mal - setzte er seiner Herkunft und Sprache ein humoristisches Denkmal und parodierte sie liebevoll.


Von der Bühne zur Leinwand ist es ein gewaltiger Sprung, den Boon allerdings bemerkenswert meistert. In seiner nach „La Maison du Bonheur“ (2006) zweiten Regiearbeit zeigt er ein gutes Gespür für Timing und Schauspielführung. Eine gute Entscheidung ist zudem die Verpflichtung von Kameramann Pierre Aïm, der schon so unterschiedlichen Filmen wie Hass – La Haine und „Im Juli“ sein geschultes Auge lieh. Er sorgt für visuelle Dynamik und kompetent komponierte Einstellungen. Philippe Rombis Musik ist zweckdienlich und vermeidet überflüssigen Zuckerguss. Gänzlich ohne manipulative Mittel wird eine zeitlose Botschaft von Toleranz und Offenheit verbreitet. Originelles wird man in formaler Hinsicht, sieht man einmal von der verspielten Credit-Sequenz, in der auf einer computeranimierten Karte statt der jeweiligen Orte die Namen der Beteiligten eingeblendet werden, nicht finden. Doch das Gebotene genügt den Ansprüchen des Genres vollkommen.


Neben dem bereits erwähnten Sprachwitz, der vorbildlich übertragen wurde, ist es vor allem Situationskomik, mit der „Willkommen bei den Sch’tis“ punktet. Als ein Beispiel hierfür sei der unerwartete Besuch eines Kontrolleurs bei Philippe genannt. Wie er einen noch verschweißten Rollstuhl eilig auspackt, dabei einen Reifen beschädigt, sich mühsam durch das Gespräch manövriert, den Erfolg schon vor Augen hat und dann am Schluss durch eine Unachtsamkeit doch wieder alles vergeigt, ist einfach urkomisch. Nicht alle Szenen sind derartig gelungen und die Gags gelegentlich auch vorhersehbar, Leerlauf stellt sich jedoch nie ein. Am besten ist der Film ohnehin, wenn er die Klischees über den Norden aufs Korn nimmt. Da wird Philippe von jedem, der von seinem Schicksal erfährt, sofort bemitleidet, inklusive eines Streifenpolizisten, dessen Auftritte Running-Gag-Charakter besitzen. Ansonsten wird Nord-Pas-de-Calais als kalte, unwirtliche Horrorlandschaft beschrieben, die dem Ende der Welt gleichkommt.


Höchst amüsant ist in diesem Zusammenhang der Gastauftritt von Michel Galabru, der den meisten Zuschauern noch als Vorgesetzter von Louis de Funès in den sechs „Gendarme“-Filmen in Erinnerung sein düfte. In unheimliches Halbdunkel getaucht, berichtet er seinem geschockten Zuhörer von den Schrecken des unbeliebtesten Teils Frankreichs. Somit reiht er sich mühelos in ein perfekt harmonisierendes Ensemble, an dessen Spitze Kad Merad (Keine Sorge, mir geht’s gut, Paris, Paris, Kann das Liebe sein?) als miesepetriger Beamter steht, der allmählich lernt, seine Vorurteile hinter sich zu lassen. Boon selbst, präzise synchronisiert von Christoph Maria Herbst, fühlt sich sichtbar wohl in seiner erprobten Rolle als herzensguter Naivling und auch die Chemie mit seinem Love Interest, der charmanten Anne Marvin, stimmt.

Fazit: Auch wenn den meisten deutschen Zuschauern die Problematik, auf die sich „Willkommen bei den Sch’tis“ stützt, unbekannt sein dürfte, handelt es sich doch um ein so universelles Thema, dass es sich wohl in jedem Land der Erde nachvollziehen lassen dürfte. Auch ein unvermeidliches US-Remake, das von Will Smith produziert werden soll, ist bereits in Planung. Dass sich hierzulande ein ähnlicher Erfolg wie in Frankreich einstellen wird, ist natürlich illusorisch. Trotzdem ist „Willkommen bei den Sch´tis“ eine der besten Komödien der letzten Zeit, die weniger auf Brachialhumor und dafür mehr auf quirlige Charaktere und das clevere Spiel mit hartnäckigen Vorurteilen setzt.

Ein großartiger Film, großartig gespiellt.

Quelle: filmstarts.de

"Love Song for Bobby Long"

Louisiana ist vor allem eines: drückend heiß. Entsprechend behäbig und gelassen geht das Leben dort vor sich. Mit ihren gerade einmal 17 Jahren glaubt Purslane Homity Will (Scarlett Johansson), diese Welt weit hinter sich gelassen zu haben und mit ihrem Freund Lee (Clayne Crawford) ihr Leben im gemeinsamen Wohnwagen im Griff zu haben. Erst der Tod ihrer Mutter führt sie zurück zu ihren Wurzeln – und das mit ungeahnter Wucht.

Nicht nur, dass sie die Beerdigung ihrer Mutter verpasst, weil ihr Freund die Nachricht für zu unbedeutend hielt, um sie ihr umgehend mitzuteilen. Schlimmer noch, das ehemals schmucke Häuschen ist in einem traurigen Zustand, dem seine beiden Bewohner Bobby (GROßARTIGER John Travolta) und Lawson (Gabriel Macht) in nichts nachstehen: Die körperliche Verwahrlosung der beiden verrät allzu deutlich, dass hinter dem mühsam zelebrierten Künstlerleben nicht mehr steckt als die Perspektivlosigkeit ihrer je eigenen persönlichen Sackgasse. Was sie zusammenhält, ist in Wahrheit nicht das Projekt einer Biographie über den einst erfolgreichen Literaturprofessor Bobby, die sein Zögling Lawson ihm zu Ehren schreiben will. Vielmehr ist es die Tatsache, dass keiner von beiden den Mut hat, sich seiner eigenen Lebensgeschichte zu stellen. Bobbys Geschichte scheint so schwerwiegend zu sein, dass er sie lieber totschweigt, während Lawsons Geschichte noch gar nicht so recht angefangen zu haben scheint. Seine lockere Liaison zu Georgianna (Deborah Kara Unger) ist auf jeden Fall nicht für die Zukunft gemacht.

Mit diesen beiden grandios gescheiterten Lebenskünstlern soll Purslane das geerbte Haus aus Kindertagen fortan teilen. Obwohl auch sie bisher kaum etwas aus ihrem Leben gemacht hat, prallen Welten aufeinander. Vielleicht ist es sogar gerade die Ähnlichkeit, die dem jungen Mädchen vor Augen führt, wie sie in ein paar Jahren auf jeden Fall nicht leben möchte. Also ändert sie einiges an der gemeinsamen Behausung, bringt Ordnung und Farbe in das düstere Domizil, das symbolisch für seine Bewohner steht. Die Wirkung lässt nicht lange auf sich warten. Nach anfänglich energischem Widerstand fangen die beiden Männer den Ball auf, den Purslane ihnen zugeworfen hat, und spielen ihn zurück – gar nicht zur Freude der Dame. Das Trio pendelt sich langsam und mit vielen aufreibenden Auseinandersetzungen unerwartet einfühlsam aufeinander ein.

Und doch ist alles nicht so einfach. Purslanes verstorbene Mutter Lorraine, der Anlass für ihr Kommen, ist allgegenwärtig und zugleich nie wirklich greifbar. Wie sehr auch sie sich nach einer eigenen Geschichte sehnt, die sich nicht in die verborgensten Winkel der Seele zurückzieht oder dorthin verdrängt wird, begreift Purslane nur langsam. Entsprechend vorsichtig lässt sie sich auch auf diese neue Welt ein. Irgendetwas steht zwischen den Menschen, die durch das alte Haus verbunden sind. Der Schlüssel zu diesem Etwas scheint in der Person von Lorraine zu liegen. Erst ein Eklat bringt Purslane dazu, sich entschlossen auf die Suche nach ihrer eigenen Geschichte zu machen – mit allen Konsequenzen, nicht nur für sie.

Shainee Gables erster Spielfilm nach mehreren Erfahrungen im Dokumentarbereich und als Autorin für mehrere Produktionsfirmen ist die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches. Man merkt dem Ergebnis an, dass sie sich intensiv mit einer glaubhaften Figurenentwicklung, auch im Bezug zueinander, beschäftigt hat. Klugerweise lässt sie den Darstellern genügend Raum und Zeit, die unausgesprochenen Dinge über das Zusammenspiel zu transportieren. Den großen Coup landet dabei John Travolta („Basic“, „Im Feuer“), der mit dieser Rolle sein Repertoire erneut um eine ganz neue Figur erweitert. So fetzig er in „Saturday Night Fever“ über die Tanzfläche fegte, so resigniert schlurft er als abgehalfterter Möchtegern-Dandy durch die Straßen seiner neuen Heimat. Neben ihm muss sich Scarlett Johansson („Lost In Translation“, „Reine Chefsache“) ganz schön ins Zeug legen, um nicht zu verblassen. Der zum Teil recht bedeutungsschwangeren Story begegnet sie mit angenehmer Abgeklärtheit. Es gelingt ihr dabei aber leider nicht immer, die heftigen Emotionen ihrer Figur nachvollziehbar zu gestalten. Eine vergebene Chance ist die Rolle der lasziven Barkeeperin Georgianna. Die Dame hätte durchaus mehr Impulse in die Geschichte tragen können, und Daborah Kara Unger („The Salton Sea“, „The Game“) ist fast zu schade für eine solche Randfigur.

Ein Glücksgriff ist die Wahl des Drehortes. Den gleichermaßen pittoresken wie verwahrlosten Charakter des amerikanischen Südens integriert Gabel wunderbar in den Verlauf der Geschichte. Die drückende Hitze wird auf der Leinwand fast so präsent wie die Menschen, die sich mit ihr arrangiert haben. Es ist dieses einzigartige, schwerfällige und dabei keineswegs bedrückende Flair, das dem Film das letztlich gewisse Etwas gibt. Bei aller Genauigkeit der Beobachtung und Stimmigkeit der Charaktere bleibt die Story über weite Strecken und vor allem an den entscheidenden Punkten klischeehaft. Die Extremsituationen, denen die Protagonisten ausgesetzt werden, sind vor allem in ihrer Anhäufung überflüssig und tendieren dazu, das Ganze unglaubwürdig zu machen. In diesen Szenen erwies sich die Romanvorlage von Ronald Everett Capps als nur schwer adaptierbar. Das gilt auch für die wunderbaren Zitate aus der Weltliteratur, die beide männlichen Hauptfiguren gerne zu Hilfe nehmen, um Emotionen und Zwischenmenschliches auszudrücken. Gerade weil sie in der Situation oft so treffend tiefsinnig daherkommen, möchte man an der einen oder anderen Stelle gerne zurück spulen, um noch mal nachhören zu können. Dafür ist das Buch das eindeutig bessere Medium.

Diese Schwierigkeiten der Romanvorlage macht Gable mit ihrem Team visuell wett. Die detailgenaue Ausstattung schafft, eingefangen von der ruhigen, durch die Straßen und Lebensräume der Figuren streifenden Kamera von Elliot Davis, eine sehr authentische Atmosphäre, die den Zuschauer unmittelbar an den Ort des Geschehens versetzt. So verlässt man das Kino mit einem Hauch von Wehmut, sich nicht auch so träge durchs Leben treiben lassen zu können, gemischt mit der Gewissheit, dass das Leben Eigeninitiative erfordert. Was bleibt, ist ein diffuses, seufzendes Gefühl von innerem Frieden, zu dem die Geschichte von Purslane, Lawson und Bobby bald verschwimmt.

Nicole Kühn
Quelle: filmstarts.de


Montag, 27. Juli 2009

"Coffee and Cigarettes"


Zu den schönsten Szenen gehört u.a. „Somewhere in California” mit Tom Waits und Iggy Pop. Sie mustern sich, sie betrügen sich selbst. Er habe aufgehört zu rauchen, meint Iggy Pop, daher sei es kein Problem, eine anzuzünden. Man schlürft den Kaffee in sich hinein. Jeder denkt: „Ich bin doch besser als der da” und veranstaltet Small Talk.
Auch in „Cousins?” mit Steve Coogan und Alfred Molina geht es genau um diese Frage: die eigene Eitelkeit und den eigenen Egozentrismus gegenüber dem anderen zu verbergen, indem man a nice conservation betreibt. Alfred hat angeblich herausgefunden, dass beide Cousins seien. Steve ist das gar nicht recht. Was will der da drüben von ihm? Sein Cousin sein, dieser Versager? Die Telefonnummer will Alfred, um vielleicht einmal ein gemeinsames Projekt zu starten. Und Steve erfindet die Ausrede, er gebe seine private Nummer von zu Hause nicht einmal seinem Produzenten. Als Alfred dann auf dem Handy von einem weltbekannten Regisseur (Spike Jonze) angerufen wird, merkt Steve, dass er einen Fehler gemacht hat. Zu spät. Alfred will seine Nummer nicht mehr.

Jarmusch stellt seine Personen in einen teils ernsten, meist aber heiteren Kontext über menschliche Schwächen und Eitelkeiten. In „No Problem” z.B. sehen sich zwei Freunde nach langer Zeit wieder. Der eine glaubt fest daran, dass der andere ihn nur aus einem einzigen Grund angerufen haben kann: er muss ein Problem haben. Doch das hat er nicht. Isaach (Isaach de Bankolé) insistiert: Alex (Alex Descas) MUSS ein Problem haben.
In „Champagne” sitzen sich zwei alte Männer, Bill (William Rice) und Taylor (Taylor Mead) in einem manchmal an ein Gefängnis erinnernden Raum gegenüber. Der eine scheint Realist, der andere Phantast. Der eine scheint fertig mit der Welt, der andere stellt sich vor, in ihren Bechern sei kein schlechter Kaffee, sondern Champagner. Auch hier holt Jarmusch aus den beiden Schauspielern raus, was nur geht. „Ich bin gestorben dem Weltgetümmel. Und ruh' in einem stillen Gebiet! Ich leb' allein in meinem Himmel, In meinem Lieben, in meinem Lied!” [1]

Tatsächlich scheint allen, die hier auftreten, für einen Moment die Welt abhanden gekommen zu sein, wie es in dem Mahler-Rückert-Lied heißt. Sie scheinen für Minuten aus dem geworfen, was ihren Alltag ansonsten beherrscht, und doch kehrt in den Gesprächen respektive Verhaltensweisen der Beteiligten genau dieser Alltag bzw. die Mentalität der Personen wieder – nur in einer Art Konzentrat. Ob Cate Blanchett als erfolgreiche Schauspielerin ihrer überhaupt nicht erfolgreichen Cousine gegenüber tritt, Bill Murray als Kellner von den beiden DJs RZA und GZA Ratschläge zur Reinigung der Lunge entgegennimmt, Roberto Benigni für Steven Wright zum Zahnarzt geht oder Steve Buscemi einem streitenden Paar eine Verschwörungstheorie über Elvis Presley darbietet – stets bleibt das „Weltengetümmel” außen vor – und bricht über die Hintertür doch wieder so gnadenlos tragisch und komisch zugleich hinein. Die elf Szenen entstanden zwischen 1986 und 2003. „Strange To Meet You” war eine Auftragsarbeit, die Jarmusch 1986 für „Saturday Night Life” drehte. 1992 folgte „Somewhere in California” mit Tom Waits und Iggy Pop, der Rest wurde größtenteils 2003 in kürzester Zeit gedreht.

Ulrich Behrens.

Quelle: filmstarts.de

Sonntag, 26. Juli 2009

"Hallam Foe"

Hallam Foe (Jamie Bell) ist ein schräger Träumer mit eine seltsamen Hobby: Statt sich um sein eigenes Leben zu kümmern, beobachtet er lieber seine Mitmenschen und erforscht deren Geheimnisse. Erst als er über den Dächern von Edinburgh die aufregende Kate (Sophia Miles) und mit ihr die Liebe entdeckt, will Hallam die Welt nicht mehr nur durch ein Fernglas sehen, sondern mit eigenen Augen.

So handelt Hallam Foe denn von einem, der seine sicheren Anhöhen daheim verlassen und „aus dem Nest raus“ muss, um nach und nach eine Abwärtsbewegung zu vollziehen, nach unten, in die Straßen, unter die Menschen, hinein ins pralle Leben – wo es heißt Abschied zu nehmen, von der schützenden Figur der Mutter und den geborgenen Tagen der Kindheit, um seine Selbständigkeit unter Beweis zu stellen. Eine klassische Coming of Age-Geschichte also, mit viel Verve von dem schottischen Filmemacher David Mackenzie erzählt. Einer der großen Leistungen seines Films besteht darin, wie gekonnt er Genres und Gefühle vermischt, um das emotionale Tohuwabohu des Heranwachsens auf die Leinwand zu zaubern. Tragik, Thrill, Romantik, Sex und vor allem ein guter Schuss Komik verdichten sich zu einem energiegeladenen Jugenddrama, das gekonnt die Schnittstelle zwischen Kindheit und Erwachsensein auslotet.

Quelle: critic.de

Jamies Bell und die Musik zählen zu den größten Pluspunkten des Films.

"Harry Potter and the Half-Blood Prince"



Der zweite Sommerstart des magischen Helden hat uns Muggel eine enorme Wartezeit abverlangt. Wo wir bereits alljährlich einen Extraplatz am weihnachtlichen Gabentisch reserviert hatten und im fünften Teil "Harry Potter und der Orden des Phönix" den Juli als Bescherung einplanen durften, mussten wir uns nun in Geduld üben, ehe die Zauberschule Hogwarts zum sechsten Mal ihre traditionsreichen Tore öffnet.
Dafür passiert hinter den wundersamen Pforten Aufregenderes denn je. Der stolze Prachtbau ist nicht mehr die uneinnehmbare Festung, auf die sich bisher alle Jahrgänge verlassen konnten. Die Angst geht um und droht eine Tragödie heraufzubeschwören. Denn die Todesser, Lord Voldemorts finstere Verbündete, treiben ihr Unwesen und verbreiten in J. K. Rowlings magischer Welt.
Deshalb gelten die strengsten Sicherheitsvorkehrungen in Hogwarts, um das sechste Schuljahr für den mittlerweile endgültig rehabilitierten Harry Potter (Daniel Radcliffe), Hermine Granger (Emma Watson), Ron Weasley (Rupert Grint) und ihre Mitschüler zu garantieren. Albus Dumbledores (Michael Gambon) Sorgen sind berechtigt, denn unter den Slytherins könnten sich Todesser eingeschlichen haben.

Deshalb verschafft der weise Rektor im Privatunterricht Harry Zugang zu Voldemorts Geschichte, der wie er einst in dem Gemäuer ausgebildet wurde. Außerdem erhält Harry Hilfe aus seinem Zaubertrankbuch, das früher einem Halbblutprinzen gehörte und von diesem mit nützlichen Anmerkungen versehen wurde. Doch ob die Bannsprüche wirklich helfen und wer dieser ominöse Vorbesitzer ist, kann Harry erst enträtseln, als es schon fast zu spät ist.


Sonderliche Unterstützung wird ihm nämlich von seinen Freunden nicht zuteil: Ihre Hormone spielen verrückt. Statt auf die tatsächlichen Gefahren zu achten, verstricken sich die Pubertierenden in verwirrende Liebesaffären. Lavender umschmeichelt den linkischen Ron, auf den es aber auch Romilda abgesehen hat. Weshalb Hermine vor Eifersucht kocht.

Harry selbst seufzt Ginny (Bonnie Wright) hinterher, von der Dean ebenfalls fasziniert ist. So jongliert der Nachwuchsmagier mit dem verschärften Schulstress, der bezaubernden Ginny und zugleich Voldemorts tödlichem Zorn, der auf das ganze Land überzugreifen scheint: Muggel verschwinden spurlos, rätselhafte Tode häufen sich.


Turbulente Zeiten sind angebrochen, in denen beide Seiten mit zahlreichen Finessen taktieren, um die finale Konfrontation für sich entscheiden zu können. David Yates sorgt nach dem fünften Teil wieder für einen schwindelerregend ideenreichen Blockbuster-Traum inmitten der Welt der Wunder, wo verschlungene Romanzen und tödliche Bedrohungen für ein fantastisches Erlebnis sorgen.


Thorsten Krüger

Quelle: kino.de

Freitag, 24. Juli 2009

amandoloss's article

My first article as a journalist for a site about J.B. is already online. :D:D

Mittwoch, 15. Juli 2009

Razorlight rocks Cologne.

Kommt ein bisschen spät, aber na ja ... Hauptsache es kommt überhaupt noch. Weiss selber nicht, warum ich damit so lange gewartet habe. Dabei war es DAS Erlebnis für mich. Johnny & the Lads sind im April (!!!) in köln gewesen und natürlich hat sich amandoloss diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Blidergaliere hier zum Anschauen und Bestaunen. Dass es eine tolle Show war, muss ich nicht erwähnen, oder? Ist doch selbstverständlich! Johnny is the coolest one!! Im September spielen Razorlight wieder im Köln, in E-Werk. Das Ticket liegt schon bereit. :)

P.S Und hier ist gar mein Kopf zu sehen. Right in der Mitte. :)

James Morrioson LIVE in Cologne.


Geile Musik, geile Show, GEILER Mann! Es lässt sich nicht besser ausdrücken. Es lässt sich überhaupt nicht beschreiben, man muss schon dabei gewesen sein. Der Britte geht auf der Bühne voll ab und weiss, wie man das Publikum am besten anheizt. Es fand sich Keiner der stil stand, Keiner der nicht wenigstesn mit dem kleinen Finger zum Takt der Musik herumwedelte. :) Und was für eine Musik. Die Stimme noch dazu ... Es war ein einzigartiger Abend und die Zusammenfassung mit vielen tollen Bildern sind hier zum anschauen und zum lesen.

Sonntag, 12. Juli 2009

"Lars und die Frauen"

Lars und die Frauen

Einzelgänger Lars Lindstrom (Ryan Gosling) ist so schüchtern, dass er sich selbst von seinem Bruder Gus (Paul Schneider) und seiner Schwägerin Karin (Emily Mortimer) absondert. Am liebsten verkriecht er sich in seiner kleinen Wohnung über der elterlichen Garage. Bis er überraschend eine neue Freundin kennen lernt: Bianca, die er für eine bildschöne Brasilianerin hält. Tatsächlich ist sie aber eine lebensgroße Sexpuppe! Ärztin Berman (Patricia Clarkson) rät allen, auf seine Illusion einzugehen.

Jungstar Ryan Gosling ("Das perfekte Verbrechen") beweist abermals sein Ausnahmetalent in der ungewöhnlichsten Komödie des Jahres, wenn er in einer Sexpuppe die Gefährtin fürs Leben findet. Regisseur Craig Gillespie schildert diese ungewöhnliche Geschichte warmherzig und mit Einfühlungsvermögen.

Quelle: kino.de



Eine süsse, kleine Komödie die gar nicht blöd ist. Sehr klug und ruhig, nur scheinbar still, denn mn kann einfach diese stille Bilder nicht vergessen. Die ruhige Kamerführung und tolle Bilder prägen sich, unterbewusst, ein. Oft stelle ich fest, dass ich über ein BIld oder Szene aus diesen Film nachdenke. Auch für mich, der Überraschungsfilm des Jahres.

"Das Leben der Anderen"

Das Leben der Anderen
Ostberlin Mitte der 80er Jahre. Als Verhörspezialist wird Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler (Ulrich Mühe) selbst von den eigenen Leuten gefürchtet. Nun setzt ihn sein Vorgesetzter und Jugendfreund Grubitz (Ulrich Tukur) auf den der Linienuntreue verdächtigen Theaterregisseur Georg Dreyman (Sebastian Koch) an. Was wie ein Routinefall beginnt, entwickelt sich zum Wendepunkt in Wieslers Leben. Nicht ganz unschuldig daran: Dreymans lebenslustige Hauptdarstellerin, die auch vom Kultusminister begehrte Christa-Maria Sieland (Martina Gedeck).

Nicht von Ostalgie, sondern von der Verlorenheit des Individuums im totalitären System erzählt das sauber recherchierte Drama von Florian Henckel von Donnersmarck.

Quelle: kino.de

Was mich am meisten beeindruckt hat, ist dei Liebe zum Deteil. Das macht wirklich viel aus. Werde mir diesen Film noch mehrmals anschauen.

"Brüno"

Brüno





Der österreichische Fashion-Addict Brüno ist immer in Sachen Mode unterwegs und erregt mit seiner Fernsehsendung "Funkyzeit" Aufsehen. Auf einer großen Modeschau sorgt er mit einem Anzug aus Velcro für Chaos und wird von der Branche geächtet, seine Show wird abgesetzt, sein kleinwüchsiger thailändischer Liebhaber verlässt ihn. Tief verletzt macht sich Brüno mit seinem ihm treu ergebenen Assistenten Lutz auf den Weg in die USA, um dort berühmt zu werden. Es ist ein dorniger Weg, aber Brüno lässt nichts unversucht, um sich seinen Traum zu erfüllen


Quelle: kino.de






Dieser Film ist so witzig und schockierend in seiner Witzigkeit, dass man es gar nicht nachvollziehen kann. Also ich konnte im Kino nicht still und ruhig sitzen. Genau wie die anderen Zuschauer. Jede zweite Sekunde ertönte ein lautes "Nein!" oder "O mein Gott!" oder nur Gelächter. Laut, sehr laut. Und überhaupt, die Authentizität, mit der Sacha Baron Cohen den Brüno spielt ist einfach beindruckend. Da weiß man gar nicht, ob er den Brüno spielt, oder der Brüno ihn???? Fantastisch. Ich beneide ich für seine totale Hingabe und Durchhaltevermögen. Der Mann macht einfach alles, was er sich in den Kopf setzt und das bis ans bittere Ende. Egal was passiert, er zieht es durch. Finde ich total genial und richtig beneidenswert.
Für mich: Ein Idol. :) Sacha Baron Cohen jetzt, nö? Für die, die es noch nicht gesehen haben: Ein Muss. :)




"State of Play"

State of Play - Stand der Dinge





















Die Zukunft des Kongressabgeordneten Stephen Collins (Ben Affleck) sieht vielversprechend aus: Er wird als nächster Präsidentschaftskandidat gehandelt. Doch der Mord an seiner Assistentin erschüttert diese heile Welt. Sein Freund, der Journalist Cal McCaffrey (Russell Crowe), soll mit Partnerin Della (Rachel McAdams) Nachforschungen für ihre Chefin Cameron (Helen Mirren) anstellen. Sie entdecken die Spuren eines gewaltigen Komplotts.

Actionreiches, aber dennoch komplexes Politdrama über die gefährlichen Spiele der Macht. Kevin McDonald ("Der letzte König von Schottland") setzt auf eine spannenden und mit Topstars gespickten Enthüllungs-Story, die brutale Machenschaften in Politik und Wirtschaft kompromisslos aufdeckt.

Quelle: kino.de

Spannend! Spannend! Spannend! Spannend! Spannend! Spannend! Spannend! Spannend! Spannend! Spannend! Spannend! Spannend!
Ansehen. :)