Langsam geht mein Abenteuer in und mit Belfast zu Ende. Morgen fliegen wir schon zurück. Leider. Aber es war keine verschwendete Zeit, denn ich habe viel gelernt, viel gesehen und werde viel mitnehmen.
Um auf der Macromedia freigestellt zu werden musste ich ein Praxisbericht schreiben. Den könnt ihr hier unten lesen. Ich habe hier alles beschrieben und mit Links zum nachschauen und nachlesen versehen.

Musch Amanda
MM-TV
WS 06/07
Macromedia Hochschule fuer Medien und Komunikation.
Für Fechten habe ich mich nie besonders interessiert und ich wusste überhaupt nicht, dass Fechten eigentlich gar nicht langweilig und „trocken“ ist. Aber in den letzten 2,5 Wochen hieß es für mich nur noch “en garde!“, und „allez!“. Dank der Teilnahme an der JWM in Belfast durfte ich mich, unter anderem, mit dieser Sportart auseinandersetzten. Aber nicht nur deswegen habe ich mich für dieses Kurzpraktikum begeistert und entschieden. Es war die Herausforderung etwas Neues zu erleben als auch die Möglichkeit zu nutzten, um neue Leute und neues Land kennenzulernen. Und da ich in der Zukunft als Sportjournalistin tätig sein möchte, war diese Erfahrung nicht ohne Bedeutung.
Während dieser 2,5 Wochen habe ich gelernt, was es heißt, ein Event zu organisieren. Als ein Fernsehzuschauer ist man sich oft nicht im Klaren, was hinter den Kulissen passiert und was für Schwierigkeiten man überbrücken muss, um überhaupt ein Event auf die Beine zu stellen. Man sitzt vor dem Fernsehapparat und fragt sich auch gar nicht danach, warum etwas so geschieht und nicht anders, und geniesst es einfach. Ich kann mich als glücklich schätzen, dass ich die Gelegenheit bekommen habe, um es „von der Küche“ erleben zu dürfen.
Jetzt weiß ich auch in etwa, wie es ist, als freier Sportjournalist zu arbeiten. Während meines Praktikumssemesters habe ich zwar auch in der Sportredaktion gearbeitet, aber zwischen diesen zwei Tätigkeiten liegen Welten. Denn es ist etwas Anderes für eine Redaktion zu arbeiten, wo man weiß, dass der Content sowieso gesendet oder publiziert wird, und etwas Anderes, wenn man erst etwas produziert und dann versuchen muss, es zu verkaufen. Dafür musste ich so viele Kontakte aufsuchen, anschreiben und anrufen, dass ich im nach hinein, denke ich, mit ¾ der holländischen Medienwelt gesprochen habe. Das ist auch nicht Übel, denn Kontakte für die Zukunft sind wichtig. Dann hieß es im Kontakt bleiben, mit Berichten bombardieren und ständig anrufen. Kurz gesagt- auf die Nerven gehen.
Das habe ich grundsätzlich in der PR-Vorbereitungswoche gemacht, um sich später vor Ort auf der Berichterstattung voll konzentrieren zu dürfen.
Wir haben also (ich habe zusammen mit zwei anderen Journalismusstudenten aus Utrecht gearbeitet) für die Presse, Fernseh- und Radiosender und Internet geschrieben. Dabei war die offizielle Internetseite (www.schermjeugd.nl) am wichtigsten und hat auch die meiste Arbeit im Anspruch genommen, weil sie ständig aktualisiert werden musste. Wir haben nicht nur geschrieben, aber auch Videos gemacht, die dann jeden Tag in Form einer Videoreportage auf der Seite erschienen sind. Das hat immer am meisten gedauert, wir haben aber immer sehr guten Feedback bekommen, was uns natürlich enorm motiviert hat. Jeden Tag versuchten wir die Qualität zu verbessern und die Fans mit neuen Ideen überraschen. Wenn es dann gelungen ist: eine doppelte Freude und Motivation.
Hier muss ich betonen, dass ich wirklich viel Glück hatte mit den Jungs – Diederik van Zessen und Bram Janssen- zu arbeiten. Denn sie haben schon viel mehr Erfahrung als ich und haben schon während der Olympischen Spielen in Peking für den Bund gearbeitet. Ich durfte also viel von ihnen lernen und viel abgucken.
Zusammen mit Marc Janssen (der die Fechter mit seiner Firma ECP sponsert) haben Bram und Diederik ein ganzes Kommunikationskonzept entwickelt. Die Herausforderung dabei ist: Wie bringe ich einen schon produzierten Content an so viele Menschen wie möglich. Mit verschiedenen Kommunikationskanälen ist es wirklich gelungen, denn innerhalb eines Monats stieg die Besucheranzahl von www.schermjeugd.nl von 6.000 auf 12.000! Und es werden immer mehr. Das muss man sich erst vorstellen! Deshalb wurde ich als Unterstützung engagiert, um die Kommunikation und den Content zu managen.
Dies war also meine zweite Hauptaufgabe: Management. Eine wunderbare Übung unter Extrembedingungen und prima zum Studiengang passend.
Mein Können als Managerin habe ich also bewiesen, denn ich habe viele Kontakte gesammelt und viel Content verkauft. Ich kann mit Stolz sagen, dass unsere Berichte jeden Tag in verschiedenen Regionalzeitungen publiziert worden sind. Und auch Live-Interviews im Radio waren keine Seltenheit, denn täglich. Oft spontan (wenn unsere Fechter weit gekommen sind) und unter chaotischen Bedingungen geregelt. Aber mit Erfolg.
Einige Quellen zum anschauen und nachlesen:
http://www.schermjeugd.nl/
http://twitter.com/jeugdschermen
http://www.flickr.com/photos/jeugdschermen/?saved=1
http://www.almerevandaag.nl/nieuws/sportregionaal/article4579735.ece/Almeerder_Albers_hoopt_op_herstel_tijdens_WK_schermen
http://www.destentor.nl/sport/grootapeldoorn/4789751/Goossens-43ste-op-WK-schermen-Belfast.ece
http://www.houndbite.com/?houndbite=9618
http://www.schermjeugd.nl/?p=549